Gebirgstrachten Erhaltungsverein "die Wallberger"

Die Chronik des Vereins - das Protokollbuch

1919

Die folgende Ehrentafel sei hier eingereiht, zum Andenken unserer tapferen "Helden Wallberger", mögen dadurch auch spätere Generationen zum Dank an unsere Besten erinnert werden.
Gefallen sind: Grieblinger Jakob, Rottach; Berghammer Jakob, Hagrain; Burger Clemens, Rottach; Brauer Josef, Egern; Dengg mathias, Egern; Dengg Franz, Hagrain; Erlacher Michael, Unterwallberg; Enterrottacher Josef, Unterwallberg; Eckstein Ludwig, Schwaighof; Eigmann Franz H., Weißach; Gschwandtner Anton, Oberhof; Gstöttenbauer Nikolaus, Rottach; Hatzl Thomas, Egern; Hagn Alois, Hagrain; Höß Georg, Schwaighof; Hagn Bartholomäus, Oberach; Hagn Lorenz, Hagrain; Kögl Anton, Schwaighof; Krinner Michl, Unterwallberg; Maier Quirin, Tegernsee; Ökler Leonhard, Rottach; Plendl Georg, Rottach; Rauh Peter, Tegernsee; Schäffler Franz, Tegernsee; Stöffel Leonhard, Weißach; Strohschneider Josef, Ellmau; Stock Johann, Tuften; Uhlschmid Julius, Tegernsee; Vogl Johann, Weißach; Wolf Josef, Hagrain; Walter Josef, Marmorbruch; Winkler Wolfgang, Oberach; Winkler Alois, Rottach; Mannhardt Hans, Tuften; Dr. Schwägerl, Tegernsee.

Herr Karl Holl verstarb im März 1914 und war als Gründungsmitglied einer der eifrigsten Förderer des Vereins.
Am 28. April 1889 wurde er als Beisitzer in den Ausschuß gewählt und versah treu seinen Posten bis zum Jahr 1912, wo er infolge Krankheit seinen lieben Wallbergern Abschied sagen mußte.
Einem biederen wackeren Mitglied gedenkt in Dankbarkeit der Verein an diese Stelle.
Im Juni 1919 verstarb unser langjähriges Gründungsmitglied Herr Max Reinhard. Von der Gründung des Vereins an leistete er als Schriftführer dem Verein große Dienste bis ihn seine Abreise nach Hamburg zwang, von diesem Posten zurück zutreten. Einem alten Verfechter unseres Wahlspruches "Treu dem guten alten Brauch" sei hier in Dankbarkeit gedacht.
Einer vom alten Gründungsstamm, war auch Herr Georg Reuther von Rottach, der leider auch zu früh der Welt Abschied sagen mußte. Am ? verstarb er, nachdem er seit Gründung dem Vereine angehörte, manche frohe Stunde und das Ansehen das heute der Verein genießt dankt derselbe seiner Beihilfe. Ehre dem tapferen Wallberger

Ausschuss Sitzung am 6. Mai 1919
Es wurde beschlossen die Gesamt-Versammlung am Christi Himmelfahrtstag 1919 abzuhalten und nochmals vorher eine Ausschusssitzung einzuberufen; Zusammenkunft war im Gasthaus zur Seerose.

Ausschuss-Sitzung am 20. Mai 1919
Dieselbe fand im Vereinslokal zur Seerose statt! Beschlossen wurde die Abhaltung der Generalversammlung im Gasthaus zur Seerose am Himmelfahrtstag. Anwesend waren die Herren Vogl II. Vorstand, Hatzl Säcklw. Baumgartner, Hofer, Haltmaier, Kichl und Kienast sen.
Angeregt wurde statt der ? Tafel für die gefallenen Wallberger ein schmiedeisernes Bildstöckl anfertigen zu lassen, da letzteres erstens dem Zweck des Vereins, Erhaltung des alten guten Brauches entspräche; zweitens sicher das Interesse und die Freude der Bergfreunde mehr wecken würde! Die Entscheidung wird der Generalversammlung in die Hände gelegt.

Schriftführer: Uhlschmid Ludwig

General-Versammlung am 29. Mai 1919 (Christi Himmelfahrt)
fand im Gasthof Seerose die 26. ordentliche Hauptversammlung statt.
Nach Begrüßung der erschienenen Mitglieder durch Herrn Vorstand Vogl, gedachte selber der Verstorbenen und gefallenen Mitglieder, zu deren Ehrung sich die Anwesenden von den Sitzen erhoben. Hierauf erfolgte die Bekanntgabe des Jahres- und Kassenberichtes und die Neuwahl der Vorstandschaft, die wie folgt vor sich ging.
I. Vorsitzender: Vogl Simon
II. Vorsitzender: Reuther Georg
Säcklwart: Hatzl Egid
Schriftführer: Popp Andre jun.
Fahnenjunker: Hofer Ludwig
Zeugwart: Baumgartner Ludwig
Beisitzende: Kienast Quirin sen.; Haltmaier Hans; Kichl Jackl; Moderegger Hans; Buchberger Peter; Betz Hans Tegernsee
Anwesend waren 93 Mitglieder; Herr Vorstand Vogl dankte für das zahlreiche Erscheinen und schloß den Wunsch an, in Zukunft Plattlerproben zu halten um den jungen Kräften, Gelegenheit zum Lernen zu geben. Bald ertönten muntere Weisen der "Tegernseer Musik" und dem Tanz in unserer schmucken Tracht wurde fleißig zugesprochen.

Schriftführer: Popp Andreas jun.

Ausschuss-Sitzung am 4. Juni lf. Jahres (1919)
fand im Gasthof Plendl statt. Es wurde beschlossen, die Junimonatszusammenkunft in Verbindung mit dem Stiftungsfest unserer Mitglieder des "Corps Vitruvia" im Gasthof zur Überfahrt abzuhalten. Anwesend waren die Herren Vogl, Reuther, Hatzl, Popp, Baumgartner, Hofer, Kienast sen., Haltmaier, Betz, Buchberger, Kichl.

2. Ausschuss-Sitzung am 28. Juni 1919
fand im Gasthof zur Post (Bauer) die 2. Ausschuss-Sitzung statt. Man schritt vor allen Dingen zur vorläufigen Aufstellung des Programms für das Stiftungsfest und setzte die ? Ehrenmitglieder fest.
 
3. Ausschuss-Sitzung am 14. Juli 1919
war die 3. Ausschußsitzung zum Gasthof Seerose (Kefer) einberufen um den Fragen betr. Enthüllung des Bildstöckels mit Monatszusammenkunft näher zu treten. Beschluß: Die Festlichkeit findest am 27. Juli 1919 am Wallberghaus statt.

4. Ausschuss-Sitzung am 1. August 1919
fand die 4. Ausschußsitzung im Gasthof Seerose statt.
Erschienen sind die Ausschußmitglieder: Vogl, Reuther, Popp, Hatzl, Baumgartner, Hofer, Haltmaier, Moderegger, Kienast sen., Kichl, Betz. Ferner die Festausschußmitglieder: Lindmaier, Schiffmann, Höß, Küner. Beschlossen wurde das Stiftungsfest bestimmt am 16. und 17. August abzuhalten, außerdem die verschiedenen Funktionen besprochen. Schluß der Sitzung 1/2 11 Uhr.

5. Ausschuss-Sitzung am 11. Augsburg 1919
fand die 5. Ausschußsitzung im Gasthof Seerose statt; erschienen waren der gesamte Festausschuß und Vereinsdiener Lintner. Letzterer nahm die Stelle auf ein weiteres Jahr an, im übrigen Besprechung über das Stiftungsfest. beschlossen wurde außerdem, am Festabend nicht dringend Trachtenzwang zu verlangen, um auch den Wünschen der außerordentlichen Mitglieder des z. Z. unerschwinglich hohen Preis für die Tracht nicht leisten könnten, auch Gelegenheit zu geben, an den Festen des Vereins teilzunehmen. Am Festtag wurde Trachtenzwang bestimmt. Schluß der Sitzung 1/2 11 Uhr.

30 jähriges Stiftungsfest am 16. und 17. August 1919
Schon vor Beginn des unglücklichen Weltkrieges hatten sich die Wallberger entschlossen im August 1914 ihr 25 jähriges Gründungsfest zu feiern und wohl keiner dachte damals daran, das dasselbe zu einem 30 jährigen werden sollte. Und auch heuer, kurz dem Ende des alles vernichtenden Krieges war es schwer an die Abhaltung desselben zu denken. Aber dennoch machte man sich unverdrossen an die Arbeit und es ging und wurde dazu eines der ersten und größten Volkstrachtenfeste nach dieser schieren Zeit. Wochen vorher waren die Wallberger und Wallbergerinnen an der Arbeit, die fürs Fest bestimmten Wagen zu schmücken, Arbeit gabs in Hülle und Fülle dazu die überall bemerkbare Materialnot.

Festabend - Samstag, den 16. August 1919 abends 8 Uhr
Im schön gezierten Saale des Gasthofs Überfahrt gehts bald lebensgefährlich zu, der Saal besetzt und bestanden bis aufs Äußerste, so konnte das Fest mit dem Festabend glückverheißend für unsern Kassier, zufrieden auch auf alle Wallberger beginnen.
Die Einleitung und nötige Stimmung brachten uns unsere alten treuen Musikanten mit ihrem Kapellmeister und Klarinettenpfeifer "Guggn Sepp". Leider hatte der Genuß von "amerikanischen Speck" unsern rührigen 1. Vorstand Simon Vogl derartig verstimmt, daß infolge seiner Abwesenheit der 2. Vorstand Georg Reither die Ernennung der Ehrenmitglieder übernehmen mußte. Es waren folgende Gründer der Vereins: Herr Grieblinger Jakob sen., Nippl Johan sen., Öttl Josef, Reinhard Karl, Führmann Roman, Kienast Quirin, Bachmair Lorenz, Bachmair Max, Horn Josef, Laule Jakob, Müller Fiedel, Hofmann Lorenz, Greif Ignaz, Stadler Josef, Steinbacher Josef, Kirschbauer Wolfgang, Rauh Karl. Außerdem wurde unserer unermüdlichen Floßmann "Rosl", die nie Mühe und Arbeit scheute, wenn es sich um die Interessen der Wallberger handelte, zum Ehrenmitglied ernannt. Unser Mitglied Herr Lehrer Moschner von Egern sprach in kurzen markigen Worten die Festrede, die Ziele und Verdienste des Vereins und gedachte der verstorbenen Gründer und Mitglieder.
Nun folgte Abwechslung auf Abwechslung unser Turn-Verein Rottach bot uns den schönen Anblick von verschiedenen Marmorgruppen während 6 Paare der Wallberger den herzerfrischenden Steyrer-Tanz zur Aufführung brachten. Unser Gründungsmitglied Herr Kienast scheute nicht die Mühe sein selbst verfaßtes Theaterstück "Wallberger Miadei" aufs Tabet zu bringen, dabei war er selbst noch als Hüaterbua tätig, wenn er auch wahrscheinlich bei seiner Aufführung vor 30 Jahren etwas jugendlicher und feuriger war! Unser ruhmgekröntes Zitherterzett Reiter-Holl-Kiem brachte einige sehr schöne Lieder zum Vortrag und befriedigt gingen alle Festgäste nach Hause.

Festtag
Schon am frühen Morgen waren alle Mitglieder wieder auf den Beinen, ein schöner Tag versprach auch guten Erfolg. Um 10 Uhr vormittags vereinigte man sich beim Bartlmä zu einem lustigen Frühschoppen und bald war die Zeit herangerückt an die Aufstellung des Festzuges zu denken. Aber wer hätte an solch starke Beteiligung gedacht, Wagen um Wagen 4 und 2 spännig aus allen Ecken erschienen, so daß der Zug die ansehnliche Länge vom Pfarrhof bis Brücklmaier erhielt. Egern Rottach sollte ein Fest erleben wie noch nie!
Um 1 Uhr begann die lustige Fahrt nach Enterrottach ein wunderbares Bild entfaltete sich in einer Größe, die über die kühnste Vorberechnung hinaus ging. In Enterrottach glücklich gelandet, begannen bald Tanz und Schuhplattler dazu ein Gewühl von ca. 2-3000 Menschen!
Spiele wie Hosenlaufen, Scheibenstechen brachten die nötige Abwechslung und mancher Sieger kehrte stolz beflaggt heim.
Um 8 Uhr war Schluß, nun gings zurück zur engeren Heimat Rottach, beim Plendl legte man sich noch ein paar Maßerl über und dann kehrte wohl jeder mit Genugtuung und Zufriedenheit heim. Ein schönes Fest hatte unser Verein gegeben, der Dank aller Mitglieder zeigte sich auch an der regen Beteiligung.
Als Ehrengaben erhielten die Wallberger vom Corps Vitruvia überreicht durch Herrn Senior Bertsch einen herrlichen Glaspokal, der nun als Bruderpokal des früher geschenkten die durstigen Wallberger retten wird. Herzlichen Dank den lieben Mitgliedern auch an dieser Stelle.

Schriftführer: Popp Andreas jun.


1920
  
Generalversammlung 1920
Am 13. Mai 1920 (Christi Himmelfahrtstag) fand im Gasthof Seerose die 27. ordentliche Generalversammlung statt. Nach Begrüßung der anwesenden Mitglieder durch den 1. Vorstand Herrn Vogl, gedachte derselbe der verstorbenen Mitglieder, zu deren Ehrung sich die Anwesenden von den Sitzen erhoben. hierauf folgte die Bekanntgabe des Jahres- und Kassenberichtes und die Neuwahl der Vorstandschaft, die sich wie folgt ergab:
I. Vorstand: Vogl Simon
II. Vorstand: Reuther Georg
Säcklwart: Hatzl Egid
Schriftführer: Popp Andreas jun.
Fahnenjunker: Hofer Ludwig
Beisitzer: Kienast Quirin sen., Haltmaier Hans, Kichl Jakl, Moderegger Hans, Buchberger Peter, Betz Johann.
Plattlmeister: Schiffmann Peter, Lindmaier Quirin, Höß Josef Egern, Lentner Wolfgang
Herr Vorstand Vogl dankte der Versammlung für ihr Erscheinen und stellte den Antrag den Jahresbeitrag für ordentliche Mitglieder auf 4 Mark, für außerordentliche auf 6 Mark sowie die Aufnahmegebühr auf 2 Mark zu erhöhen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen und damit rechtskräftig.

1. Monatsversammlung am 4. Juli 1920
versammelten sich die Wallberger zu ihrer I. Monatszusammenkunft im Gasthof Bauer Rottach und bald entwickelte sich ein buntes Leben. leider war die Versammlung von einheimischen Mitgliedern wenig besucht, schuld daran mag zweifelhaftes Wetter und die Heuernte gewesen sein. Eine Münchner Filmfirma filmte die Wallberger, der Verein erhielt ein Entgelt von 150 Mark. Einige der Mitglieder waren damit nicht einverstanden, nach längerer fruchtloser Auseinandersetzung wurde der Punkt auf die folgende Generalversammlung zur Besprechung angesetzt.

2. Monatsversammlung
Einen besseren Besuch hatte die II. Monatsversammlung am 25. Juli 1920 im Gasthof Hahn Hagrain aufzuweisen. Es war wie gewöhnlich fidel und gemütlich, die Witterung gut.

Ausschusssitzung am 10. August 1920
fand im Stammlokal zur Seerose, Ausschußsitzung und Besprechung des kommenden Enterrottacher Festes statt. Es wurde beschlossen selbes am Sonntag 15. August 1920 abzuhalten und möglichst schön auszubauen.

Schriftführer: Popp Andreas jun.


1921

Zum Jahreswechsel 1920-1921 verschickte der Verein an seineaußerordentlichen Mitglieder anhängenden Glückwunsch. Das feinstimmige Gedicht stammt abermals von dem alten Hausdichter der Wallberger, Herrn Direktor Brandl, Fa. Mühlthaler München. 

Ausschuss-Sitzung am Dienstag den 25. Januar 1921
fand im Gasthof Seerose Ausschußsitzung zur Beratung des Balles statt.

Am Sonntag den 3. April 1921
versammelten sich die Vorstandschaften der Hirschbergler, Neureuther, Leonhardstoana und Wallberger zu einer gemeinsamen Besprechung und Aufstellung von Richtlinien für die zuerhaltende Tracht. Bös hatten die letzten Jahre an unsrer schönen Tracht herum gewurschtelt, das alte Jahrhundert sollte besser gemacht werden und das Gegenteil war erreicht! Man wurde sich sofort einig, daß hier energisch vorgegangen werden mußte, sollten die Vereine überhaupt noch ihren edlen Zweck, die Erhaltung der alten Tracht vertreten. Die Nachahmung der Masken der Sommerfrischler wurde streng verurteilt und der Grundsatz aufgestellt: "Zeigt euch den Sommerfrischlern an euren Festen in eurer echten Tracht, dann werden auch diese, wenigstens die Vernünftigen, langsam zu dem zurückkehren, das sich für unsere Berge ziemt." Außerdem wurde auch darüber das Bedauern ausgesprochen, daß sich die Unsitte allerlei Abende mit Bauernbällen zu benennen, immer vergrößert, und bitten wir auch an dieser Stelle Behörden, zum Schutze der echten Trachtentänze solche Benennungen, wenn irgend möglich, zu verbieten! Doch sollte sich die Unsitte wider Erwarten noch mehr einbürgern, so stellt euch selbst, ihr echten Oberlandler und geht zu den betreffenden Veranstaltern, ein vernünftiger tüchtiger Mann wird auch dann den rechten Weg und andere Namen finden.
Protokoll den 3. April 1921
I. Trachtenhut
II. Trachtenhemd
III. Trachtenjoppen
IV. Trachtenhosen
V. Trachtenstrümpfe und Schuhe
VI. Hosenträger
VII. Halsbinde
VIII. Weiberleut
IX. Hut
X. Mieder
XI. Rock und Spenzer
XII. Strümpfe und Schuhe
XIII. Nationaltänze
Besprechungen: Am 22. Mai Fahnenweihe in Waakirchen, Anschluß an die Neureuther Musik.
Tegernseerhut mit nicht zu breiten und nicht zu finaler? Krempe, Gamsbart oder Flaumfeder oder Reiherspitzen, höchstens ein Vereinszeichen, Strixer oder Dreher Hüte gelten nicht als Trachtenhüte.
Harberes oder Leinenhemd mit Umlegkragen, sog. Schillerkrägen sind unstatthaft, ebenso Stehkrägen
Graue Joppe, ohne Gürtel und mit Stehkragen
Kurze Lederhose mit grüner Seide ausgenäht, jedoch nicht zu übermäßig. Stickereien mit Edelweiß aus weißer Seide ist unstatthaft.
Graue Strümpfe oder Loferl. Zu Strümpfe gehören Halbschuhe, zu Loferl hohe Schuhe, die neumodischen Latzen fallen weg. Gelbe Schuhe oder solche mit Lackklappen gehören nicht zur Tracht.
Lederhosenträger mit Steg, Stickerei ist Nebensache
Seidenes Tüchl oder Band ohne Schmuck.
Ländliche Frisur, Gretlfrisur ist unstatthaft
Grüner Hut mit breiter Krempe und Hutschmuck.
Schwarzes Mieder mit Geschnür, Stickereien mit Edelweiß und dergl. gehören nicht zur Tracht.
Bei sogen. gewirkten Röcken gehört ein kurzgeärmelter Spenzer, bei anderen Röcken ein Langgeärmelter.
Bei gewirktem Rock gehören weiße Strümpfe und Halbschuhe ohne Spangen, mit nicht zu hohen Absätzen.
Als echte Nationaltänze versteht man nur den Walzer und Ländler. Außerdem hier noch die Figurentänze, Bandltanz oder sonst noch zur Tracht passende Tänze.
Ausgeschlossen sind der Franzaise und alle modernen Tänze ebenso gehört der Schottisch und Polka nicht zum Trachtentanz. Auch das Linkstanzen ist bei Vereinszusammenkünften untersagt.

Lederhosen-Luxus-Steuer erfunden im Jahre eintausend neunhundert eins und zwanzig von: Voraussichtliches vorsintflutliches Individium. Sollte sich der Erfinder später herausstellen, bitte ich meinen Nachfolger den Namen mit goldenen Lettern nachzutragen.
Sonderbar -! daß ich diesen glanzvoll geprägten Namen immer mit Gehirnverdorrung verwechsle. Oder sollte die Berliner Sprache ins bayrische übersetzt wirklich so annähernd lauten? - oder schaut man uns von dort oben wirklich als Hanswurschten an! Unsere norddeutschen Mitglieder tun mir leid, daß sie nun durch die Unvernunft und Unwissenheit mancher zu großer Lichter, von verschiedenen Gebirglern als Feinde in dieser Sache betrachtet werden, bedauerlich ist es, daß auch die wahren Freunde vom Norden die unsre Ziele stets mit Freude verfolgen und finanziell unterstützen vielleicht darunter leiden müssen.


Ich schließe einige gelungene Gedichte, die in Tageszeitungen erschienen, an:
1. Es war eine Lederhose,
Von der singt dies Gedicht;
Die trug der Wiedlhofer,
Ein Holzknecht treu und schlicht.
2. Er trug sie sieben Jahre.
Konnt sie kaum tragen mehr,
Sie war schon recht verwetzet
Vom täglichen Verkehr.
3. Sie hat nicht Zier noch Troddel,
Vom Arbeits Ungestüm
Trug sie manch ehrlich Zeichen
Und - roch nicht nach Parfüm.
4. Da sprach nach sieben Jahren,
Ein Herr im Preußenland;
"Du trägst mein Wiedlhofer
Ein ledern Luxusgewand."
5. Und sollst es nimmer tragen,
Es sei - du kaufst dich los,
"Zahl schleunigst Luxussteuer,
Für deine Lederhos!"
6. Da flucht der Wiedelhofer;
"Eh vor i des berapp
Könnt´s es mi alle kreuzweis -"
Und - legt die Hosn ab ...

Lederhosenluxussteuer Kapitel-Fortsetzung
Ein anderes gelungenes Gedicht sagt:
Wehe, wenn sie losgelassen!
1.Nächstens werden wir hören in Bayern, / Daß die Berliner die - Knödel besteuern;
Denn die Luxussachverständigen / An der Spree sind nicht mehr zu bändigen
2.Durch der Knödel besondere Machart; / Durch die bessere Stoff- und Sachart
Wird dem bayrischen Küchenprodukt / Der Stempel des Luxuses aufgedruckt.
3.Schon seh´ ich die Herrn Kommissare hupfen / Und von allen Haferl die Deckerl lupfen.
Die Weißwurst im Kessel, die Haxe im Rohr / Kommt ihnen natürlich als Luxus vor.
4.Der Radiwurzel, die weiß und schwärzlich / Bei uns gedeiht und so schon schmerzlich
Ins Weinen kommt, wenn man sie salzt, / Wird auch eine Steuer aufgehalst!
5. Mitunter wird von den hohen Räten / Der Kommission die Meinung vertreten
(Nicht offen, sondern nur nebenbei) / Daß Bayern überhaupt - ein Luxus sei!
6.Doch spricht man von einer Luxusware, / So sind dies sicher die - Kommissare
In erster Linie die von Berlin / Ins Land der - Lederhosen zieh´n!
Hans Kuckuck

Zum Schlusse haben wir Kurzhösler aber doch noch ein großes Glück bei der ganzen G´schicht und zwar heißt es:
§ so und soviel ist für die Besteuerung der Quadratinhalt der betr. Lederhose maßgebend. Und da schlage ich euch vor euer Fell hintenrum recht straff zu spannen, daß ihr euch keiner Steuerhinterziehung schuldig macht. Außerdem wirkt das gespannte Leder dann als ausgezeichneter - "Resonanzboden", doch das ist meine persönliche Ansicht.
    
Ausschuß-Sitzung am 28. April 1921
fand im Gasthof Seerose statt. Beschluß: Generalversammlung wird am 5. Mai 1921 abgehalten und zwar mit Konzert. Die Strafe von 50 Mark für die Abhaltung des Balles trotz dem Verbote, das die Regierung infolge der Friedensbedingungen gab, wird bezahlt und bedauert, daß die Behörden kein größeres Verständnis für derartige reine Nationaltänze mehr zeigen.
In diesem Jahre hat der Verein auch einige große Verluste an treuen Verfechtern zu verzeichnen; Herrn Josef Hölzl, ein langjähriges treues Ausschußmitglied, gut gekannt von allen Wallbergern unter dem Namen "Rüappl Sepp" verstarb anfangs April 1921. Der Verein gab ihm die letzte Ehre mit Fahne und Kranzspende. Ihm folgte in kurzer Zeit ein zweiter tapferer Wallberger, Herr Josef Horn, Tegernsee ein Gründungs- und Ehrenmitglied, der stets für die Interessen des Vereines eintrat. Der Verein gab ihm ebenfalls die letzte Ehre mit Fahne und Kranzspende.
Ehre dem Andenken der beiden treuen Wallberger!

Schriftführer: Popp Andreas jun.

Generalversammlung am 5. Mai 1921 (Himmelfahrtstag)
versammelten sich die Wallberger zu ihrer Generalversammlung im Stammlokal Gasthof zur Seerose. Der I. Vorsitzende Vogl begrüßte die Erschienenen und gedachte der Verstorbenen Mitglieder zu deren Ehrung sich die Anwesenden von ihren Sitzen erhoben. Hierauf ging man die Tagesordnung ein mit dem ersten Punkt Wahl! Da die Herren Vogl, Reuther, Kichl und Hofer eine Wiederwahl auf jeden Fall ablehnten wurden folgende Herren in Vorschlag gebracht und gewählt:
I. Vorsitzender: Buchberger Peter Tuften
II. Vorsitzender: Trisberger Lorenz Egern
I. Schriftführer: Greif Alexander Rottach
I. Kassier: Hatzl Egid Hagrain
Fahnenjunker: Höß Josef Egern
Zeugwart: Baumgartner sen.
Als Beisitzer: Betz Hans, Haltmaier Hans, Strohschneider Josef Oberach
Vorplattler: Höß Josef Egern, Kandlinger Korb., Adlbert Simon, Lentner Wolfgang
Auf Antrag wurden dem Schriftführer und Kassier zur Entlastung II. Funktionen gewählt, die Herren A. Popp und N. Schätz.
Im folgenden Teil besprachen sich die Mitglieder über die aufgeworfenen Punkte. In Zukunft soll Filmfirmen das Recht zur Aufnahme nur gewährt werden wenn für die Aufführung in echter Tracht garantiert wird. Die Konzertmusik leitete in bekannter Güte "Guggn Sepp". Anwesend waren 68 stimmberechtigte Mitglieder.

1. Ausschuss-Sitzung am Dienstag den 7. Juni 1921
fand Ausschußsitzung zur Erledigung einiger Eingänge statt: Die Einladung des Corps Vitruvia an den Verein wurde allseits freudigst begrüßt und der Wunsch laut das Corps das auch heuer die gewaltig gestiegenen Unkosten nicht scheute, durch zahlreiche Beteiligung und Empfang an der Bahn mit Fahne zu ehren.
Als 2. Punkt wurde die Monatsversammlung vom Juni auf Sonntag den 19. Juni 1921 im Gasthof Weißach festgelegt.
Als 3. Punkt wurde das Ansuchen unseres Wiener-Zweigvereins den Mitgliederbeitrag wieder festzustellen erledigt und unsere Brüder in Wien mitgeteilt, daß derselbe sich in Anbetracht der ungünstigen Valuta und der schlechten Ausnutzung der Vereins Vorteile auf jährlich 2 Mark pro Mitglied festgesetzt wurde. Ferner wurde ein Schreiben des Brudervereines betreff Unsitten auf dem Lande, einstweilen zurückgestellt um sich erst über den rechtlichen Standpunkt in dieser Beziehung Gewißheit verschaffen zu können.

Schriftführer: Popp Andreas jun.

1. Monatszusammenkunft
bei zweifelhaftem Wetter fand die erste Monatszusammenkunft am 26. Juni im Gasthof zur Weißach statt. Leider waren die Wallbergerinnen sehr schwach vertreten, aber dennoch entwickelte sich bald das gewohnte Leben, allerdings in kleinem Maße.

2. Monatszusammenkunft 1921
der zweiten Monatsversammlung war besseres Wetter beschieden und zu fröhlichem Tanz vereinten sich die Wallberger im Gasthof Schwaighof am 10. Juli. Erfreulicherweise zeigte sich diesmal besonders die Weiblichkeit sehr stark in echter Tracht vertreten und zufrieden und lustig verlief das kleine Fest.

Schriftführer: Greif Alexander


1922

Als Neujahrsgruß verschickten auch heuer trotz hoher Kosten die Wallberger an ihre außerordentlichen Mitglieder die althergebrachte Neujahrskarte mit einem sinnigen Vers unseres Hausdichters "Brandl".
Es wurde auch fernerhin beschlossen dieselben solange als möglich zu versenden um den außerordentlich gut zahlenden Mitgliedern auch einen kleinen Vorteil des Vereins zu bieten.

Ausschuss-Sitzung am 6. Februar 1922
im Gasthof zur Seerose, Ausschußsitzung die ziemlich vollzählig war, statt. Es wurde beschlossen, den Ball am 25. Februar abzuhalten.

Ausschuss-Sitzung am 14. März 1922
versammelte dich die Vorstandschaft im Gasthof zur Seerose zur Besprechung verschiedener Angelegenheiten, die Wiener Vereinskameraden schrieben uns von einem geplanten Besuch im Sommer, wurde beschlossen dieselben zum Augustfest einzuladen und näheres der Generalversammlung zu überlassen. Eine Einladung des Vereins "D´Leonhardstoana" zur Fahnenweihe wurde angenommen.

Ausschuss-Sitzung am 2. Mai 1922
beschloß der Ausschuß die heurige Generalversammlung nicht wie üblich am Christ Himmelfahrtstag wegen des bevorstehenden Turnerfestes abzuhalten, sondern auf den 7. Mai festzusetzen. Von einer Konzertmusik wurde der hohen Kosten wegen abgesehen.

Schluß des Rechnungsjahres 1921

7. Mai 1922 Alex Greif I. Schriftführer Andreas Popp II. Schriftführer

29te General-VersammlungAm 7. Mai 1922
fand im Stammlokal Gasthof zur Seerose die ordentliche Generalversammlung statt. Zum großen Bedauern der Anwesenden kamen hierzu nur 41 Mitglieder, ein Verschulden an dem Fernbleiben mag das schöne Wetter gehabt haben. 1. Vorstand Buchberger Peter eröffnete die Versammlung mit einem Gruß an die Erschienenen und gedachte der verstorbenen Mitglieder des Jahres 1921. Es waren die Herren Uhlschmid Ludwig, Dr. Thoma Ludwig, Streicher Felix, Rest Felix, Höß Johann Schwaighof, Brenner Wolfgang.
Hierauf schritt man zum 1. Punkt der Tagesordnung Jahres- und Kassenbericht, die beide von den Herren Schriftführer Greif und Kassier Hatzl zur allgemeinen Zufriedenheit erledigt wurden. Der 2. Punkt betraf die Neuwahl der Vorstandschaft, die mit kleinen Veränderungen die gleiche blieb. Als Beisitzer wurden gewählt: Frank Lorenz Hagrain, Strohschneider Josef Oberach, Höß Peter Hagrain, Kienast Quirin sen. Rottach, Haltmair Hans Tegernsee, Sanktjohanser Kreuth, Graßl Josef Wiessee; Zeugwart: Baumgartner Ludwig sen.; Fahnenjunker: Höß Josef jun. Überfahrt; Tanzmeister: Schwarz Karl Rottach. Ferner wurden dem I. Kassier zur Erleichterung ein II. Kassier Herr Schätz Xaver und dem I. Schriftführer ein II. Schriftführer Popp Andreas beigegeben. Der hohen Kosten wegen hatte man von einer Konzertmusik abgesehen.
Im folgenden wurde der Beschluß der Wiener Wallberger aufs herzlichste Willkommen geheißen, ferner die Einladung der Leonhardstoana Kreuth zur Fahnenweihe freundlichst angenommen. Schluß der Versammlung abends 1/2 8 Uhr.
Beitragerhöhung:
ordentliche Mitglieder: 6 Mark
außerordentliche Mitglieder: 10 Mark Aufnahme ordentlicher: 4 Mark
Aufnahme außerordentlicher 5 Mark

Ausschußsitzung am 30. Dezember 1922
fand Ausschußsitzung statt um notwendig gewordene Fragen zu erledigen; die alljährlichen Neujahrskarten fielen zum ersten Male infolge der fürchterlichen Teuerung aus. Die Frage des bevorstehenden Balles sollte in einer außerordentlichen Generalversammlung erledigt werden. Dieselbe wurde für Sonntag 6. Januar bestimmt.

Schriftführer: Greif Alexander


1923

 Infolge der fürchterlichen Teuerung gab es zum 1. Mal keine Neujahrskarten.

Außerordentliche Generalversammlung am 6. Januar 1923
versammelte die Vorstandschaft ihre Mitglieder zu einer außerordentlichen Generalversammlung um über die Abhaltung des heurigen Balles zu entscheiden. Der einstimmige Beschluß lautete auf Nichtabhaltung, erstens wegen finanzieller Schwierigkeiten und des bestehenden Tanzverbotes.

Ausschußsitzung am 8. Juni
fand im Gasthof Seerose Ausschußsitzung zwecks Abhaltung der Generalversammlung statt, dieselbe wurde für 10. Juni nachmittags 3 Uhr im Gasthof Seerose bestimmt. Anwesend waren außer der Vorstandschaft 2 Wiener Wallberger Vorstandschaftsmitglieder, die einige Anträge brachten und in der Generalversammlung entschieden werden sollen.

Schuß des Vereinsjahres 1922 am 10 Juni 1923
Mitgliederstand:
ordentliche Mitglieder: 487
außerordentliche Mitglieder: 249
verstorbene Mitglieder: 9
Gesamtmitgliederzahl am 10.6.1923 = 736 Mitglieder und 14 Ehrenmitglieder
Reinbetrag in der Kasse = 47.308,40 Mark

Schriftführer: Popp Andreas jun.

30te Generalversammlung am 10. Juni 1923
versammelten sich die Wallberger in der beschämenden geringen Zahl von 36 Personen im Gasthof Seerose zur Generalversammlung. Der I. Vorsitzende Herr Buchberger Peter eröffnete die Generalversammlung mit dem Ausdrucke des Bedauerns über die geringe Beteiligung und schloß dieselbe mangels Anwesenheit der Beschluß fähigen Zahl von 2/3 der Mitglieder.

Nach 15 Minuten erfolgte die Eröffnung der 2ten Generalversammlung mit Verlesung des Jahres- und Rechenschaftsberichtes. Die Neuwahl ergab ziemlich neuen Boden, zur allgemeinen Freude sei auch hier mit Dank an die Herren gedacht, die sich trotz der schlechten und flauen Beteiligung nicht scheuten, die Führung des Vereins wieder zu übernehmen. Die Wahl ergab folgendes Resultat:
Buchberger Peter I. Vorsitzender
Trisberger Lorenz II. Vorsitzender
Höß Peter I. Schriftführer
Hagn Johann II. Schriftführer
Hatzl Egid I. Kassier
Schätz Anton II. Kassier
Zeugwart: Baumgartner Ludwig sen.
Beisitzer: Ringshofer Leonhard, Adlbert Simon, Strohschneider Oberach, Kienast sen. Haltmaier Tegernsee, Sanktjohanser Wiessee, Graßl Josef
Fähnrich: Kandlinger Korbinian
Die Wiener Wallberger waren durch Herrn Schubert vertreten, der in richtiger ? Art, die Wallberger zusammen rief.
Hierauf erfolgte die Beitragsfestsetzung im Werte ordentl. Mitglieder 1 Ltr. Bier, außerordentl. Mitglieder 2 Ltr. Bier. Vorstand Buchberger schloß die Versammlung mit dem Dank an die Wiener Wallberger.

Ausschuss-Sitzung am 21. Juni 1923
fand im Vereinslokal Seerose die erste Ausschußsitzung statt. Die Wiener Wallberger hatten dem "absterbenden" Stammverein kräftig unter die Arme gegriffen und den Betrag von einer Million österreichischer Kronen als freiwillige Unterstützung gespendet, der hauptsächlich für eine Christbaumbescherung armer Kinder von Mitgliedern verwendet werden sollte. Es wurde beschlossen, die Kronen umzuwechseln und Waren für Weihnachten einzukaufen. Als 2. punkt wurde die Julimonatszusammenkunft auf Sonntag 8. Juli 1923 im Gasthof Kalkofen festgelegt. Anwesend sind 8 Ausschußmitglieder und 2 Mitglieder der Vorstandschaft der Wiener Wallberger.
Hierauf fand sich eine ansehnliche Zahl Wallberger und Wallbergerinnen zusammen um Herrn Schubert, den Kassier der Wallberger Wiens zu verabschieden. Bei eifrigen Schuhplattlern herrschte bald eine vorzügliche Stimmung, wofür nicht zuletzt auch Herr Schubert durch Stiftung von 50 Ltr. Bier schuldig gesprochen werden mußte. Auch unter den anwesenden Sommergästen hatten sich einige Freunde bereit gefunden, den Abend durch Vorträge zu verschönern. Zum Schluß sprach Vorstand Buchberger im Namen des Vereins den Dank Herrn Schubert und allen Wiener Wallbergern aus und guten Mutes mit der Hoffnung im Herzen "jetzt gehts wieder" konnten sich die Wallberger. Besonders einer soll auf dem Heimweg besonders gelacht haben, sein Geldkatzl war wieder in Friedensstand gebracht worden.

Monatsversammlung in Kalkofen
Am 8. Juli 1923 fand bei sehr schönem Wetter die erste Monatsversammlung im Kalkofen statt. Durchwegs herrschte gute Stimmung, die immer am zahlreichsten Abwinkler Wallberger waren wie schon oft, auch diesmal die Tapfersten; der Tanzmeister ließ in 5 Gruppen tanzen.

Ausschuss-Sitzung
Am 9. August 1923 abends fand im Vereinslokal Seerose die 2te Ausschußsitzung statt. Zweck Festlegung des Vereines für das August Wallbergerfest. Als Tag wird der 15. August festgelegt. Neben Schuhplattlertänzen sollen zur Abwechslung auch einige Volksbelustigungen stattfinden. Ferner wurde erwogen, die erforderlichen Preise möglichst durch freiwillige Spenden aufzutreiben um die Vereinskasse zu schonen. Tatsächlich beteiligten sich auch an der Stiftung besonders einige Vorstandsmitglieder sehr eifrig. Vom Aufstellen einer zweiten Tanzbühne wurde Abstand genommen, die Gründe hierfür waren die hohen Gebühren für die Tanzerlaubnis.
Anschließend an diese Punkte wurden die Herren Rauchenecker Ludwig und Greif Alex als Kassenrevisoren abgestellt.

3. Ausschuss-Sitzung
Am Samstag den 1. Dezember 1923 fand in der Wohnung des 1. Vorstandes Buchberger die 3te Ausschußsitzung statt. Anwesend sind 7 Ausschußmitglieder
Besprochen wurde die Abhaltung der Christbaumfeier, die durch die Gaben der Wiener Wallberger besonders schön zu werden versprach; außerdem wurde angeregt, um die zollfreie Einführung der Wiener Liebesgaben sofort nachzusuchen.

4. Ausschuss-Sitzungam Samstag den 22. Dezember 1923
fand die 4te Ausschußsitzung im Vereinslokal Seerose statt. Anwesend sind 9 Ausschußmitglieder, die Christbaumfeier mit Bescherung wird auf den 26. Dezember Stefanitag im Gasthaus Überfahrt festgelegt, die notwendigen Vorarbeiten vom 1. Vorstand verteilt. Den musikalischen Teil übernimmt in dankbarer Weise der Chorverein Egern. Ferner wird beschlossen nach nach der Feier den Christbaum zu versteigern, den Ertrag zur Bestreitung der notwendigen Auslagen zu verwenden, um dadurch die Vereinskasse zu entlasten.

Weihnachtstag 1924 Christbescherung armer Kinder durch die Wiener Wallberger (richtig 1923)Daß sich echte Freundschaft und treuer Opfersinn gerade in Zeiten schwerster Not am schönsten bewähren, zeigte sich wieder in herzerfreuender Weise bei der am 2. Weihnachtsfeiertag im Überfahrtssaale in Egern abgehaltener Christbescherung der Wallberger, denn was hier Dank edler Hilfsbereitschaft und unermüdlicher Hingabe der Wiener Wallberger unterstützt durch den Trachtenverein D´Goaserer geleistet wurde, übertraf alle Erwartungen.
Schon seit Wochen hatten diese in rastlosem Eifer und mit großen persönlichen Opfern, Gaben und Geldgeschenken gesammelt, um unsern armen Kindern, sowie alten und kränklichen Leuten eine Weihnachtsfreude bereiten zu können. Als sich unter den Klängen der lieben alten Weise, "Stille Nacht, heilige Nacht" der Vorhang der Bühne öffnete, strahlte von einem mächtigen reich geschmückten Christbaum das milde Licht der Weihnachtskerzen in den dichtgefüllten Saal. Auf langen Tischen waren Berge von Weihnachtsgeschenken aufgetürmt: Stoffe, mit denen mehr als 30 (dreißig) Kinder vollständig bekleidet werden, Lebkuchen und andere Süßigkeiten und eine Menge von allen möglichen Spielsachen für die Kleinen, welche ein Vereinsmitglied der Wallberger, Herr Ringelholz von der Firma Schleyer und Co. Spielwarenfabrik Nürnberg spendete, sowie reiche Lebensmittelpakete für Erwachsene, die auch zu aller Freude besonders von einheimischen Geschäftsleuten gegeben wurden.
Nach einem vom Chorverein Egern, der sich bereitwilligst in den Dienst der guten Sache stellte, in bekannt guter Weise vorgetragenem Musikstück, sprach der Vorstand der Wallberger Herr Buchberger, herzliche Begrüßungsworte an die Gäste, namentlich an die erschienenen Vertreter der Wiener Wallberger und Goaserer. Als äußeres Zeichen des Dankes überreichte er dem 1. Vorsitzenden der Wiener Wallberger, Herrn Prakesch, dessen Initiative die ganze Veranstaltung überhaupt zu danken war, die Ehrenmitgliedurkunde des Stammvereins. Nun brachten zwei Kinder einen von Herrn Schulrat Sailer - Egern in oberbayr. Mundart verfaßten Willkommensgruß an die Wiener zur Vortrag der sehr nett und beifällig aufgenommen wurde. In herzlichen Worten dankte Herr Prakesch für die ihm zugedachte Ehrung, versicherte dem Verein die tatkräftige Unterstützung durch die Wiener Wallberger und wünschte ihm Hebung und Förderung und treues Festhalten an seinen bewährten alten Grundsätzen und Zielen.
Die nun folgende Verteilung der Gaben brachte Leben in die erwartungsvolle Kinderschar. In langen Reihen nahten sie sich den freundlichen Spendern und reich beladen kehrten sie mit strahlenden Augen, aus deren Glück und Freude lachten, an ihre Plätze zurück. Manch herzliches Vergelts Gott, manch warmer Händedruck und manch dankbarer Blick aus gerührten Mutteraugen zeigte unsern Wienern, welch stilles Glück sie mit an den Tegernsee brachten. Daher war auch die kraftvolle Ansprache des Herrn Bürgermeisters Bachmair und die warmherzigen Dankesworte des H. Herrn Prälat Haindl allen Anwesenden aus der Seele gesprochen.
Die sich anschließende Christbaumversteigerung, durchgeführt von unserem unübertrefflichen Michl Stoib sen., erzielte nicht nur reiche Heiterkeit, sondern auch eine ansehnliche Einnahme für die Vereinskasse, erreichte doch der Gipfeltrieb allein einen Preis von 75 Goldmark (75 Billionen Mark).
So wurde durch die Opferwilligkeit unseren Wiener Bundesbrüdern und durch das einträchtige Zusammenwirken aller Beteiligten in diesen traurigsten Tagen unseres Volkes viel Weihnachtsglück und Weihnachtsfreude gestiftet, denn
"Wenn so sich füget Hand in Hand
und Bruderliebe sorgt und wacht
dann senkt in stiller Winternacht
sich Weihnachtsfrieden auf das Land".

Schriftführer: Höß Peter Ellmau


1924
  
Prost Neujahr 1924
"S´Geld langt ned, drum müßn ma heua Neujahrskart´n numoi ausfoin lassn, sagt da Gidi ". Aber nächstesmal, wirds wieder anders werden, und die seit alther beliebten Neujahrskarten werden wieder durch die Welt zu den Mitgliedern wandern und zeigen daß die Wallberger wieder lebendig werden.

Außerordentliche Generalversammlung am Sonntag den 27. Februar 1924
abends 8 Uhrfand zwecks Abhaltung des diesjährigen Wallbergerballs eine außerordentliche Generalversammlung statt. Herr 1. Vorstand Buchberger Peter eröffnete dieselbe, begrüßte die anwesenden Wallberger und dankte für ihr Erscheinen, ganz besonders der Egerner Musikkapelle die 11 Mann stark den Abend unentgeltlich verschönerte. hierauf erläuterte er den wichtigsten Punkt der Tagesordnung, die Abhaltung eines Balles, und stellte sich nach Abgabe des Kostenpunktes auf den freudigen Standpunkt, daß der Wallbergerball nun endlich wieder aufleben muß. Auch die anwesenden Mitglieder teilten diese Ansicht, durch geschlossene Abstimmung für die Abhaltung des Balles.

Zusammenkunft der 4 Trachtenvereine des Tegernsee´r Tale´s.
Am Sonntag den 30. März 1924 versammelten sich die Hirschbergler, Neureuther. Leonhardstoana und Wallberger im Gasthof Schwaighof, wozu neben den Vorstandschaften genannter Vereine auch Herr Stumpf Gauvorstand erschienen war, zwecks Stellungsnahme zu den geäußerten Wünschen des hiesigen Verschönerungs-Vereins! Es wurde beschlossen auch heuer wieder die üblichen und altherkömmlichen Monatsversammlungen mit Tanz abzuhalten um den anwesenden Sommergästen etwas echtes und ländliches zu bieten, anderseits wurde eine Beteiligung an sogenannten "alpinen Bauernbällen" und dergl. ganz entschieden abgelehnt, da sich die Art der bisherigen Ausführungen mit den Grundsätzen und Zielen der Trachtenvereine nicht verträgt. Von den Mitgliedern wird erwartet, daß auch sie den Grundsätzen treu bleiben, und sich nicht dazu hergeben, sei einzeln oder in Plattlergruppen bei derartigen Veranstaltungen mitzuwirken. Auch über die Errichtung eines Strandbades wurde lebhaft kritisiert. Mit dem Wunsche, daß auch fernerhin die Vorstandschaften fest zusammenhalten möchten, schloß Herr Jos. Bachmair, 1. Vorstand des Brudervereins D´Hirschbergler die gut verlaufene Versammlung.

31. Generalversammlung
Am 29. Mai 1924 (Christ Himmelfahrtstag) hielten die Wallberger im Stammlokal zur Seerose ihre 31. Generalversammlung. Zahlreich waren zur allgemeinen Freude besonders der Vorstandschaft die Mitglieder erschienen und zählten über siebzig Mann. Die Musikkapelle Maier (Guggn Sepp) hatte aus freien Stücken eine Konzertmusik aufgetischt, so daß bald die gemütliche Wallbergerstimmung Platz griff. Der 1. Vorstand Peter Buchberger eröffnete die Versammlung und gedachte der im Vereinsjahr verstorbenen drei Mitglieder; der folgende Jahres- und Kassenbericht fiel zur Zufriedenheit aus, besonders der letzte durch die tüchtige Arbeit des II. Kassiers Xaver Schätz. Da von den beiden Ausschußmitgliedern Lorenz Trisberger, II. Vorstand und Karl Schwarz dringende briefliche Abdankungen vorlagen, erhielt die Wahl eine Änderung wie folgt:
Buchberger Peter Hagrain 1. Vorstand
Kandlinger Korb. Brandstatt 2. Vorstand
Hatzl Ägidius Hagrain 1. Kassier
Schätz Xaver Rottach 2. Kassier
Höß Peter Ellmau 1. Schriftführer
Hagn Johann Kalkofen 2. Schriftführer
Baumgartner Ludwig sen. Zeugwart
Jennerwein Johann Rottach Fahnenjunker
Hagn Georg (Pfleger Hansirgl) Tanzmeister
Beisitzer: Kienast Quirin sen. Rottach, Haltmaier Hans Tegernsee, Adlbert Simon Hagrain, Strohschneider Josef Oberach, Ringshofer Leonhard, Graßl Josef Abwinkl, Sanktjohanser Leonhard Kreuth.
In folgenden Punkt der Tagesordnung Wünsche und Anträge wurde der Beitrag nach dem Friedensstand festgesetzt, und zwar ordentliche Mitglieder Pr. Jahr 1 Mark Beitrag, außerordentliche Mitglieder Mindestbeitrag 3 Mark; Aufnahmegebühr 1 Mark
Anläßlich des 30 jährigen Gründungsfestes des Zweigvereins in Wien meldeten sich zum Besuch nach Wien 30 Mitglieder, Anmeldung innerhalb 14 Tagen nach der General-Versammlung nimmt der 1. Vorstand entgegen, zufrieden verlaufen, schloß der 1. Vorstand Buchberger die Versammlung abends 1/2 8 Uhr.

1. Monats-Versammlung
Am Sonntag den 29. Juni (Peter und Paul) machten die Wallberger einen Ausflug zum Lieberhof am Tegernseer Berg, zur Erneuerung der guten alten Beziehungen zur Tegernseer Zech und hielten dort die 1. Monatsversammlung mit Tanz ab. Die Wallberger hatten aber mit diesem Besuch leider sehr wenig Anklang gefunden, denn außer einigen älteren, vereinstreuen Tegernseerbergler, waren nur wenig Mitglieder aus der Umgebung erschienen.

Blumen-Korso-Fahrt am 20. Juni zu Ehren der Sommergäste
Auch bei dieser Veranstaltung, von herrlichem Sommerwetter begünstigt, beteiligten sich die Wallberger beim Festzug mit einem, von 4 Pferden bespannten Daxwagen und einem Vorreiter, ebenso auch am Abend beim Lampions- und Fackelzug. Hierauf versammelten sich die Wallberger auf Anordnung der Festleitung im Gasthof zur Überfahrt und führten dort echte national- und Heimattänze auf, um den verehrten Sommergästen etwas ländliches zu bieten.

2. Monatsversammlung
Nachdem am Sonntag den 6. Juli mittags der Himmel seine Schleußen geschlossen hatte, zogen die Wallberger am Nachmittag zum Gasthof zur Tuftenmühle, um die Julimonatsversammlung abzuhalten. Die Zechen Oberwinkel, Hagrain und Oberach waren sehr zahlreich vertreten und so zeigte sich bald auf der Bühne ein lustiges Treiben. Schneidige Schuhplattler mit Tanz verursachten trotz kühler Witterung einen großen Durst, so daß gar mancher Wallberger die geheime Kraft des edlen Gerstensaftes, unfreiwillig kennen lernen mußte.

Ausschuss-.Sitzung am 2. August Gasthaus Kalkofen (9 Ausschußmitglieder anwesend)
1. Punkt: Wallbergerfest: das Wallbergerfest wird auf Sonntag den 10. August festgesetzt und zwar wieder in Enterrottach.
2. Punkt: Ausbesserung des Wallbergkreuzes: Nach Bekanntgabe des Schadens von Seiten des Vorstandes, der am Wallbergkreuze, dem schönen Wahrzeichen unseres Vereins, teils wegen Sturmwind, größtenteils aber wegen mutwilligem Umherklettern auf den Drahtseilen unverständiger Touristen angerichtet wurde, fand der Beschluß, die Ausbesserungsarbeiten, sobald als möglich zu beginnen, einstimmige Annahme. Da aber der Fond von 500 Mark zur Erhaltung des Wallbergkreuzes von der Inflation hinweggerafft wurde, so müssen die Kosten hiezu von der Vereinskasse bestritten werden. Um aber dieselbe soviel als möglich zu schonen, sind die Mitglieder zu ersuchen, den Transport von Material vom Wallberg bis zum Kreuze kostenlos zu übernehmen.
3. Punkt: Innere Vereinsangelegenheiten: Bezugnehmend auf § 6 der Statuten und nach dem Übereinkommen mit den übrigen Trachtenvereinen des Tegernseer Tales vom 30. März 1924 wurden die nachstehenden Herren, Pichler Karl jun., Pichler Max und Wöß Xaver jun. in Weißach wegen Schädigung des Vereins vom Verein ausgeschlossen. Berufung wird ihnen gewährt.

1. außerordentliche Generalversammlung
Am Sonntag, den 14. September fanden sich die Wallberger im Gasthof zur Seerose ein, um über die Fahrt nach Wien, die nötigen Vorbereitungen zu besprechen. nachdem die Versammlung eröffnet und die Wallberger von der Einladung mit Festprogramm unseres Zweigvereins in Wien zu ihrem 30 jährigen Stiftungsfest, Kenntnis genommen hatten, gab Herr Vorstand Buchberger die voraussichtliche Höhe der Fahrt- und Verpflegungskosten bekannt. Hierauf erteilte Herr Bürgermeister Bachmair, über die gesetzlichen Vorschriften zum Grenzverkehr mit dem Auslande bereitwilligst Auskunft. Die bestehenden Paßvorschriften, namentlich in finanzieller Hinsicht, riefen aber bei den reiselustigen Mitgliedern große Enttäuschung hervor, so daß sich Mancher wehmutsvoll äußerte: "Teifi, boi di Sach a so is, na muaß i dahoam bleim, da langt ma da Droth nit!"
Weiterer Punkt: Innere Vereinsangelegenheiten.
Herr Karl Pichler sen. in Weißach, legte wegen Ausschließung seiner Söhne aus dem Verein Berufung ein und zwar mit Erfolg; denn die Versammlung stimmte geschlossen für die Wiederaufnahme der Herren Pichler Karl jun. Pichler Max und Wöß Xaver in Weißach. Die anwesenden Mitglieder stellten sich nämlich auf den Standpunkt, daß das Besuchen von Tanzabenden während der Saison nicht Vereinsschädigend sei und deshalb die Wallberger in diesem Punkte an die Vereinbarungen mit den übrigen Trachtenvereinen nicht halten können. Somit war der bedauerliche Vorfall wieder friedlich erledigt und Herr Vorstand Buchberger schloß hierauf die Versammlung.

2. außerordentliche Generalversammlung
Am Sonntag den 30. November abends 7 Uhr fand im Gasthof zur Seerose eine außerordentliche Generalversammlung statt.; mit folgender Tagesordnung:
1. Aufnahme neuer Mitglieder
2. Neuwahl des 1. Vorstandes
3. Wünsche und Anträge
In öffentlicher Versammlung, ausgesprochenen Beleidigungen, über unsern lieben Vorstand, Herrn Buchberger, hervorgerufen durch ein Versäumnis des letzteren gegenüber dem Teilnehmer an der Wiener Reise, veranlaßten Herrn Buchberger den Wallbergern seinen Rücktritt als 1. Vorstand zu erklären. Nachdem aber betreffende Herren ihre beleidigenden Äußerungen mit Bedauern zurück genommen hatten, wurde in der Versammlung der Wunsch laut, Vorgefallenes wieder zu vergessen und unsern bisherigen, geschätzten Vorstand durch Wiederwahl auch weiterhin das große Vertrauen entgegen zu bringen. Herr Buchberger blieb jedoch bei seinem Entschluß, und so mußte zur Neuwahl geschritten werden, die aber nach ziemlich langer Dauer vollständig ergebnislos verlief. Schöne, eindrucksvolle Worte unseres lb. Mitgliedes Herrn Felix Bachmair, Bürgermeister, gesprochen im Namen der versammelten Wallberger hatten guten Erfolg, denn Herr Buchberger wurde hierauf wieder einstimmig zum Vorstand gewählt. Nachdem unser werter Kassier, Herr Schätz Xaver seinen besonderen Wunsch ausgesprochen hatte, nämlich baldige Einzahlung der Jahresbeiträge, fand die friedlich verlaufene Versammlung ihren Abschluß.

2. Ausschuss-Sitzung am 9. Dezember im Vereinslokal, 9 Ausschußmitglieder anwesend; betreffs:
Besprechung über Versendung von Neujahrskarten an außerordentliche Mitglieder. Es wurde beschlossen, zum Jahreswechsel, wieder wie früher üblich mittels Neujahrskarten alle außerordentlichen Mitglieder zu beglückwünschen und zwecks Einbringung der Jahresbeiträge, gleich die Zahlkarten beizulegen.

Schriftführer: Höß Peter Ellmau

 


1925
  
3. Ausschuss-Sitzungam Sonntag den 8. Februar vormittags 10 Uhr im Vereinslokal; 10 Ausschußmitglieder anwesend.
Beschlußfassung über Abhaltung des diesjährigen Wallbergerballes. Der Eintritt wird für Mannsleut auf 1,50 Mark, für Weiberleut auf 1 Mark ohne Ballzeichen und Lustbarkeitssteuer festgesetzt. Da es der Kassenbestand erlaubt, werden auch wieder an die Mitglieder Einladungskarten mit einem hübschen Gedicht versandt, gedichtet von unserem lieben Ehrenmitglied Herrn Brandl aus München.
 
4. Ausschuss-Sitzungam Samstag den 2. Mai 1925 im Vereinslokal; 10 Ausschußmitglieder anwesend.
Kenntnisnahme der Einladungen des Liederkranzes Tegernsee zum 80 jährigen Stiftungsfest, sowie der kgl. privilegierten Feuerschützen-Gesellschaft Tegernsee zum Festzug beim 3. oberbayr. Bundesschießen. Außerdem wurde eine Änderung bzw. Ergänzung der bestehenden Vereinssatzungen vorgenommen und sollen dann dieselben bei der Gesamtversammlung den Mitgliedern unterbreitet werden. Ferner wurde beschlossen, daß in Zukunft wieder alle Mitglieder Vereinsstatuten erhalten sollen.

Auf frdl. Einladung des Liederkranz Tegernsee zum 80 jährigen Stiftungsfest mit Standartenweihe am Sonntag den 10. Mai, wurde der Verein mit einer Fahnenabordnung vertreten. Ebenso beteiligten sich die Wallberger und Wallbergerinnen in echter Tracht am nächsten Sonntag den 17. Mai 1925 sehr zahlreich beim historischen Schützenzug anläßlich des oberbayr. Bundesschießen am Tegernsee.

Schluß des Vereinsjahres am 20. Mai 1925
Verstorbene Mitglieder: Wimmer Joh. Rottach; Hatzl Egid I. Kassier; Höfele Ludwig Tegernsee; Hollaus Joh. Sankt Quirin; Reiser Max Sankt Quirin; Haltmair Hans Tegernsee.
Mitgliederstand:
Ehrenmitglieder: 17
ordl. Mitglieder: 373
außerordl. Mitglieder: 122
Gesamtmietgliederstand 510
Höß Peter I. Schriftführer

Generalversammlung
Am Himmelfahrtstage, den 21. Mai 1925 hielten die Wallberger im Gasthof Seerose ihre 32. ordl. Generalversammlung ab. I. Vorstand Buchberger eröffnete die Versammlung, begrüßte die Erschienenen, gedachte der Gefallenen, sowie der im letzten Vereinsjahr verstorbenen Mitglieder, worauf sich die Anwesenden zum Zeichen der Pietät von den Sitzen erhoben. Anschließend fand Aufnahme neuer Mitglieder statt und der vorgetragene Jahres- Kassenbericht wurde gutgeheißen. Nachdem der bisherige Vorstand eine Wiederwahl strikt ablehnte und I. Kassier Egid Hatzl durch den Tod aus unserer Mitte gerissen wurde, ergab die Neuwahl folgendes Resultat:
I. Vorstand Vogl Simon, Rottach
II. Vorstand Kandlinger Korbinian, Brandstatt
I. Kassier Schätz Xaver, Rottach
II. Kassier Höß Georg, Hagrain
I. Schriftführer Höß Peter jun., Elmau
II. Schriftführer Hagn Joh., Kalkofen
Zeugwart Baumgartner Ludwig, Rottach
Fahnenjunker Jennerwein Johann, Rottach
Beisitzer: Kienast Quirin, Rottach; Adlbert Simon, Hagrain; Ringshofer Leonhard, Wolfsgrub; Strohschneider Josef, Oberach; Boschenrieder Jakob, Tegernsee; Graßl Josef, Abwinkl; Sanktjohanser Leonhard, Kreuth;
Tanzmeister: Hagn Georg, Rottach.
Auf Antrag des I. Kassiers und Zeugwarts, wurden für Kassa und Inventar die Herren Reifenstuel Franz Egern und Betz Hans, Hagrain als Revisoren aufgestellt. Anschließend dankte Her Betz Johann im Namen der Mitglieder, ihrem alten Vorstand Buchberger für seine Mühewaltung gegenüber dem Verein und fand hierauf die Versammlung ihr Ende.

1. Ausschuss-Sitzung
Dienstag den 9. Juni im Vereinslokal. 10 Ausschußmitglieder sind anwesend.
Vorstand Vogl gibt die Einladung des Corps Vitruvia an dieWallberger zu ihrem 62. Stiftungsfest bekannt. Beschlossen wurde auch die Abhaltung einer Junimonatsversammlung und zwar im Gasthof zur Post in Rottach. Dieselbe wurde aber aus verschiedenen Gründen wieder abgesagt.

2. Ausschußsitzungden 26. Juni 1925 im Vereinslokal (anwesend sind 11 Ausschußmitglieder)
Das Ansuchen der Theaterdirektion Schabl-Schenk, zwecks photographischer Augnahmen von Schuhplattlertänzen, wozu 15 Wallbergerpaare benötigt gewesen wären wurde abgelehnt. Die Julimonatsversammlung, soll bei Pfatischer (Gasthof Hahn) stattfinden. Die Materialbeschaffung, sowie der Transport desselben zur Ausbesserung des Wallbergkreuzes wurde eingehend besprochen und wurden die Arbeiten Herrn Hans Betz übertragen.

Monatszusammenkunft
Bei etwas zweifelhaftem Wetter hielten die Wallberger am Sonntag den 12. Juli 1925 im Gasthof zum Hahn ihre Monatsversammlung ab. Der Besuch von Seiten der Mitglieder war ein guter zu nennen und die Tanzlust sehr rege. Der schöne, sonst so Schattenspendende Garten des Herrn Pfatischer bildete auch für vorübergehende Strichregen einen vorzüglichen Schutz, so daß St. Petrus die Wallberger diesmal nicht besonders tratzen konnte. Hervorgehoben sei auch an dieser Stelle das Wiederaufleben der Rottacher Zeche, hauptsächlich junge Turner; hoffentlich sei dies ein Ansporn für die den Zechen noch immer ferne stehenden Mitglieder zum Wohle und Gedeihen des Vereins.

3. Ausschußsitzung
Montag den 27. Juni 1925 im Vereinslokal. 10 Ausschußmitglieder sind anwesend.
Es wurde beschlossen die Monatsversammlung im August, wie altherkömmlich in Enterrottach abzuhalten. Neben Aufführungen und Schuhplattlertänzen sollen auch wieder einige Volksbelustigungen stattfinden. Gegen Abhaltung eines Preisrankelns wurden Bedenken geäußert und somit abgelehnt. Denjenigen Zechen, die mit Daxwägen erscheinen werden zur Deckung der Unkosten von der Vereinskasse je 10 Mark zugebilligt.

4. Ausschußsitzung
Sonntag den 30. August 1925 nachmittags 3 Uhr im Vereinslokal. Betreffs: Abrechnung vom Wallbergerfest. Der genaue übersichtliche Bericht des I. Kassiers Herrn Schätz wird gutgeheißen, sowie noch einige Vereinsangelegenheiten besprochen. Als Monatsversammlung im September wurde ein Ausflug zur Bergwirtschaft am Riederstein beschlossen.

2. Monatszusammenkunft
Infolge Regenwetters konnte der geplante Ausflug am 6. September zum Galaun am Riederstein nicht stattfinden, und wurde deshalb die Versammlung auf nächsten Sonntag den 13. September verlegt. Der Ausflug zu der so reizend gelegenen Bergwirtschaft an sich war sehr schön, die Teilnahme der Mitglieder aber leider ziemlich schwach; erst gegen Abend als es Zeit zum Heimgehen wurde, hob sich die Stimmung.

5. Ausschußsitzung
Mittwoch den 25. November 1925 im Vereinslokal
Betreff: Beschlußfassung über Versendung von Neujahrskarten. Eine Skizze von unserem lb. Ehrenmitgliede Herrn Hugo Brandl aus München über die Ausfertigung derselben wird einstimmig begutachtet und der Mühlauische Kunstverlag zur Herstellung beauftragt. Außerdem wurde beschlossen, daß alle diejenigen Wallberger, die schon 25 Jahre und länger ununterbrochen Mitglieder sind, durch einen Ehrenurkunde geehrt werden. Anwesend waren 12 Ausschußmitglieder.

Schriftführer: Höß Peter Ellmau


1926

Anläßlich zum Jahreswechsel wurden wieder an alle außerordentliche Mitglieder Neujahrsglückwünsche verschickt.

Außerordentliche Generalversammlung
Die schlechte Wirtschaftslage und anhaltende Arbeitslosigkeit veranlaßte die Vorstandschaft, es den Mitgliedern zu überlassen, sich für oder gegen die Abhaltung des Balles auszusprechen und berief zu diesem Zwecke am Sonntag den 10. Januar nachmittags im Gasthof Seerose eine Generalversammlung ein. Der Besuch war leider ziemlich mangelhaft, die Anwesenden stimmten jedoch geschlossen für den Ball. Nachdem weitere Anträge nicht laut wurden, schloß Herr Vorstand Vogl die ruhig verlaufene Versammlung.

6. Ausschußsitzung
Mittwoch den 3. Februar im Vereinslokal; die Ausschußmitglieder waren fast vollzählig erschienen. Die bevorstehende Fastnachtsunterhaltung, Ballzeichen, Saaldekoration und versch. wurde eingehend besprochen. Die Musik wurde unserer einheimischen Musikkapelle (Jos. Maier) übertragen. Die Mitglieder erhalten eine kunstvoll ausgeführte Einladungskarte.

Auf erfolgte Einladung von Land Bayern und Reich, Ortsgruppe Tegernsee, anläßlich zur Übergabe der Einwohnerwehrfahne vor der Schloßkirche, am Sonntag den 18. April 1926 vorm. 10 Uhr beteiligte sich der Verein mit einer Fahnendeportation an der Feier.

Schluß des Vereinsjahres 12. Mai 1926
Verstorbene Mitglieder: Enterrottacher Alois, Kalkofen; Feldigl, Lehrer Tegernsee; Sareitet Joseph Holzmeister Rottach; Kirschbauer Wolfgang Rottach.
Mitgliederstand: Ehrenmitglieder - 21; ordl. Mitglieder - 450; außerordl. Mitglieder - 135; Gesamtmitgliederzahl - 606.
Höß Peter I. Schriftführer

General-Versammlung
Am Himmelfahrtstage, den 13. Mai 1926, fand im Gasthof zur Seerose die 33. ordentliche Generalversammlung der Wallberger statt. Herr vorstand Vogl eröffnete die Versammlung, dankte den Mitgliedern für ihr zahlreiches Erscheinen und gedachte der im letzten Vereinsjahre verstorbenen Mitgliedern, deren Andenken von den Anwesenden durch Erheben von den Sitzen geehrt wurden. Anschließend wurde der Jahres- und Kassabericht verlesen, der zur allgemeinen Zufriedenheit ausfiel. Nachdem Herr Vorstand Vogl eine Wiederwahl entschieden ablehnte, mußte zur Neuwahl geschritten werden, die folgendes Resultat ergab:
1. Vorstand Schiffmann Peter Schwaighof; 2. Vorstand Kandlinger Korbinian jun. Brandstatt; 1. Kassier Schätz Xaver Rottach; 2. Kassier Höß Georg Hagrain; 1. Schriftführer Höß Peter jun. Elmau; 2. Schriftführer Hagn Johann Kalkofen; Fahnenjunker Jennerwein Johann Rottach; Zeugwart Baumgartner Ludwig Rottach;
Beisitzer: Kienast Quirin sen. Rottach; Adlbert Simon Hagrain; Ringshofer Leonhard Wolfsgrub; Strohschneider Josef Oberach; Poschenrieder Jakob Tegernsee; Graßl Joseph Abwinkl; Sanktjohanser Leonhard Kreuth;
Tanzmeister Hagn Georg Rottach.
Als Kassarevisoren wurden wieder aufgestellt Betz Hans Hagrain und Reiffenstuel Franz Egern.
Nach Erledigung verschiedener Wünsche und Anträge schloß Herr Vorstand Vogl die Versammlung. Die Musikkapelle Maier (Guggn Sepp) welche sich in zuvorkommender Weise dem Verein zur Verfügung gestellt hatte, erfreute die Anwesenden durch äußerst gediegene Musikvorträge, so daß die Wallberger noch lange gemütlich beisammen blieben.

1. Ausschußsitzung, Sonntag den 5. Juni 1926 im Vereinslokal
Anwesend sind fast sämtliche Ausschußmitglieder. Herr Vorstand Schiffmann gab die Einladung des Corps Vitruvia zu ihrem 63. Stiftungsfest bekannt und ersuchte den Gesamtausschuß, sich bei Ankunft der Studenten zum Empfang am Bahnhof einzufinden. Aus Anlaß dieses Festes wurde beschlossen, die sonst übliche Monatsversammlung fallen zu lassen. Die Anregung des Herrn Poschenrieder Jakob, die alten Walzer und Ländler wieder in Ehren zu bringen und bei geeigneter Zeit zu diesem Zweck Musik und Plattlerproben abzuhalten, wurde einstimmig befürwortet.

Monats-Zusammenkunft
Sonntag den 4. Juli 1926 versammelten sich die Vereinsmitglieder im Gasthof Seerose. Trotz strömenden Regen kamen die Burschen und Madln sehr zahlreich herbei und machten sich im Speisesaal und Gartenveranda unseres Herbergsvaters bequem. Flotte Musik der Kapelle Poschenrieder brachte Schnell Leben unter das tanzlustige junge Volk und zünftig und fidel flossen die Stunden dahin. Die mit so großem Eifer tags zuvor errichtete Tanzbühne wurde freilich für diesmal vollständig gemieden.

Der freundlichen Einladung unseres geschätzten Brudervereins D´Hirschbergler zum Gaufest in Reitrain des Oberländer Bauverbandes folgend, waren die Wallberger am Festabend, sowie am folgenden Tage abends beim Ball zahlreich vertreten.
Ebenso am nächsten Sonntag den 18. Juli beim Waldfest des Ski Clubs Rottach-Egern zu dem der Verein eingeladen war hatten sich die Wallberger in großer Zahl eingefunden.

  
2te Ausschußsitzung, Dienstag den 13. Juli 1926 im Vereinslokal
Herr Vorstand Schiffmann gibt ein Schreiben der Wiener Wallberger bekannt, worin dieselben ihr Kommen auf das diesjährige Fest in Enterrottach in Aussicht stellen. In Anbetracht dessen und aus Dankbarkeit unseren lieben Wienern gegenüber wird beschlossen, das Fest in größerem Stile zu veranstalten. Als Termin wurde der 8.August erwählt.

3te Ausschußsitzung, Donnerstag den 22. Juli 1926 im Gasthof Seerose.
Betreff: Besprechung über Vorbereitungen zum Wallbergerfest.
Die Arbeiten zum Festplatz in Enterrottach werden auf die Vereinskasse übernommen, während die Errichtung von Daxwägen die verschiedenen Zechen zu bewerkstelligen haben. Als Fest- und Unterhaltungsspiele wurden Stelzenlaufen, Lanzenstechen, Fischstechen und Kegelscheiben angesetzt. Ferner wird von der Zimmerstutzen-Gesellschaft Wallberg- Oberwinkel ein Schießstand errichtet. Anwesend waren 13 Ausschußmitglieder.

5. Ausschuss-Sitzung, Donnerstag den 16. September 1926 auf der Weißachmühle10 Ausschußmitglieder sind anwesend.
Infolge der vorgeschrittenen Jahreszeit, wurde beschlossen, eine Monatsversammlung für September nicht mehr abzuhalten. Hierauf gibt Herr Vorstand Schiffmann ein schreiben vom Gemeinderat Wiessee bekannt, worin dieser unseren Verein "Die Wallberger" bittet, anläßlich der Einweihung ihrer neu erbauten Pfarrkirche, am Vorabend des Abbrennens von Bergfeuern auf dem Wallberg, Bodenschneid usw. zu bewerkstelligen. Dem Ersuchen wurde stattgegeben.

Schriftführer: Höß Peter Ellmau


1927
     
6. Ausschuss-Sitzung am Sonntag den 2ten Januar 1927 nachmittags im Gasthof Seerose.
Betreffs: Vorbereitungen zum kommenden Vereinsball. Die Beratung über Ballzeichen, Eintrittsgeld, Saaldekoration usw. fand schnell ihre Erledigung. Bei Bestellung der Musik jedoch waren einige Schwierigkeiten zu überwinden; aber durch beiderseitiges Entgegenkommen der Musikmeister Maier Rottach und Poschenrieder Tegernsee, die beide anwesend waren, konnte dieselbe Herrn Joseph Maier unter Mitwirkung der Kapelle Tegernsee in Auftrag gegeben werden und somit die Mitwirkung der hiesigen Musiker gewährleistet.

Montag den 24. Januar 1927 hielt unser I. Vorstand Herr Schiffmann seine Hochzeit ab, wozu ihm für seine Mühewaltung zum Wohle und Blühen des Vereins ein Geschenk in Gestalt einer Standuhr überreicht wurde.

7. Ausschuss-Sitzung am 28. April im Gasthof Seerose 1927
zwecks Besprechung über die bevorstehende Generalversammlung; 10 Ausschußmitglieder waren anwesend. Eine Einladung war vom bayr. Heimat- und Königsbund, zur Beteiligung am weißblauen Tag in Hausham, wird zugestimmt.

Bei ziemlich zweifelhafter Witterung begaben sich am Sonntag, den 22. Mai 1927, anläßlich des weißblauen Bayerntages mehrere Wallberger nach Hausham und nahmen dortselbst mit Fahne an den Feierlichkeiten teil.

Verstorbene Mitglieder des verflossenen Vereinsjahres.Horn Josef Kaufmann Tegernsee; Hatzl Anton Hausbesitzer Hagrain; Kienast Quirin Gründungs- und Ausschußmitglied Rottach; Gloggner Anton Bauer in Kreuth; Hagn Josef Gutfeld und Hans Aigner Rottach.
Zur Beerdigung jeder unserer lieben verstorbenen Kameraden beteiligte sich der Verein mit Fahne am Kirchgang und zum Zeichen ehrenden Andenkens wurde je ein Kranz am Grabe niedergelegt.
Mitgliederstand am Schluß des Vereinsjahres:
Ehrenmitglieder: 19; ordentliche Mitglieder: 465; außerordentliche Mitglieder: 126; Gesamtmitgliederstand 610
Höß Peter I. Schriftführer.

General-Versammlung
Am Himmelfahrtstage, den 26. Mai 1927 hielten die Wallberger im Gasthof zur Seerose ihre 34. ordl. Generalsversammlung ab. Die außerordentlich große zahl von 97 Mitgliedern konnte der Vorstand Herr Schiffmann eingangs begrüßen und nach ehrendem Gedenken der im letzten Vereinsjahr verstorbenen Mitglieder zur Tagesordnung übergehen. Nach verlesen des Jahres- und Kassaberichtes, der von den Anwesenden mit Befriedigung aufgenommen wurde, erfolgte die Aufnahme neuer Mitglieder. Herr Jakob Grieblinger sowohl wie Herr Bürgermeister Bachmair sprachen ihre Anerkennung und den Dank für das erfolgreiche Wirken des Vereins und der Vorstandschaft im besondern aus.
Die Neuwahl der Vorstandschaft, die auf ausdrücklichen Wunsch der Versammelten per Akklamation vorgenommen wurde ergab nur eine kleine Änderung. Als Tanzmeister wurde gewählt Herr Ringshofer Leonhard, Wolfsgrub und als neuen Beisitzer, die Herren Führmann Roman und Maier Joseph, als Kassarevisoren die Herren Reuther Georg und Gmelch Karl, Rottach.
Bezugnehmend auf die Anregungen von Seiten der Wiener Wallberger, zwecks Zusammenschluß der hiesigen Ortsvereine unter einem Hauptverein "Die Wallberger" führten bei Besprechung von Vereinsangelegenheiten zu einer lebhaften Diskussion. Eine Regelung in dem Sinne, wie es Herr Mayer aus Wien ansagte wurde von vornherein abgelehnt. Jedoch wurde von den anwesenden Vereinsvorständen ein regerer Zusammenschluß der betreffenden Vereine zum Wohle der Heimat, sowie zur Erhaltung des bodenständigen Charakters allgemein befürwortet. Nach Erledigung einzelner Besprechungen, dankte Herr Vorstand den vereinigten Musikern von Rottach und Tegernsee, welche den Wallbergern kostenlos durch flotte Musik den Abend verschönern, und schloß hierauf wohlbefriedigt die Versammlung.

Die erste Monatsversammlungwelche am Sonntag den 3. Juli 1927 im Gasthaus zur Weißachmühle abgehalten wurde, war von den Mitgliedern gut besucht.
Am Spätnachmittag kamen auch unsere Brudervereine D´Hirschbergler und D´Leonhardstoana vom Gaufest von Holzkirchen zurück und beteiligten sich beim Tanz; ein schönes Bild echter Kameradschaftlichkeit der Burschen und Madln des Tegernseer Tales.

1. Ausschuss-Sitzung
Zwecks Vorbesprechung zum Augustfest in Enterrottach hatten sich die Ausschußmitglieder am Mittwoch den 6. Juli im Vereinslokal eingefunden und konnten in ihrer Mitte unser liebes Ehrenmitglied und langjährigen Hausdichter Herrn Hugo Brandl, Gewerberat aus München begrüßen.
Ein Ersuchen des Ski-Clubs Rottach, um leihweise Überlassung der Tanzbühne zum Waldfest, wurde nur gegen eine Entschädigung von 20 Mark genehmigt, da durch öfteren Gebrauch derselben mit einer baldigen Neuanschaffung gerechnet werden muß.
Eine Einladung unseres Brudervereins D´Hirschbergler sowie das Ersuchen des hiesigen Verkehrsvereins zur Mitwirkung beim Seefest, veranlaßten Herrn Vorstand am Donnerstag den 21. Juli 1927

Eine 2te Ausschußsitzung einzuberufen. Der Mangel an großen Schiffen, stellte uns vor die Notwendigkeit, ein Floß zu beschaffen. Herr Vorstand Schiffmann regte an, denselben gleichauf eigene Faust zu errichten und nachdem unser Herbergsvater Herr Kefer auch einen Lagerplatz hierfür zur Verfügung stellte, wurde dies auch beschlossen.
Am folgenden Sonntag den 24. Juli am Heimat- und Gartenfest der Hirschbergler, stellte der Verein einen Gruppenwagen, das Wallberghaus darstellend, während sich die Wallberger mit Fahne dem Festzug durch Rottach-Egern anschlossen.
In der folgenden Woche war noch eine riesige Arbeit zu leisten, nämlich der Floßbau; aber wo ein Wille, da ist auch ein Weg, das bewahrheitete sich auch da wieder von Neuem. Herr Miller Tegernsee lieferte uns leihweise die erforderlichen Langbäume und Herr Mayr Weißach die Querbäume. Vereinstreue Zimmerleute stellten sich freiwillig in den Dienst der Sache und leisteten in den Feierabendstunden unter Mithilfe einiger Ausschußmitglieder diese nicht geringe Arbeit. Herr August Weilhammer schenkte uns noch einen herrlichen Hintergrund, wofür ihm und Allen die zur Herstellung des Floßes beigetragen haben, dank gebührt. Nun konnten sich die Wallberger am Samstag den 30. Juli 1927 bei der Seebeleuchtung schon sehen lassen mit ihrem Fahrzeug.
5 Wallbergerpaare in echter Tracht bezogen dasselbe und führten abwechselnd echte Schuhplattlertänze auf.

3. Ausschuss-Sitzung
Auf Antrag der Wiener Wallberger fand am folgenden Donnerstag den 18. ds. Monats im Vereinslokal eine Beratung zur Erledigung wichtiger Vereinsinteressen statt. Herr Kassier Schätz berichtete den Verlauf des Festes, dessen finanzielles Ergebnis mit Befriedigung aufgenommen wurde. Sodann ergriff Herr Bielz aus Wien das Wort und erläuterte in kurzen Umrissen, die schwierige Aufgabe die er sich als Vorstand der Wiener Wallberger gestellt hatte, nämlich die Erbauung eines Vereinshauses in Wien in oberbayrischer Bauart. Dasselbe soll außer Vereinszwecken ganz besonders den Mitgliedern des Stammvereins, die in früheren oder späteren Jahren die Stadt Wien einmal besuchen wollen, zugute kommen, indem dort alle Wallberger kostenlose Unterkunft finden können. Die erforderlichen Geldmittel sollen durch freiwillige Beiträge von Mitgliedern, Interessenten und Nachbar- und Brudervereinen aufgebracht werden und stellten deshalb die Wiener an den Stammverein die herzliche Bitte um weitgehende finanzielle Unterstützung. Die Abhaltung einer außerordentlichen Generalversammlung war wegen der kurzen Aufenthaltsdauer der Wiener nicht mehr möglich, so mußte der versammelte Ausschuß allein die etwas schwierige Angelegenheit durch führen und faßte schließlich mit Einvernehmen des Herrn Bürgermeister Bachmair folgenden Beschluß:
In Anbetracht des gemeinnützigen Zweckes und insbesondere zum Zeichen des Dankes, den wir unseren Wienern schulden für die große Hilfeleistung zu Weihnachten 1923, zeichnet die fast vollständig versammelte Vorstandschaft im Namen des Gesamtvereins die Summe von 1000 Mark, zahlbar in 5 Jahresraten zum Baufond der Wienervereinshütte. Hocherfreut über dieses Ergebnis, dankte Herr Bielz und versicherte, daß auch die Wallberger in Rottach-Egern, wenn sie sich einmal in der gleichen Lage befinden sollten, bei den Wienern eine offene Hans finden werden.

Am Sonntag den 11. Septemberbeteiligten sich die Wallberger mit Fahne bei der feierlichen Einweihung des Kriegerdenkmals in Tegernsee.

III. Monatszusammenkunft
Nachdem die sonst übliche Versammlung im September infolge anderweitiger Festlichkeiten nicht abgehalten werden konnte, so wurde dieselbe als Nachkirchweihfeier auf Samstag den 22. Oktober 1927 im Saale des Herrn Wurmser anberaumt. Die Burschen in der Kurzen und die Madln für diesmal in der Almtracht waren zahlreich erschienen und verbrachten den Abend gemütlich bei Tanz und Gesang.

IV: Ausschuss-Sitzung am Freitag den 25. November 1927 im Vereinslokal
Der versammelte Ausschuß erklärt sich mit den von Herrn Gewerberat Hugo Brandl in Vorschlag gebrachten Neujahrskarten einverstanden, die dem mageren Vereinssäckel entsprechend in vereinfachter Form ausgeführt werden sollen. Außerdem wurde beschlossen die Bedachung auf den Floßhölzern mit Dachpappe zu verbessern.

Schriftführer: Höß Peter Ellmau


 

1928

V. Ausschuss-Sitzungbetreffs: Vorbereitungen zum kommenden Vereinsball vereinigte die Vorstandschaft am Sonntag den 8. Januar nachmittags 3 Uhr im Gasthof Seerose. Die Musik wurde Herrn Joseph Maier übergeben. Ferner wurde beschlossen, die Einladungskarten in einfacher und schlichter Form ausfertigen zu lassen. Der Eintritt wird für Mannerleut auf 2 Mark, für Weiberleut auf 1 Mark inkl. Ballzeichen und Lustbarkeitssteuer festgesetzt.

VI. Ausschuss-Sitzung Sonntag den 26. März nachmittags 3 Uhr im Gasthof SeeroseHerr Kassier Schätz unterbreitete dem Gesamtausschuß eine genaue und ausführliche Abrechnung vom Vereinsball. Nach Bekanntgabe einer Einladung vom hiesigen Arb. Kranken Unterstützungsverein Egern zum 50 jährigen Gründungsfest von Seiten des I. Vorstandes, wurde beschlossen den neuerlichen Schaden am Wallbergkreuz, das ein heftiger Sturmwind ganz bedenklich auf die Seite neigte, sobald als möglich auszubessern. Unser unermüdlicher Herr Vorstand Herr Schiffmann versprach, die Sache selbst in die Wege zu leiten.

VII. Ausschußsitzung Samstag den 5. Mai im Vereinslokal
anwesend waren sämtliche Ausschußmitglieder und die beiden Kassenrevisoren. Gegenstand der Beratung bildete u. a. der magere Vereinssäckel. Die bedeutend verminderten Einnahmen gegenüber vor dem Kriege, stehen mit den ganz enormen Ausgaben nicht mehr in Einklang. Demzufolge beantragte der gesamte Ausschuß einen Jahresbeitrag für ein ordentliches Mitglied von 2 Mark. Die endgültige Beschlußfassung hierüber wird jedoch der Gesamtversammlung überlassen.

Sonntag, den 13. Mai 1928 beteiligte sich der Verein mit Fahne an der Feier des Arbeiter-Kranken-Unterstützungs-Vereins Egern-Rottach, anläßlich zum 50 jährigen Stiftungsfest.

Im letzten Vereinsjahre  - verstorbene Mitglieder: Stadler Alois, Säcklermeister Tegernsee; Reiffenstuel Franz, Privatie Rottach; Maier Xaver zum Kirschner Rottach; Kröll Friedrich, Elmau; Kandlinger Joh. Oswald Hagrain; Spenger Karl, Tegernsee; Hoffmann Lorenz, Kreuth; Jennerwein Johann Rottach; Hatzl Magdalena, Hagrain; Schwab Magdalena Staudach; Höß Max Egern.
Mitgliederstand am 17. Mai 1928
18 Ehrenmitglieder - 453 ordentliche Mitglieder - 124 außerordentliche Mitglieder - insgesamt 595 Mitglieder
Höß Peter I. Schriftführer

Schriftführer: Höß Peter Ellmau

Generalversammlung
Am Donnerstag den 16. Mai 1928 fand im Gasthof Seerose die 39. ordentliche Generalversammlung statt. Punkt 8 Uhr konnte der Vorstand Herr Peter Schiffmann die stattliche Zahl von 98 Mitgliedern begrüßen und auch auch ehrendem Gedenken der im letzten Jahre leider so zahlreich verstorbenen Mitglieder zur Tagesordnung übergehen. Nach Verlesung des Jahres und Kassaberichts der von den Anwesenden mit Befriedigung aufgenommen wurde, erfolgte die Aufnahme neuer Mitglieder. Als nächster Punkt der Tagesordnung kam die Neuwahl, welche auf ausdrücklichen Wunsch der Gesamtversammlung per Akklamation vorgenommen, und ergab neben einer kleinen Änderung folgendes Resultat:
I. Vorstand Schiffmann Peter -  Rottach
II. Vorstand Kandlinger Korbinian - Brandstatt
I. Kassier Schätz Xaver - Rottach
II. Kassier Höß Georg - Hagrain
I. Schriftführer Führmann Roman jun. - Schwaighof
II. Schriftführer Hagn Johann - Kalhofen
Fahnenjunker Jennerwein Johann - Rottach
Ersatzmann Kärger Johann - Brandstatt
Zeugwart Baumgartner Ludwig
Beisitzer Poschenrieder Jakob - Tegernsee, Strohschneider Joseph - Oberach Maier Joseph (Kirschner) - Rottach Adlbert Simon - Hagrain Femer Georg Ringshofer Leonhard
Als Kassenrevisoren wurden die Herrn Reiffenstuel Franz - Egern und Maier Max - Weißach neu aufgestellt.
Im Laufe der Versammlung, sprach der 2. Vorstand Herr Korbinian Kandlinger im Namen der Mitglieder ihrem verdienten I. Vorstand seinen Dank aus. Nach Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben vor dem Kriege und jetzt, wurde die vom Ausschuß beantragte Erhöhung des Jahresbeitrags auf 2 Mark gegen 2 Stimmen angenommen.
Dem Antrag einiger Herren aus der Versammlung die Neuwahlen der Vorstandschaft nur alle 2 Jahre vorzunehmen wurde nach längerer Diskussion stattgegeben. Insbesondere es erwünscht ist, wegen Herannahen des 40 jährigen Stiftungsfestes und des Wiener 35 jährigen Stiftungsfestes anläßlich dessen der Verein sich sehr zahlreich an der Fahrt nach Wien beteiligen soll und wird, einen Zusammengearbeiteten bei solchen Anläßen einen mit ziemlich Arbeit überhäuften Ausschuß zu haben dem ein gutes Gelingen der Feste unter reger Anteilnahme der Mitglieder am Herzen gelegen. Die Errichtung einer Reisesparkasse für die Wienerfahrt wurde angeregt und am Besten in den Zechen ausgeführt.
Während und nach der Versammlung verschönerte die Kapelle Poschenrieder mit ihrem gediegenem Programm in verbilligter Weise die Versammlung. Nach Erledigung einzelner Angelegenheiten dankte der Vorstand für treue Mitarbeit im verflossenem Vereinsjahr insbesonders für finanzielle und materielle Leistungen beim Wallbergkreuz befestigen und Floßbau nicht zumindest denen die die Arbeit in uneigennütziger Weise ausgeführt haben und schloß hierauf auf ein weiteres Blühen und Gedeihen des Vereins die rege verlaufene Versammlung.
Treu dem guten alten Brauch

Samstag den 9. Juni 1928 wurde uns die Ehre zuteil unsern, jetzt zur Erholung in Rottach-Egern befindlichen, Haus- und Vereinsdichter Herrn Gewerberat Hugo Brandl begrüßen zu können, wo dann im Laufe der Unterhaltung die sich auf Vereinsangelegenheiten erstreckte, Her Peter Schiffmann, Vorstand, unsern werten Besuch seinen Dank aussprach welchen er sich in nicht leicht ersetzbarer Weise verdient machte.
Herr Gewerberat Hugo Brandl dankte für die lieben Worte und versprach auch weiter in Liebe und Treue zum Verein zu halten und arbeiten was als altes treues Mitglied ihm Freude macht, dem Verein dienen zu können. Auf seine Gesundheit und daß er uns noch lange erhalten bleibt leerten wir die Gläser und saßen noch etliche Stunden in geselliger Unterhaltung beisammen wo auch dem Herbergsvater seine Blanitsen dazu beitrugen. 

Ausschuss-Sitzung
Am Donnerstag den 3. Juni 1928 wurde eine Ausschußsitzung anberaumt, Betreff Blumenkorso und Monatsversammlung. Nach längerer Besprechung wurde beschlossen mit einem Daxwagen und einigen Vorreitern das Blumenkorso verschönern zu helfen. Die Monatszusammenkunft wurde der Reihenfolge nach für Gasthof Schwaighof festgelegt.

Am Sonntag den 8. Juli 1928 wurde wie festgelegt im Gasthaus Schwaighof die erste Monatsversammlung abgehalten. Der Wettergott hatte es in sich, denn eine Verschiebung wäre unmöglich gewesen wegen der nachfolgenden Feste für den ein jeder Julisonntag bereits seinen Zweck erfüllen müssen. Und so gings unter schneidigen und flotten Walzern und Landlern lustig und lebhaft zu bis in die dunklen Abendstunden. Die Versammlung war gut besucht und es taten die tanzenden Paare und Plattler ein manigfaltiges Bild was durch den dicht besetzten Garten und den vielen Straßengästen bezeugt wurde. Die Musik spielte bis 1/ 10 Uhr für die aber von 8 Uhr ab der Wirt aufkam, so daß der Tag voll und ganz ausgenützt war und man begab sich befriedigt nach Hause.

Blumenkorso
Sonntag den 15. Juli 1928 beteiligte sich der Verein mit einem Daxwagen, gebunden von der Winkler und Hagrainer Zeche und 6 Vorreitern am Blumenkorso.
14 Tage darauf nahmen wir wieder mit einem Floß an der Seebeleuchtung teil die durch ein drohendes Gewitter etwas beeinträchtigt wurde. Dem Verschönerungsverein sei für seine Anerkennung gedankt.

II. Auschuss-Sitzung
Samstag den 28. Juli versammelten sich der Ausschuß im Gasthof Seerose wegen Vorbesprechungen zum Wallbergerfest in Enterrottach welches am 12. August bei schöner Witterung stattfinden soll.
 
III. Ausschuss-Sitzung
Donnerstag den 4. August fand im Gasthaus zur Tuften die 3. Ausschußsitzung statt wo noch alles von den vielen fürs Wallbergerfest erledigt wurde.

IV. V. und VI. Sitzung
Am 24. August 1928 fand die 4. Ausschußsitzung statt. Betreff Vorlage der Wallbergfestabrechnung und verschiedenem.
In der Novembersitzung wurde das Floß an den Verschönerungs- und Verkehrsverein Egern-Rottach verkauft die Neujahreskartenfrage besprochen und erledigt. Am 9. Dezember wurde die Ballkartensache besprochen und in Auftrag gegeben, ferner wurden von Fahnenstickerei Auer München persönlich Skizzen und Zeichnungen gezeigt worauf dann er beauftragt wurde nach verschiedenen Fotografien eine Skizze in natürlicher Größe zu zeichnen denn es ist der Wunsch vieler Mitglieder eine neue Fahne zu bekommen anläßlich des 40 jährigen Stiftungsfestes, jedoch wird der Beschluß der außerordentlichen Generalversammlung vorgelegt.

Außerordentliche Generalversammlung
Für Donnerstag den 23. Dezember 1928 nachmittags 3 Uhr wurde die außerordentliche Generalversammlung im Stammlokal Seerose anberaumt.
Zur Tagesordnung kamen die Neuanschaffung einer Fahne und Wahl eines ersten Kassiers da der bisherige 1. Kassier wegen Überlastung nicht mehr im Stande war die Vereinskasse ordnungsgemäß zu führen.
Zu Beginn der Versammlung begrüßte der Vorstand die Ehrenmitglieder und Vereinsvorstände. Währenddessen machte Herr Auer, der auch diesmal persönlich erschienen war, die Skizzen an die Wand zur Insichtnahme der anderen Zeichnungen, da noch verschiedenes verbessert wurde um naturgetreu alles auf die Fahne zu bringen, auf deren eine Seite kommt der Egerer See mit Wallberg und dem Überfahrtsschiff, darüber die Madonna mit dem Jesuskind, welche nach Angaben des Malermeisters, Herrn August Weilhammer in den richtigen Farben gestickt wird, auf die Rückseite kommt ein Trachtenpaar mit Festkranz und dem Riederstein als Hintergrund. Die Fahne wird auf beiden Seiten weiß grün gestaltet; in die Ecken kommt das bayrische Wappen, die Jahrzahlen und der schöne Spruch: Acht´ deiner Heimat Sitt´ und Tracht.
Sodann wurde zur Abstimmung übergegangen welche zwar bei den älteren Mitgliedern etwas Zurückhaltung hervorrief aber danach einstimmig angenommen wurde. Von unserm Gründungs- und Ehrenmitglied Herrn Jakob Grieblinger wurde darauf hingewiesen, daß man die alte Fahne nicht vergessen soll. Und erzählte wie der Verein eigentlich zustande kam: Zudem in Enterrottach stattfindendem Scheibenschießen gingen einige Burschen hin und zwar auf Verabredung in kurzer Hose, die ja schon ganz selten war, was schon dadurch bezeugt wurde das sie zum Ausleihen der kurzen Hose nach Oberach gehen mußten, denn im Dorfe waren nicht soviel aufzutreiben und so kam es, daß sich diese entschlossen einen Kurzhosenverein zu gründen. Wo sich dann auch am 24. März 1889 im Gasthof Bachmair Egern verschiedene Herren, die wir ja kennen. leider nur mehr sehr wenige am Leben, versammelten und einen Verein gründeten unter der Bezeichnung die Wallberger. Und wer heute die Burschen und Mannerleut die noch Heimatsinn haben und Gott sei Dank sinds fast alle ohne Ausnahme und Standesunterschied, mit der Kurzen sieht, kann es fast gar nicht glauben daß es schon eine Zeit gegeben hat, wo die schöne Tracht im verschwinden war und erst so kann man sich ein Bild machen, welchen Segen die Trachtenbewegung, speziell der Wallberger als einer der ältesten und größten Vereine, für die Erhaltung der Gebirgstracht erbrachte. Herr Vorstand Schiffmann dankte unserem lieben Ehren- und Gründungsmitglied Herrn Grieblinger für die lieben Worte und versprach daß die alte Fahne im Verein genauso ihren Ehrenplatz einnehmen werde wie bisher. Der Preis der neuen Fahne kommt mit allem Zubehör auf 1000 - tausend - Mark welche wie der Vorstand schon betonte unter höchst möglicher Schonung der Vereinskasse aufgebracht werden soll, überdies ist es kein Luxus mehr, wenn sich der über 600 Mitglieder starke Verein eine neue Fahne anschafft. Unsern lb. Bruderverein D´Hirschbergler wurde die Patenstelle übertragen welche freudigst angenommen wurde. Nun ist der Beweis erbracht, durch gegenseitige Patenschaft der 4 Vereine des Tegernseer Tales, daß sie in Eintracht und Zusammenhalt leben, welches noch vor ca. 8-10 Jahren noch sehr viel zu wünschen übrig ließ; was aber größtenteils den Vorständen zu danken ist die sich dieses Verdienst erworben haben. Denn nach leider deutschem Muster sind sich auch die Anhänger uneinig wo sich die Führer bekämpft haben, haben sie schließlich ein gleiches Ziel!
Sodenn wurde per Stimmzettel zur Wahl eines ersten Kassiers übergegangen und nach Vorschlägen aus der Versammlung und nach gültigen von 58 Mitgliedern abgegebenen Stimmen wurde Herr Georg Höß als erster und Herr Georg Karg als zweiter Kassier gewählt. Auch wurde zur Entlastung des Kassier bei der Beitragseinhebung die Wahl eines Vereinsdieners vorgenommen als welcher Herr Franz Laule aufgestellt wurde.
Auch gab es eine lebhafte Debatte wegen der Festmusik zur Fahnenweihe, welche nach Ansichten verschiedener Mitglieder am besten vor der Saison abgehalten wird zur leichteren Unterbringung der Festgäste und getrennt vom alljährlichen Wallbergerfest zu halten sei. Und so nahm die gut besuchte und rege verlaufene Versammlung ihr Ende. Zum Schluß dankte der Vorstand noch allen Erschienenen und forderte sie zu reger Mitarbeit in dem arbeitsreichen bevorstehenden Vereinsjahr auf.

Gautagung d´HirschberglerAm Stefanietag besuchten verschiedene Mitglieder den vom Bruderverein d´Hirschbergler veranstalteten, leider sehr schlecht besuchten, Gautag im Saale des Gasthofs Wurmser. Wo Gauvorstand Stumpf und Kreisrat Jaud als Referenten erschienen waren. Sie schilderten in schönen Worten die Bewegung der Trachtensache, die nicht als Fest und Gaudi veranstaltende Vereine zu betrachten sind sondern ihr Ziel ist, den heimatlichen Charakter zu waren, Liebe zur heimatlichen Scholle zu fördern insbesonders die Jugend darin zu erziehen Heimatsinn zu bewahren und sich der bodenständigen Sitten und Gebräuche nicht zu schämen. Zum Schluß dankte der Vorstand Herr Joseph Bachmaier den Referenten und den Besuchern für ihr Erscheinen, welche in der Zwischenzeit durch Zither und Gesangseinlagen bedacht wurden.
Wie schon öfters in diesem Jahr, so mußten wir auch diesmal wieder einer traurigen Sache Folge leisten, zwar diesmal nach München auf den Waldfriedhof, wo unser hochgeschätztes langjähriges Mitglied und Gönner des Vereins und beinahe 40 jährige Sommergast Herr Karl Riederer zu Grabe getragen wurde. Unter Anderem erwähnte der Geistliche, daß sein liebstes Plätzchen am Tegernsee war und es ihm, dem guten Verstorbenen im Grabe noch freuen würde wenn er sehen könnte, daß sogar die Wallberger von Rottach-Egern ihm die letzte Ehre erweisen. Neben den Wallbergern legten auch die Gemeinde und der Verschönerungs- und Verkehrsverein einen Kranz nieder.
Möge Ihm die Erde leicht sein!

Schriftführer: Fürmann Roman jun. Schwaighof


1929

VII. Ausschuss-Sitzung
Unser Einladung weiterer Vereinsvorstände zur leichteren Festsetzung an welchem die Fahnenweihe und das 40 jährige Stiftungsfest abgehalten werden soll, was dann endgültig auf den 29./30. Juni festgelegt wurde. Der Termin diente den Vereinen zur Kenntnis , daß nicht in unmittelbarer Nähe 2 Feste zusammen fallen. Alles notwendige zum Ball wurde noch erledigt. In der Sitzung ließ es sich an geistigen Spendern von Humpen nicht fehlen und sich dann zu einer längeren Sitzung hinauszog, jedoch dann gründlich.

8. Ausschuss-Sitzung
In welcher die Ballabrechnung vorgelegt wurde. Mit welch riesigen Ausgaben gegenüber Einnahmen sich die Abrechnung gegenüber steht ist aus dem Kassabericht zu sehen, was natürlich die Ballkarten verursachten.. Auch wurde beschlossen für das Stiftungsfest mit Fahnenweihe den Ausschuß zu erweitern.

IX. Ausschuss-Sitzung im Gasthof Bartlmä am 2. März 1929
Betreff Zusammenstellung des Festausschusses und Festzugseinteilung was längere Aussprache zur Folge hatte.

X. Ausschuss-Sitzung im Gasthof zur Überfahrt den 23. März 1929
wegen Aufstellung eines Festprogramms in welchem Rahmen der Festabend aufgezogen werden soll, es gab da große Meinungsverschiedenheiten Betreff: Festzeichen für Samstag und Sonntag, welches dann so geregelt wurde, daß es am Samstag nur Eintrittskarten gibt gegen eine Gebühr von 50 Pfennig und am Sonntag ein eigenes Festzeichen für ebenfalls 50 Pfennig, und das kleine schöne Wallbergerzeichen, welche wieder nachbestellt wurden werden an beiden Tagen lediglich als Erinnerungszeichen verkauft gegen 1 Mark. Die kleinen Zeichen sind auch nach dem Fest noch zu haben, solange Vorrat.

Ausschuss-Sitzung im Gasthof Seerose am 9. April
wo noch das Programm für Sonntag aufzustellen war, auch wurde die Wahl der Erinnerungsbänder vorgenommen.

XII. Ausschuss-Sitzung am 22. April 1929 im Gasthaus zur Postin welcher noch alles notwendige zur Generalversammlung durchgenommen wurde, auch konnten wir noch Bescheid erhalten über die Erinnerungsbänder welche in liebevoller Weise Herr Bürgermeister Bachmaier persönlich bei Auer in München besorgte nach Vorlage der von der letzten Ausschußsitzung gewählten Muster, jedoch unter kleinen Änderungen in sehr zuvorkommender Weise in Bezug auf Preise was aber lediglich als ein Verdienst unseres lieben Mitgliedes Herrn Bürgermeister anzurechnen ist.
Verstorbene Mitglieder im Vereinsjahr 1928/29Motzet Joseph - Rottach; Mariacher Georg -Tegernsee; Leitner Johann - Pförn; Fuhrmann Roman - Schwaighof (Gründungsmitglied); Lindner Joseph - Rottach; Riefersand Abraham - Tegernsee; Riederer Karl - München; Kandlinger Joseph - Brunnbichl; Wiedmann Sebastian - Tegernsee; Floßmann Johann - Oberach; Negele Joh. Lorenz - Tegernsee.
Mögen Sie ruhen in Frieden!
Mitgliederstand: 17 Ehrenmitglieder; 130 außerordentliche Mitglieder, 456 ordentliche Mitglieder sind 600 Gesamtmitglieder
Fuhrmann Roman I. Schriftführer

General-Versammlung
Wer hätte vor je einem Menschenalter daran gedacht daß die bewährte, gute Art und Sitte der Vater , daß Gediegenheit, Charakterfestigkeit und Biederkeit je eines Schutzes bedürfen. Wer hätte damals geglaubt daß es eine Aufgabe würde, die Tracht, Kulturkräfte und Kulturwerke des Bauerntums wieder zu ersetzen und weiter zu pflegen, der Trachtenverein die Wallberger der diese Aufgabe sich stellte darf mit berechtigtem Stolz auf seine Erfolge während der 40 Jahre seines Bestehens schauen.

Am Christi Himmelfahrtstag hatte die Vorstandschaft die Mitglieder zur 40. Generalversammlung in die Seerose gebeten. Die zahlreich Versammelten begrüßte in herzlichen Worten der I. Vorstand Peter Schiffmann, der nach Ehrung der Toten rückblickend nochmals an das arbeitsreiche vergangene Vereinsjahr erinnerte und allen freudigen Helfern insbesondere dem Ausschuß dankte. Der Jahres- und Kassabericht wurde von den Mitgliedern mit Beifall aufgenommen und die Entlastung erteilt. Ein Wunsch sehr vieler Mitglieder wird in nächster Zeit in Erfüllung gehen, die Weihe einer neuen Fahne. Sie soll am 40 jährigen Stiftungsfest das am 29./30. Juni stattfindet geweiht werden. Herr Gewerberat Brandl, der Hausdichter der Wallberger verdiene für seine Bemühungen um die Beschaffung von Mitteln für die neue Fahne, ebenso wie Vitruviaphilister Dezernent Martin Georg aufrichtigen Dank. Ein arbeitsvolles Jahr liege hinter dem Verein aber ein noch arbeitsreicheres stehe bevor. Es gelte mit allen Kräften und ohne Ermüdung zu arbeiten für das kommende Stiftungsfest und weiter die Güte des Vereins zu fördern, der Vorsitzende bat um kraftvolle Unterstützung im Kampfe gegen die Modernisierung der einheimischen Bevölkerung, der letzte Rest der Bodenständigkeit darf nicht verloren gehen, der Stolz auf die Heimat und ihre Sitten. Der Vorstand bat die anderen Ortsvereine zum Stiftungsfest fast nur in Deputation auszurücken außer den Gebirgsschützen. Auch von Wien hatten sich bereits 25 Wallberger angesagt. In der sich anschließenden Diskussion wurde der Antrag eingebracht, der Verein möge seinen traditionellen Ball wieder wie früher kursieren lassen.
Mit einem dreifachen Hoch auf das Wachsen und Gedeihen des Vereins konnte der Vorstand die von schönen Musikstücken umrahmte Generalversammlung schließen.

I. und II. Ausschuss-Sitzung
Am 25. Mai trat der Ausschuß zusammen betreffs der Ehrennadeln der Jubilare, die aus einer kleinen und großen Wallbergerzeichen versilbert bestehen und das kleine als Anhänger mit der Zahl 40. Es waren 2 neue Vorlagen da, die nach Idee und Angaben des Herrn Gewerberat Brandl angefertigt wurden.
Am Samstag den 15. Juni gab es noch von dem Vielen zum Stiftungsfest mit Fahnenweihe zu erledigen

40. Stiftungsfest mit Fahnenweihe den 29./30.VI.1929
Am Samstag und Sonntag hat Rottach-Egern gezeigt, daß es noch das alte Rottach-Egern ist. Der Herrgottswinkl war ein Schauplatz eines frohen farbenprächtigen Ereignisses, Gäste und Einheimische waren dankbare Zeugen. Nicht aus Sucht im Vergnügen zu schwimmen sondern zum Ruhm und Preis der Heimat, als Treuegelöbnis zu Sitte, Tracht und Brauch der Väter, hielten die Wallberger das schöne Fest, ein Fest, das getragen war von dem unerschütterlichen Glauben und von der festen Zuversicht an den Wert der vor 40 Jahren gestellten und bis heute mit Kraft verfolgten und verteidigten Aufgabe. Treu dem guten alten Brauch!
Die begeisterte Stimmung, der starke Andrang, und die Teilnahme aller Schichten und Klassen an dem am Samstag im Überfahrtssaale stattgefundenem Begrüßungsabend bewies die Lebendigkeit der Trachterhaltungsideen und wer unter den Anwesenden hatte sich nicht bereit erklärt, angesichts dieser frischen und mit Stolz von Buam und Madln getragenen herrlichen Trachten, mitzuarbeiten und zu helfen an der Erhaltung von Oberländler Tracht und Sitte.
Der erste Vorstand Herr Peter Schiffmann begrüßte die noch lebenden 10 Gründungsmitglieder, die Ehrengäste und alle Freunde, Gönner und Förderer der Bewegung, insbesondere die 20 Mann stark anwesenden Wiener Wallberger, die Brünner Kameraden und die Abordnung des Corps Vitruvia in München mit einem freudigen "Grüß Gott"! Ein von Frl. Therese Maier Weißach mit Bravour und großem Können vorgesprochene, von Herrn Hugo Brandl, dem treuen, langjährigen Mitarbeiter des Vereins, verfaßte Prolog machte in launiger Art mit der Entwicklung des Vereins bekannt. Man erfuhr von der Gründung durch Herrn Karl Reinhard und von der Übernahme des Protektorates durch den Prinzregenten Luitpold.
Ergreifend war die Ehrung der Verstorbenen und 35 Gefallenen; stehend wurde ihrer gedacht bei den Klängen des Liedes vom guten Kameraden während 3 Böllerschüsse in die sternenklare Nacht den Ort verschönerten und das Bergfeuer vom Wallberg seinen Gruß herunter sendete.
Der zweite Vorstand, Herr Korbinian Kandlinger, vollzog dann die Ehrung der Gründungsmitglieder. Der Vater des Vereins Herr Carl Reinhard wurde durch einstimmigen Beschluß zum Ehrenvorstand ernannt. Noch einmal wurde der Gründungsmitglieder gedacht und durch schmucke Dirndln ein Ehrenzeichen mit Urkunde überreicht.
Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt: Die Herren Bürgermeister Felix Bachmaier Rottach, Hochw. Prälat Johann Haindl Egern; das langjährige außerordentliche Mitglied Dezernent Georg Martin Augsburg, Viktor Biels Vorstand des Zweigvereins in Wien, Joseph Bachmaier Schwaighof, Johann Stadler Rottach, August Weilhammer Schwaighof, Jakob Kiechl Kalkofen, Hans Betz Hagrain, Wilhelm Grad Tegernsee, Georg Niesel Tegernsee.
Eine Ehrenurkunde für 25 jährige Mitgliedschaft erhielten die Herren:
Peter Crepag Rottach, Johann Erlacher Rottach, Richard Laule sen Rottach, Peter Rixner den. Rottach, Johann Huber Egern, Karl Leitner Egern, August Weilhammer Schwaighof, Max Wolf Schwaighof, August Hatzl Ringsee, Joseph Graßl Abwinkl, Alois Höß Gaulan, Georg Schmiseck Kreuth, Heinrich Rothschild München, Georg Martin Augsburg, Arthur Georgi Berlin, Leo Slezack Wien.
Anschließend dankte Frl. Frieda Baumgartner dem Schöpfer der originellen Verse und Glückwunschkarten der Wallberger Herrn Gewerberat Hugo Brandl, dem Erfinder der seit 30 Jahren überall mit Begeisterung aufgenommenen Balleinladungskarten. Her Oberlehrer Spöttl hatte den Dank in lustige nette Verse gebaut. Ein riesiger Lorbeerkranz und eine von Frau Schiffmann gearbeitete Teepuppe (eine entzückende Tegernseerin im Schalk gewandet) wurde dem verdienten Mitglied und seiner Gattin überreicht. Nachdem Herr Reinhard im Namen der Geehrten gedankt und weitere Treue und Mitarbeit gelobt, Herr Gewerberat Brandl seiner aufrichtigen Freude über die Ehrung Ausdruck gegeben und Dezernent Martin für das Corps Vitruvia die Glückwünsche übermittelt hatte, richtete Herr Bielz, Vorstand der Wiener noch herzliche Worte an den Verein und nannte die Herren Felix Bachmaier und Hugo Brandl zu Ehrenmitgliedern der Wiener Wallberger und verlieh im Namen des Großmeisters des Ritterordens des "Weißen Kreuzes" die Wildburgmedaille an die Herren Carl Reinhard, Peter Buchberger, Ludwig Baumgartner, Kiechl Jakob und Schiffmann Peter, Grieblinger Jakob und Ehrenringe an verschiedene bewährte Mitarbeiter.
Darauf wurde ´s´Walllberger Miadei" die bekannte Komödie von Quirin Kienast aufgeführt. Die Spieler verstanden sich ganz in die Rollen einzuleben und erzielten einen wohlverdienten Applaus. Michl Stoib war ein echter Karnerbauer, Kandlinger Johann als Sepp eine lebenswahre Figur, Rosa Hübsch als Miadei allerliebst und Frau Gaßl spielte die Mutter schlicht und wirkungsvoll, den Kühbuam Veitl stellte Max Kienast vortrefflich auf die Bühne und auch Simon Pramstaller als Tourist und Therese Maier als Sennerin Nandl fügten sich gut ins ganze. Jodler und Almgesänge der Oberacher Sänger, Zithervorträge von Frl. Kienast mit Schülern, schneidige Märsche und Stücke der Tegernseer Kapelle umrahmten den denkwürdigen Abend.
Sonntag Morgen! Grau und düster hängen die Wolken und leichter Regen ging hernieder, unerwartet des vergangenen schönen Tages, aber dennoch hatte der Himmel soviel Einsicht, daß der Kirchenzug abgehalten werden konnte. Wenn es dann dafür bei der Fahnenübergabe desto besser regnete. Hätten wir keine Volkstrachten mehr, unsere Heimat wäre um eines ihrer schönsten Kleinodien betrogen, daß wir die aber nicht verlieren, zeigte deutlich der prächtige Festzug, der durch die mit Triumpfbögen und Fahnen geschmückten Straßen von der Post zur Kirche zog, der das Herz eines jeden Heimatfreundes höher schlagen ließ. Beinahe 20 Korporationen mit wehenden Fahnen und Standarten. Steiger als Zugspitze, dann die Gebirgsschützen, die Festjungfrauen im Schalk mit der neuen Fahne, die liebe Fahnenbraut mit zwei Begleiterinnen, die würdige Fahnenmutter und 2 Jungfrauen mit den Erinnerungsbändern, d´Hirschbergler als Patenverein, die Neureuther, D´Leonhardstoana, den Bayrischzeller und alles anderen Vereine, am Schluß die Vitruven, Wiener Wallberger und endlich der Festverein mit der alten Fahne und historischen Gruppen
In der Egerer Kirche zelebrierte der Herr Kooperator Messmeringer die Festmesse, er erinnerte dann, daß zum guten alten Brauch auch die Treue zum guten alten glauben gehören und das die Volkstrachtenvereine danach Hüter und Mahner des Glaubens sein sollen.. An den feierlichen Akt der Fahnenweihe schloß sich die Gedenkfeier vor dem Kriegerdenkmal. Bei gesenkter Fahne und stillen Gebet begleitet von den Klängen des niederländischen Dankgebetes legte der erste Vorstand einen Kranz nieder und gelobte den Toten Treue.
Der sich anschließende Festakt in der Max Joseph Anlage mit der Fahnenübergabe gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Heimatkundgebung. Eine dichte Menschenmenge umsäumte die Anlage, trotz des Regens, und spendete starken Beifall, als verbunden mit sinnvollen Gedichten, die Festjungfrauen die Bänder überreichten. Frl. Julie Reinhard sprach das Festgedicht, die Fahnenbraut Frl. Katharina Strohschneider überreichte dann feierlich die neue Fahne und knüpfte zum Andenken an die Fahnenbraut ein selbst gestiftetes Fahnenband. Ihr folgten die Fahnenmutter Frau Rauchenegger sowie Agathe Köpf für die Jungfrauen welche wie auch die Fahnenmutter der neuen Fahne ein Band stifteten. Dann Rosa Hübsch mit dem Trauerband für die gefallenen und verstorbenen Mitglieder. Therese Maier mit dem Band des Patenvereins D´Hirschbergler. Amalie Kerndl mit dem Band für die Wiener Wallberger und endlich Frl. Maria Hagn mit einem reizenden Gedicht an die alte Fahne.
Noch einmal rief der Vorstand der Wallberger Herr Peter Schiffmann allen ein herzliches "Grüß Gott"! entgegen. Klein sie die Zahl der Gründer gewesen vor 40 Jahren, aber desto größer ihre Aufgabe. Jene braven , die heute noch als Kern in der Bewegung mitarbeiten, den Gründern gelte der erste Gruß. Segen habe auf ihrer Arbeit geruht, das zeige die jetzige Entfaltung des Vereins weit über das Heimattal hinaus in der schönen Donaustadt Wien und in Brünn blühe ein Zweig des nun mächtigen Baumes und in München sei es das Corps Vitruvia das seit 35 Jahren treu zur Sache steht. Ein Zeugnis für das schöne Freundschaftsverhältnis der heimischen Trachtenvereine sei die Übernahme der Patenstelle durch die Hirschbergler gewesen, denen ebenfalls der wärmste Dank ausgesprochen sei.
Der verständigen Unterstützung des Prinzregenten Luitpold gedachte der Vorstand, dann Theodor Neumayer, der am 14. August 1892 die erste Fahne spendete. Was die Fahne als Zeichen der Eintracht im engeren Sinne verkörpere, sei durch die Errichtung des Wallbergkreuzes am gleichen Tage nach außen hin als ehernes Wahrzeichen ergänzt werden. Mit dem Wunsche, daß auch die neue Fahne gleich der guten alten immer treue Anhänger finden möge, einem herzlichen "Vergelts Gott" allen Helfern und dem Wahlspruch "Acht eurer Väter Sitt und Tracht" schloß die Rede. Für den Patenverein D´Hirschbergler beglückwünschte der 1. Vorstand des Vereins Herr Joseph Bachmaier die Wallberger und gelobte weiter Treue. Die Parole beider Vereine soll weiter heißen zurück zur Tracht und Sitt der Väter, zu Heimat und Vaterland zum freien einigen deutschen Volk. Auch Herr Bielz, Vorstand der Wiener Wallberger sprach herzliche Worte unter Überreichung eines prachtvollen Erinnerungsbandes. Nach der Mittagspause luden schneidige Landler zum Plattln ein, wo sich beim Kefer ein lustiges Treiben entwickelte das ein abends ein niedergehender Wolkenbruch ein beschleunigendes Ende bereitete, hatte uns doch der Wettergott am Nachmittag einige schöne Stunden geschenkt.
 
3. Ausschuss-Sitzung am 1. Juli 1929
Anwesend waren außer dem Ausschuß die Herren Gewerberat Hugo Brandl, sowie Herr Bielz, Bertl Ringer, Gutringer, Kierlinger als Vertreter des Wiener Zweiges, sowie die Herren Wagner und Kopetzki von den Brünnern und Herr Bürgermeister Bachmair. Der Vorstand eröffnete die Sitzung Betreff Klärung des Zwischenfalls zwischen Stammverein, Wien und Brünn. Im Laufe der Unterhaltung, konnte man sich klar werden, daß die Brünner sich als Zweigverein von Rottach anerkennen möchten, unabhängig von den Wienern aus dessen Verein sie eigentlich hervorgingen und also ein Zweigverein von Wien sind, was die Brünner aber bestreiten. Der Ausschuß stellte dann die Sache zurück und beschloß eine Regelung in Wien. Da aber die Brünner ihr Stiftungsfest gleich mit dem Wiener Stammverein hatten waren sie nicht anwesend und so wurde nun die Gelegenheit zur Generalversammlung verlegt um darüber abstimmen zu lassen, ob die Brünner ein selbständiger Zweigverein von Rottach werden können. nebenbei bemerkt, war es eine sehr lebhafte Ausschußsitzung die bald über die Schranken der Höflichkeit gegangen wäre von Seiten des sehr aufgebrachten Brünner Ehrenvorstandes.

4. Auschußsitzung am 10.VII. 1929
Abrechnung von der Fahnenweihe mit Stiftungsfest, was bei dem schlechten Wetter ein Defizit ergab von 574,80 Mark. Auch wurde die nächste Monatsversammlung auf den 4. August festgelegt beim Glasl.

5. Ausschuss-Sitzung am 13.VII.1929
Betreffs Beschlußfassung wegen Ausschluß eines Mitgliedes auf ein Jahr der das Ansehen und die Ehre des Verein Verletzte.
 
Am 14. Juli zogen ein paar Burschen und Madln in Tracht mit Fahne vom "Stammlokal" zum Heimatfest der "Hirschbergler" in Reitrain.
Am 28. Juli beteiligte sich der Verein an der Fahnenweihe der "Neureuther" in Gmund und abends gemeinsam mit den "Hirschberglern" an der Seebeleuchtung in der Egerer Bucht.

6. Ausschuss-Sitzung
Den 3. August 1929 wegen Wallbergfest in Enterrottach; es wurde besprochen mit Daxwägen zu fahren. Als Volksbelustigung Preisrankeln, Lanzenstechen, Fischstechen und Eierlaufen nur für Weiberleut in Tracht.

I. Monatsversammlung
Am Sonntag den 4. August 1929 konnten wir die geplante Monatsversammlung bei schönem Wetter im Gasthof Glasl abhalten. Der Nachmittag verging schnell in lustigen Reigen, Ländler und Halbdeutsche und verlief in harmonischer Weise. Der Besuch von Gästen und Wallbergern war sehr gut, was erkennen läßt, daß besonders derartige Veranstaltungen bei den Fremden Anziehungskraft ausüben. Außerdem ist der Gasthof Glasl am Fuß des Wallbergs ein sehr idyllisches Plätzchen so daß alles in seinen Rahmen paßt.

7. Ausschuss-Sitzung am 18.VIII. 1929
An der die Wallbergfestabrechnung erledigt wurde. Außerdem wurde erwähnt mit der Almmesse der Wallberggesellschaft zu Ehren der Gefallenen, am Bildstöckl auf dem Wallberg ein Kranz niederzulegen anläßlich des 10 jährigen Bestehens desselben.
Anfangs September erging durch Inserat an die Mitglieder die Einladung zur Besprechung betreffs Wienerfahrt zu der sich zirka 40 Mitglieder einfanden und die Fahrtroute besprochen wurde.

Ausschuss-Sitzung
Am 25.X.1929 fand sich der Ausschuß im Gasthof Seerose zu einer Besprechung zusammen. Betreff Neujahrskarten und Ballkarten was immer reiflicher Überlegung bedarf, um die Vereinskasse nicht allzuschwer zu schädigen. Man entschloß sich heuer wieder etwas neues zu bringen, nachdem in vergangenen Jahren, bereits schon vor 20 Jahren erschienene nachgedruckt wurden. Es ist halt wieder ein Mehrpreis für Stanzen und Clischee. Nach Erledigung verschiedenem wurde die Sitzung geschlossen.

Am 12. Dezember 1929 trat wiederum der Ausschuß zusammen und wurde besonders durch einen Vortrag vom Kiem Pauli über das Preissingen unterrichtet. Dem Kiem Pauli wurde versprochen, er kann sich der Unterstützung des Vereins sicher sein. Bevor uns Pauli mit lustigen Liedern und Zitherstücken erfreute, wurden diverse Sachen erledigt. Auch schenkte er dem Verein ein altdeutsches Trachtenwerk, wofür sei ihm im Namen des Vereins herzlichst gedankt.

Schriftführer: Fürmann Roman jun. Schwaighof


1930
  
Ausschuss-Sitzung am 8. März 1930
In der gleich die Ballbesprechung stattfand, die ja wieder mit einem Defizit abgeht, daß heißt die Ballkarten wurden ja nie mit den Einnahmen des Balles gedeckt.
Da ja die Haupteinnahmen in den Gemeinde- und Steuersäckel fallen, wir aber unter allen möglichen Umständen an den Ballkarten festhalten müssen.

Sängerfest am 29. / 30. März 1930
Wenn es auch nicht aus dem Verein heraus ging um in der Chronik verewigt zu werden, so durften wir uns doch freuen unsern lb. Kiem Pauli das Fest verschönern zu helfen und zwar durch die Übernahme des Kirchenzuges durch die beiden Trachtenvereine, und da will ich nebenbei nicht vergessen unsern wackeren Frauen und Madln im Schalk, davon 14 sich liebevoll dem Verein und der Sache zur Verfügung gestellt haben im Namen des Vereins den herzlichsten Dank auszusprechen, denen ja auch Kiem Pauli in anerkennungsvoller Weise einen Freiplatz reservierte beim Rundfunksingen wo wir ihm ebenfalls dafür danken; mögen solche Tage unserm Tale öfters beschieden sein.

Auschuss-Sitzung
Am Donnerstag den 10.V.1930 trat wiederum der Ausschuß zusammen um den Tag zur Generalversammlung zu bestimmen, da um Christi Himmelfahrtstag die hl. Firmung stattfindet, und wieder für Sonntag den 25. Mai festgelegt.
Verstorbene Vereinsmitglieder 1929/30Herr Josef Öttl Weißach (Ehrenmitglied)
Herr Joseph Winkler Oberach
Herr Gustav Maier Oberach
Herr Josef Steinbacher Tegernsee (Gründungsmitglied)
Herr Ludwig Friedl Kreuth
Herr Ulrich Wurmser Reitrain
Herr Joseph Höß Überfahrt
Herr Ludwig Baumgartner jun. München
Herr Peter Crones Unterwallberg
Herr Holzer Benedikt Egern
Möge Ihnen die Erde leicht sein!
Schwaighof den 24.V.1930 Führmann Roman I. Schriftführer

Generalversammlung am Sonntag den 25. Mai 1930
fand im Gasthof Seerose die 41. ordentliche Hauptversammlung statt wozu sich die stattliche Anzahl von 80 Mitgliedern einfanden. Zu Eingang der Tagesordnung begrüßte der Vorstand die Erschienenen und gedachte vor Übergang in die Tagesordnung der im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder, wobei sich zum Zeichen des ehrenden Gedenken die Mitglieder sich von den Sitzen erhoben.
Tagesordnung:
1. Jahres- und Kassenbericht
2. Aufnahme neuer Mitglieder
3. Neuwahl
4.Wünsche und Anträge
Nach verlesen des Jahres- und Kassenberichts, die ein arbeitsreiches Vereinsjahr erkennen ließen, in dem doch ein Umsatz von über 6000 Mark erzielt wurde, und von den Mitgliedern mit Beifall aufgenommen wurde, konnte dem Schriftführer und Kassier die Entlastung erteilt werden. Während der Aufnahme unserer Mitglieder schritt man zur Neuwahl welche per Stimmzettel vorgenommen wurde und eine kleine Änderung ergab, der Ausschuß setzt sich danach aus folgenden Herren zusammen:
I. Vorstand: Peter Schiffmann Rottach
II. Vorstand: Korbinian Kandlinger Brandstatt
I. Kassier: Georg Höß Hagrain
II. Kassier: Georg Karg Rottach
I. Schriftführer: Roman Fuhrmann Schwaighof
II. Schriftführer: Johann Hagn Kalkofen
Zeugwart: Ludwig Baumgartner Rottach
Fahnenjunker: Kandlinger Rottach
Ersatzmann: Johann Karger Rottach
Beisitzer: Reifenstuhl Franz Egern; Strohschneider Josef Oberach; Ringshofer Leonhard Wolfsgrub; Feurer Georg Rottach; Kandlinger Rottach; Rixner Alois Tegernsee; Roßkopf Max Tegernsee;
Als Hilfskassier wurde Hatzl Hans Hagrain von der Versammlung gewählt. Als Kassenrevisoren wurden die Herren Hugo Reinhard und Michael Unterberger aufgestellt.
Der Verein trat der Ludwig Thoma Stiftung Tegernsee als Mitglied bei, nach reger Aussprache über den Punkt Wünsche und Anträge schloß der 1. Vorstand auf ein Blühen und Gedeihen des Vereins die Versammlung. Reiter, Holl und Eisele sorgten für den unterhaltigen Teil.

Am Freitag den 6. Juni fand dann die Ergänzungsversammlung in Tegernsee im Saale des Hotels Tegernseer Hof statt um die Wahl zweier Ausschußmitglieder vorzunehmen da die Tegernseer Mitglieder infolge einer Veranstaltung am Besuch der Generalversammlung verhindert waren. Die Zusammenkunft stand im Zeichen regen Interesses für den Wallbergerverein sind doch 40 Mitglieder erschienen welchen nach Begrüßung durch Vorstand Schiffmann unser verehrtes Gründungs- und Ehrenmitglied Herr Kunstschlossermeister Joseph Popp einige Erzählungen aus der Gründung und Aufstellung des Wallbergkreuzes zum Besten gegeben wurden und ermunternde Worte der Zusammengehörigkeit und alten Treue zum Verein an die Versammelten richtete.
In den Ausschuß wurden gewählt: Rixner Alois und Roßkopf Max als Vertreter der Tegernseer Zech.

I. Ausschuss-Sitzung
Mittwoch den 11.VI.1930 fand im Gasthof Seerose eine Ausschußsitzung statt, betreffs Vitruvenball und Verschiedenes.
 
I. Monatszusammenkunft
Sonntag, den 22. Juni 1930 wurde auf der Schießstätte in Tegernsee die Juni-Monatsversammlung abgehalten, welche nun alljährlich als erste in Tegernsee stattfinden soll. Die Versammlung war gut besucht und es erfreuten sich Einheimische und Fremde an dem schönen alten guten Brauch. Während und nach der Versammlung sollen einige Burschen ihre Schneid etwas übertrieben haben, was in Zukunft zu beherzigen sei.

II. Ausschuss- Sitzung
Wegen Vorbereitungen und Besprechungen zum Wallbergerfest traf sich der Ausschuß am Sonntag den 19. Juli 1930 in der Seerose.

II. Monatsversammlung
Am Donnerstag den 20. Juli war die Juli-Monatsversammlung im Gasthof Kalkofen, leider war uns gerade kein sonniges Wetter beschieden, so daß im Freien nichts anzufangen war lediglich konnten wir aber doch im Freien tanzen indem die Tanzbühne mit einer großen Gummidecke abgedeckt wurde, der Besuch war trotzdem ein guter.

III. Ausschuss-Sitzung
Mittwoch, den 30. VII.1930 mußte auf schnellstem Wege eine Ausschußsitzung einberufen werden um, wie es in dem uns zugegangenen Briefe von den Hirschberglern heißt, eine sofortige gegenseitige Aussprache herbeiführen zu können. Es wurde nämlich in einem an den Ausschuß gerichteten Brief, über den Wege des Herrn Reinhard, über unseren I. Vorstand Peter Schiffmann Beschwerde über seine Unehrlichkeit und hetzerisches Wirken geübt. Wir ließen den Hirschbergler-Ausschuß durch Herrn Reinhard benachrichtigen, daß wir jederzeit zu einer Aussprache bereit sind um über die uns unbekannten Vorwürfe sofort zu verhandeln und stellten die Wahl frei wann und wo die Aussprache stattfinden soll.

IV. Ausschuss-Sitzung
Samstag den 30. August wurde dem Ausschuß die Wallbergerfest-Abrechnung vorgelegt, die ja aus dem Kassenbericht ersichtlich ist. Auch wurde die nächste Monatsversammlung für Abwinkl und zwar Berggasthaus Sonnenbichl vorgeschlagen.
Am Mittwoch den 3. September 1930 fand dann die Aussprache mit den Hirschberglern im Gasthof Glasl statt. Trotz des dringenden Antrags ihrerseits, sind nun doch 5 Wochen verstrichen. Den Vorsitz führte Herr Carl Reinhard. Gleich zu Beginn ließ der Vorstand der Hirschbergler Bachmaier Joseph erkennen, daß der Brief in eigener Person geschrieben und der Ausschuß nichts davon wisse, was zwar am Wortlaut des Briefes nicht zu erkennen war. Nachdem dies Bachmaier Joseph bekannt gegeben, gestaltete sich die Einigung sehr rasch und nach kurzer Aussprache die auf ein "sagen hören" und der "hat g´sagt" hinausging wurde man sich dann einig, so daß das Band der Zusammengehörigkeit von dem in letzter Zeit soviel gesprochen wurde, in der Hoffnung unsrerseits keinen Riß bekommen hat.
Am Donnerstag den 11. September 1930 wir nach München die traurige Pflicht erfüllen einen hochverdienten Mann, Gründungs- und Ehrenmitglied das letzte Geleite zu geben. Es war eine erhabene zu Herzen gehende Trauerfeier als man Herrn Hauptlehrer Stadler der während seines Wirkens in der Schule Egern als der größte Wohltäter seiner Gemeinde bekannt war da er unter anderem am großen Interesse für Musik und Gesang in seinen Schülern förderte. Zum Zeichen der Dankbarkeit legte der Vorstand einen Kranz am Grabe nieder.Er ruhe in Frieden!

V., VI. und VII. Ausschuss-Sitzung

Freitag den 13. September 1930 war Ausschußsitzung wegen Abhaltung eines Liederabends in der auch Herr Bürgermeister Bachmair zugegen war.
Am Freitag den 19. September war dann wieder Ausschußsitzung in Anwesenheit vom Kiem Pauli und Herrn Bürgermeister, in der dann der Abend festgelegt wurde und auch aus Bedenken eines unvollständigen Abends wurde geraten die bekannten Sänger auch in Anspruch zu nehmen, was in liebenswürdiger Weise Kiem Pauli besorgte. Am Samstag den 27. September wurde dann vom Ausschuß das Programm festgelegt und das weitere besprochen. 

III. Monatsversammlung
Am Sonntag den 28. September war dann die Herbstmonatsversammlung am Sonnenbichl in Abwinkl die zwar schon öfters des Wetters wegen verschoben werden mußte. Es war trotz, daß es auch nicht der schönste Tag war ein erfreulicher Besuch aufzuweisen. Hoffen wir beim nächsten Zusammenkommen auf bessere Stimmung des St. Petrus.
 
Liederabend
Am Sonntag den 12. Oktober 1930 wurde dann der Volksliederabend abgehalten. Lange vor Beginn war kein Platz mehr zu haben. Bei Beginn des Festes begrüßte Vorstand Peter Schiffmann mit einfachen klaren und vernünftigen Worten die Gäste und dankte für den überaus zahlreichen Besuch, dankte aber vor allem unserm Kiem Pauli für seine Mithilfe.
Als erste sang das Werkmeister-Quartett aus Miesbach "Wen i auf dÁlm nauf geh", die Gebrüder Mair von Unterwallberg waren leider durch Krankheit verhindert. Dafür sangen gleich die Geschwister Gschwandtner von Waakirchen, zwei eifrige, der volkstümlichen Musik ergebene Mädchen, die sich noch öfter hören ließen. Nun traten die Träger des Rundfunkpreises, Sontheim und Burda auf. Schiffmann Peter beglückwünschte Sontheim öffentlich zu seiner tags zuvor erfolgten Vermählung, und sangen ihr Preislied "da traußt im Wald schreit der Kuckuck". Stürmischer Beifall erzwang die Dreingabe "der Oane, net i".
Nun kam der Kiem Pauli selbst. Rauschender Beifall empfing ihn. Alles war in bester Stimmung, als plötzlich vom rückwärtigen Eingang der Ruf erscholl: Brenna tuats, in Schwaighof brennts. Alles stand auf und blickte zum Ausgang. Kiem Pauli beruhigte die Menge so gut es ging. Die Feuerwehrleute verließen sofort den Saal, während die Brandglocke vom Egerer Kirchturm scholl. Nach einer halbstündigen Pause, nachdem bekannt geworden sei, daß der Brand eingedämmt und kein Menschenleben gefährdet sei, ging der Liederabend weiter. Die Geschwister Rixner von Kreuth sangen ein Wildererlied. Aber erst Treichl und Vögele von Oberaudorf stellten die Stimmung wieder völlig her mit dem Lied "Wenn i mein Jodler sing". Der Beifall war begeistert, die Dreingabe "s´Kasamandl" gefiel ganz besonders. Nun sangen die Goissacher ihr beliebtes Trutzlied, die Gebrüder Winter von München geb. Vörtlabrucker sangen ein Wildererlied und jodelten ganz vorzüglich. Die kleine Kameter errang ebenfalls wieder starken Beifall. Die Ortskapelle Guggn Sepp schloß schneidig den ersten Teil des Programms. Das Werkmeister-Quartett jodelte und Sontheim und Burda sangen von Beifall überschüttet, "Übers Loaterl steig i net aufi". Freudig begrüßt wurde das Oberacher Quartett, das noch eine Dreingabe geben mußte. Die Goissacher brachten das viel belachte Handwerkertrutzlied und dann noch "Oiwei lusti, frisch und munter". Ganz besonders gefielen wieder Treichl und Vögele mit "I hab a frisch Dirndl", "hat oans schlagn, hat zwoa g´schlagn" und "drobn auf´n Tannabaam sitzt a Reb". Riesenbeifall belohnte die Sänger. Nach einem Musikstück sangen die Gebrüder Winter "die lustigen Fuhrleut", dann mit Sontheim einen prächtigen dreistimmigen Holzhackerjodler und einen Steirer Jodler. Das Programm war zu Ende, das freie Singen begann.
Vorzüglich sangen Auer Leni und Winkler Juli von Weißach, die wir gern öfters hören möchten. Freudig begrüßt wurde der Huber Vater mit seinem Hansl, Rainer Maxl und Resl errangen mit ihren Liedern starken Beifall. Diese müssen sich unbedingt wieder hören lassen. Die Kapelle Guggn Sepp spielt noch einige schneidige Märsche während sich der Saal leerte und so können wir befriedigt auf einen wohlgelungenen Abend zurückblicken.

VIII. Auschuss-Sitzung
Samstag, den 25. Oktober war die Abrechnung über das Sängerfest, die natürlich ergab, daß die Einnahmen in den Ausgaben aufgingen, das heißt es blieb ein Überschuß von über 100 Mark welcher aber gerade reichte um in dem Jungdeutschen Steuersäckel zu verschwinden, eine traurige Tatsache war ein Verein der sich hohe kulturpolitische Aufgabe zu eigen macht die Sitten und Trachten zu pflegen, Musik und Volksgesang zu heben versucht, man kann fast sagen volkserzieherisch wirkt, dann bei irgendeiner Veranstaltung dazu beitragen muß dem unergründlichen Steuersäckel, der katastrophalen und erfüllungspolitischen seit 12 Jahren regierenden Parteien die uns an den Rand des Abgrundes führten , zu füllen.
Ferner wurden die Ballkarten besprochen und über ein eingelaufenes Filmvertragoffert wurde näherer schriftlicher Bescheid eingeholt, die Antwort aber nicht befriedigend ausfiel, so daß wir vorerst davon Abstand nahmen.

IX. Ausschuss-Sitzung
Donnerstag den 27. November fand wieder eine Ausschußsitzung statt, in der der Vorstand die Beteiligung an der stattfindenden Volkskunstausstellung befürwortete.

Schriftführer: Fürmann Roman jun. Schwaighof


1931

Zu Neujahr wurden alle Ehren- und außerordentlichen Mitglieder mit den bekannten Ballkarten bedacht.

Die 10. Ausschuss-Sitzung war am 6. Januar wegen Ball, Musik und dergleichen.   Am 27. Januar 1931 mußten wir wieder nach München um einen eifrigen und verdienten Förderer, unseren Ehrenmitgliede Herrn Dezernent Reichsbahnoberrat Georg Martin die letzte Ehre zu erweisen. Zum äußeren Zeichen der Dankbarkeit legte Herr Ehrenvorstand Carl Reinhard einen Kranz nieder.Möge Ihm die Erde leicht sein!

X., XI, XII. und XIII. Ausschuss-Sitzung
Am Samstag den 28. Februar 1931 Betreff Ballbesprechung und Klärung der Angelegenheit bezüglich der Auseinandersetzung zwischen Musikern und unreifen Ausschußmitgliedern.
Am 6. April, Besprechung wegen Ehrung der Frau Maria Hagn, Hagrain anläßlich ihrer Hochzeit. Der Ausschuß beschloß nämlich den bei der Fahnenweihe beteiligten Ehrenjungfrauen sowie Fahnenmutter und Braut ihr vorgetragenes Gedicht in Form einer Tafel verfertigt von Kunstgewerbler Joseph Moor bei irgend einem Anlaß zu überreichen, welcher sich jetzt bietet, die Tafel sei in dankbarer Erinnerung gewidmet und möge die Herzen der Besitzenden erfreuen. Am Donnerstag den 16. April verschiedenes und Vorbesprechen wegen eines von uns zu veranstaltenden Liederabends den wir möglichst nur mit einheimischen Kräften durchführen möchten. Vor weiterem werden wir aber noch Rücksprache mit Kiem Pauli nehmen. Donnerstag den 17. Mai war dann die Besprechung mit Kiem Pauli in welcher dann die Sache nochmals durchgenommen wurde und dann schließlich fallen gelassen wurde. Auch wurde vom Vorstand ein Antrag eingebracht wegen den Auswüchsen der Bauerntheater durch Aufführungen von Schundstücken.
Verstorbene Mitglieder 1930/1931Herr Kommerzienrat Kirschner - Tegernsee, Herr Hauptlehrer Joseph Stadler - München, Herr Nikl. Manhardt - Rottach, Herrn Reichsbahnoberrat Martin - München, Herrn Oberpostmeister Schiller - Tegernsee
Mögen Sie ruhen in Frieden
Schwaighof den 14. Mai 1931 Führmann Roman jun. I. Schriftführer

Generalversammlung
Am Christi Himmelfahrtstage den 19. Mai 1931 fand abends die diesjährige Generalversammlung im Gasthof Seerose statt. Vorstand Schiffmann begrüßte den großen Kreis von Mitgliedern und Ehrenmitgliedern und gedachte vor Beginn der Tagesordnung der verstorbenen Mitglieder indem er die Anwesenden bat sich zum Zeichen der Pietät von den Sitzen zu erheben, der Schriftführer gab dann den Jahresbericht bekannt, der ein eifrig tätiges Vereinsjahr erkennen ließ. Sodann wurde der Kassenbericht bekannt gegeben, der trotz der vielen Ausgaben noch einen Aktivrest aufweist, Dank der Tüchtigkeit des Kassiers. Herrn Rittmeister a. D. von Bueck wurd die Ehrenurkunde für 25 jährige Mitgliedschaft überreicht, wofür er herzlichst dankte.
Als besondere Debatte war festgelegt die Stellungsnahme gegen die Auswüchse der Bauerntheater. Es muß mit Bedauern festgestellt werden, daß von den Theatern Stücke gespielt werden, die dem Wesen und der Art der Bauern abträglich sind, diesen verzerrt und unwahr auf die Bühne bringen. Nach eifriger Diskussion wurde man aber doch nicht klar und es hätte wahrscheinlich keinen oder wenig Erfolg eine Bekämpfung ohne den maßgebenden Stellen und Behörden, die ja bekanntlich kein empfinden für das Volk haben, da zur Zeit "Dreck" Trumpf ist.
Auf Antrag des Herrn von Bueck soll im nächsten Jahr eine Ausstellung aufgezogen werden mit dem Titel "Tegernsee im Bild", denn gerade bei dieser Ausstellung wäre das Tegernseer Tal in der außerordentlich glücklichen Lage, eine Unmenge von Bildern aus der alten Zeit, namentlich aus der Zeit des Königs Max Joseph des Ersten zur Verfügung zu haben. Die Bestätigung welcher Kameradschaft doch die Unterstützung Notleidender Mitglieder wurde angeregt und gut geheißen. Auf Antrag sollen auch nächstes Jahr keine Ballkarten in Auftrag gegeben werden. Die Herbstmonatsversammlung findet im Gasthof Trisberger Abwinkl statt, nach dessen Antrag.
Nach Aussprache noch verschiedener kleinerer Wünsche und Anträge konnte der Vorstand Schiffmann die anregend verlaufene Versammlung schließen.
An der Rottach-Egerer Seebeleuchtung beteiligte sich der Verein in einem großen Ruderboot, was ja mehr oder weniger seinen Zweck verhehlte. In diesem Punkte muß ich unbedingt einen Appell an die Mitglieder erlassen, nämlich wieder gemeinnützige und unentgeltliche Arbeitsleistung dem Verein zur Verfügung zu stellen, denn sonst sind die Ideale des Vereins zwecklos. In diesem Falle handelte es  sich um die Beschaffung eines geeigneten Schiffes oder Floßes um irgendwie beschönend zur Seebeleuchtung beizutragen, denn es kann dies ja auch in Form lebender Bilder, Hoagarten ectr. geschehen oder vielen anderen Möglichkeiten, aber das scheitert alles daran weil heut alles bezahlt werden soll was man dem Verein leistet. Z.B. an der Beschaffung und Herstellung des Floßes scheute man kein Opfer, aber das Zusammenstellen des fertigen Floßes kann nicht geleistet werden, das stimmt auch, wenn gegen Bezahlung. Aber da fehlts an guten Worten und am Sinn der Sache denn es ist schon weit mehr geleistet worden und wird noch zu leisten sein, denn um was Großes und Schönes zu bewerkstelligen, gehört eine große gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft dazu, das in heutiger Zeit Opfer an Geld und Gegenständen wenig sind, versteht man ja, aber durch Zusammenarbeit ließe sich noch sehr viel schaffen.
Anschließend an die Seebeleuchtung war Ausschußsitzung zur Besprechung verschiedenem.



Monatsversammlung
Am Sonntag den 12. Juli 1931 war die erste Monatsversammlung mit Tanz im Gasthaus Tuften die einen sehr guten Besuch aufwies.

Ausschuss-Sitzung
Samstag den 1. August war Ausschußsitzung betreffs Wallbergerfest und verschiedenem.
Sonntag den 9. August 1931 mitwirken der Wallberger beim Ludwig Thoma Gedächtnistag anläßlich seines 10. Todestages.

Ausschuss-Sitzung
Am Sonntag den 16. August 1931 war dann eine Ausschußsitzung gegen 3 1/2 nachmittags mit Anwesenheit der Wiener Ausschußmitglieder unter dem Vorsitz unseres Ehrenmitglieds, Herrn Bielz, Vorstand des Wiener Zweigvereins in der Hauptsächlich die Brünner Angelegenheit besprochen wurde.
In ehrender Weise wurden von dem Vorstand der Wiener Herrn Bielz, drei Ausschußmitglieder mit dem bekannten Ehrenring geehrt. Die Herren sind:
II. Vorstand Kandlinger Korbinian
I. Kassier Höß Georg
I. Schriftführer Führmann Roman
Nach Besprechung Verschiedenem fand die Sitzung ihr Ende.

Am Mittwoch fand sich ein magerer Kreis von Mitgliedern zum Abschied unserer lb. Wiener Gäste im Gasthof zur Post ein.
Anläßlich meiner Veränderung lege ich meinen Dienst als Schriftführer nieder und wünsche dem Verein weiteres Blühen und Gedeihen; unter einer starken Vorstandschaft und treuen Anhängern.
Schwaighof, den 1. September 1931 Führmann Roman jun. I. Schriftführer

Schriftführer: Fürmann Roman jun. Schwaighof

Ehrung
Am 20. August 1931 wurde dem Verein eine besondere Ehre zuteil. Unser hochverdientes Gründungs- und Ehrenmitglied Herr Jakob Grieblinger konnte in voller Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag feiern. Im Gasthof zur "Post" fand die Feier statt. Vorstand Schiffmann gratulierte dem Jubilar im Namen der "Wallberger" und überreichte ihm einen Freßkorb.

Ehrung
Wieder galt es einem hochverdienten Ehrenmitglied zu gratulieren. Herrn Johann Stadler, Saliterer, feierte in bester Gesundheit den 70. Geburtstag. Im Hotel Steinmetz, hatten sich die Gratulanten eingefunden. Vorstand Schiffmann überreichte Ihm zum Dank für vielen Leistungen in Trachtensache einen Zinnkrug.

Monatsversammlung
Bei etwas zweifelhaftem Wetter, hielten die Wallberger am Sonntag den 13. September 1931, im Gasthof "Alpenblick" Abwinkl, ihe Monatsversammlung ab. Der Besuch von Seiten der Mitglieder war ein guter zu nennen. In der Veranda konnte "St. Petrus" keinen Streich spielen. Die Zahl der Weiberleut war sehr gering, somit kamen die Weiberfeinde auf ihre Rechnung.

Ausschußsitzung
Am 29. September 1931 fand eine Ausschußsitzung im Gasthof Seerose statt. Betreff: Hoagarten und verschiedenes. Anwesend 11 Ausschußmitglieder.

Ausschußsitzung
Am 2. Dezember fand eine Ausschußsitzung wegen Krippenschau statt. Herr Rittmeister Bueck hat liebenswürdiger Weise die Leitung übernommen.

Ausschußsitzung
Am Stefanietag war im Gasthof Seerose eine erweiterte Ausschußsitzung. Es waren unsere Ehrenmitglieder und der Ausschuß vom Altertumsverein erschienen. Es wurde die Ausstellung von der heimatlichen Bauweise besprochen.

Krippen Ausstellung
Vom 1. Weihanchtsfeiertag bis 6. Januar war in Tegernsee eine Krippenausstellung. Herr Rittmeister von Bueck hat uns in der Villa Anna am Leeberg einen Raum zur Verfügung gestellt. Es waren im Ganzen 15 Krippen ausgestellt. Darunter auch eine, von heimatlichen Künstlern die besonders Bewunderung fand. Bei einem Eintrittspreis von 20 Pfennig wurde ein Reinerlös von 220 Mark erzielt. Der Erlös galt für die Armen. Somit konnte an die Gemeinden Tegernsee - Rottach je 110 Mark abgeliefert werden.

Schriftführer: Hagn Johann 2. Schriftführer Kalkofen


1932

Ausschußsitzung
Am 30. Januar 1932 war im Gasthof Seerose eine Ausschußsitzung. Es wurde vom Ball Abstand genommen und dafür einen "Hoagarten" im Gasthof Lindl abgehalten.
Die Ausstellung der heimatlichen Bauweise wurde dann noch besprochen und ein Ausschuß gewählt. Die Ausstellung soll im Schulhaus Egern stattfinden.

Ausschußsitzung
Am 26. März 1932 war eine Ausschußsitzung im Gasthof Seerose. Es wurde ein Antrag gestellt, die Gebrüder Manhart, sollen für den geschnitzten Daxwagen eine Entschädigung von 30 Mark erhalten, der einstimmig angenommen wurde. Der Daxwagen ist und bleibt Eigentum der Gebrüder Manhart.
Dann wurde beschlossen einen Vortrag abzuhalten, wo Dtr. Sedlmeir sein kommen zusagte.
Verstorbene Mitglieder: Reifenstuel Thomas - Schwaighof, Hagn Cajetan - Egern, Lenterer Wolfgang - Oberrach, Rauchneger Ludwig - Rottach, Winkler Ludwig - Rottach, Gottschlicht Johann - Oberach, Maier Florian - Ellmau
"Mögen Sie ruhen in Frieden"
Kalkofen den 1. Mai 1932 Hagn Johann II. Schriftführer

Schriftführer: Hagn Johann 2. Schriftführer Kajkofen

43. General-Versammlung am Donnerstag den 5. Mai 1932
Christi Himmelfahrtstag abends fand im Gasthof Seerose die 43. ordentliche Generalversammlung statt. Vorstand Schiffmann eröffnete die gut besuchte Versammlung und begrüßte die Anwesenden, besonders Bürgermeister Bachmair und die übrigen Vereinsvorstände. Bevor zur Tagesordnung geschritten wurde, gedachte man noch der im vorigen Jahre verstorbenen Vereinskameraden. Die Anwesenden erhoben sich zu Ehren der Verstorbenen von ihren Sitzen. Schriftführer Hagn Johann erstattete daraufhin den reichhaltigen und ausführlichen Jahresbericht, dem zu entnehmen war, daß der Verein auch im verflossenen Jahre seiner bisherigen Rührigkeit treu blieb. Es folgte nun der Kassabericht, der erfreulicherweise trotz der vielen Ausgaben und der jetzigen Geldknappheit mit einem ansehnlichen Überschuß abschloß.
Nachdem sich die beiden Revisoren Unterberger und Schmotz äußerst lobend über die Buchführung sich hatten ausgesprochen, wurde dem kassier Entlastung erteilt. Nach Aufnahme einiger neuer Mitglieder erfolgte die Neuwahl, die eine kleine Änderung ergab. Der Ausschuß setzt sich demnach aus folgenden Herren zusammen:
1. Vorstand Schiffmann Peter
2. Vorstand Kandlinger Korbinian
1. Schriftführer Berghammer Stefan
2. Schriftführer Maier Georg
1. Kassier Höß Georg
2. Kassier Erlacher Joseph
Hilfskassier Hatzl Hans
Tanzmeister Ringshofer Leonhard
Zeugwart Baumgartner Ludwig
1. Fahnenjunker Kandlinger Joseph
2. Fahnenjunker Kärger JohannAls Beisitzer wurden gewählt:
Manhardt Andreas (für die Oberwinkler Zeche), Kandlinger Johann (für die Hagrainer Zeche), Reifenstuel Franz (für die Egerer Zeche), Schrohschneider Josef (für die Oberacher Zeche), Roßkopf Max (für die Tegernseer Zeche)
Zum Punkt Wünsche und Anträge wurde von Mitgliedern der Antrag gestellt, den Jahresbeitrag zu erniedrigen. Mach längerer Debatte wurde beschlossen den Jahresbeitrag für die Inhaber der Ehrenurkunde für 25 jährige Mitgliedschaft von 2 Mark aus 1 Mark und für die übrigen Mitglieder von 2 Mark auf 1,50 Mark herabzusetzen.
Im Namen des Verkehrs- und Verschönerungsvereins dankte Vorstand Brücklmeier den Wallbergern für die Leistungen die sie im Sinne des Fremdenverkehrs im vergangenen Sommer gestellt hatten. Es wurde dann noch auf die im Sommer geplante Ausstellung (Alttegernsee im Bild) näher eingegangen, wozu Rittmeister W. v. Bueck uns einiges über Zweck und Sinn der Ausstellung schilderte.
Mit dem Wunsch an die Mitglieder, den Ausschuß auch im kommenden Jahr zu unterstützen und mit einem dreifachen Hoch auf den Verein konnte Vorstand Schiffmann nachts 1/2 1 Uhr die schön verlaufene Versammlung beschließen.

1. Ausschuss-Sitzung
Freitag den 20. Mai 1932 fand im Vereinslokal Gasthof Seerose die erste Ausschußsitzung statt. Anschließend waren 15 Ausschußmitglieder. Vorstand Schiffmann eröffnete die Sitzung mit einem treu-heimatlichen Grüß Gott und richtete sogleich die Bitte an die Ausschußmitglieder besonders an die Neugewählten auch im kommenden Vereinsjahr wieder fest zusammen arbeiten zu wollen, denn nur dann kann ein Vorwärtsstreben des Vereins, sowie der Trachten- und Heimatsache erzielt werden. Nach einem sehr interessanten Artikel von Brunno Schweizer an die Trachtenvereine den Vorstand Schiffmann aus einer Zeitung vorlas, kam man zur Besprechung wegen des 40 jährigen Stiftungsfestes des Wallbergkreuzes, das heuer im August stattfinden soll. Nach längerer Beratung, kam man zu dem Entschluß das Stiftungsfest der Zeit entsprechend in kleinerem Rahmen gemeinsam mit dem Fest in Enterrottach abzuhalten. Ferner kam man noch auf die Juni-Monatsversammlung zu sprechen, die heuer wiederum nach Tegernsee fällt und zwar bei Gastwirt Aigner (Tegernseer Hof) abgehalten wird. Nach noch kleineren Besprechungen nahm die Sitzung ihr Ende.
Am 30. Mai 1932 folgten auf freundliche Einladung der Gebrüder Schultes, 5 Paare vom Ausschuß in Tracht der Eröffnungsvorstellung im Überfahrtssaal.

2. Ausschuss-Sitzung
Freitag, den 3. Juni im Gasthof Seerose; Anwesend war nur der engere Ausschuß, sowie die beiden Lehrer Likleder und Moschner, Ingenieur Erhardt, Stadler Saliterer, Zimmermeister Reiser und noch einige Handwerksmeister. Es wurde lediglich die Ausstellung besprochen, die heuer während der Sommerferien im Schulhaus stattfinden soll. Die Ausstellung, die sehr interessant zu werden verspricht bringt Holzschnitte, Kupferstiche, Stahlstiche, Lithografien, Ölgemälde, Abbildungen auf Möbelstücken, Uhren, Tellern, Tassen, Bechern, Krugdeckel, Pfeifenköpfen, Zeichnungen und alte Photographien von Kirchen, Kapellen, Bauernhäusern, Marterln, Grabkreuzen, ferner Votivbilder, Trachtenbilder u.s.w. die Ausstellung wird besonders die heimische Bauweise berücksichtigen, darum sollen auch aufgestellt werden Modelle alter Bauernhäuser sowie Detailstücke in natürlicher Größe, so zum Beispiel geschnitzte Laubensäulen, Laubenbretter, Balkenköpfe, Türen, Fensterumrahmungen, Freskoentwürfe, Eisenbeschläge u.s.w. Gegenstände die noch 1860 entstanden sind, oder Modelle und Detailstücke die Gegenstände aus späterer Zeit darstellen werden nicht angenommen und ausgestellt. Die Ausstellung wird am 24. Juli eröffnet werden. Tags vorher findet ein Heimat- und Begrüßungsabend statt. dessen Programm erst noch zusammengestellt werden muß.

1. Monat-Zusammenkunft
Wie festgesetzt, hielten die Wallberger am Sonntag den 5. Juni im Gasthof Tegernseer Hof ihre 1. Monatsversammlung ab. Der Besuch von Seiten der Mitglieder war ein guter zu nennen und die Tanzlust sehr rege. Es sollte aber nicht lange dauern, denn kaum waren etliche Scharen getanzt, da ein starker Regen dem lustigen Treiben bald ein Ende machte. Doch konnte uns das Wetter nichts spielen denn der schöne Saal des Herrn Aigner diente bald zur Fortsetzung. So war bald wieder die richtige Stimmung vorhanden.. Sogar die Frau Wirtin ließ es sich nicht nehmen, mit den Wallbergern auch einmal gemütliche Stunden zu derleben.. Und so gings unter schneidigen und flotten Walzern und Landlern lustig und lebhaft zu, bis in die dunklen Abendstunden, und jeder konnte sich wohlbefriedigt nach Hause begeben.

3. Ausschußsitzung
Mittwoch, den 22. Juni im Vereinslokal. Anwesend war außer dem gesamten Ausschuß unser lieber Vereinsdichter Herr Gewerberat Hugo Brandl, den Vorstand Schiffmann im Namen des Ausschusses aufs herzlichste begrüßte. Es erfolgte die Programmaufstellung für den Heimat- und Begrüßungsabend, der anläßlich der Ausstellung am Samstag den 23. Juli im Gasthof Überfahrt stattfindet.
Nach dieser kam man auf das 40 jährige Entstehungsjubiläum des Wallbergkreuzes zur Sprache. Der Datum wurde auf den 7: August festgelegt. Herr Gewerberat Brandl hatte uns hiezu schon ein sehr passendes, gutes Programm zusammen gestellt und hatte er uns wieder schöne Prologe geschrieben. Die bei dieser Feier zum Vortrag kommen werden. Tags vorher wird im Gasthof Seerose ein Vorabend mit Ehrung verdienter Mitglieder stattfinden. Die Juli-Monatsversammlung wird am Sonntag den 3. Juli bei Pfatischer (Gasthof Hahn) abgehalten werden. Nach noch kleineren Besprechungen nahm die Sitzung ein ende.

3. Monats-Zusammenkunft
Wie festgesetzt, konnte am 3. Juli die 2. Monatsversammlung im Gasthof Hahn abgehalten worden. Der Besuch von Seiten der Mitglieder, besonders von den Weiberleuten war kein guter zu nennen, das man der kühlen, regnerischen Witterung zu verdanken hatte. Trotzdem gings bald unter den schneidigen Ländlern der Kapelle Guggn Sepp sehr lustig und fidel zu, wie es ja bei den Wallbergern immer der Fall ist. Auch Gastwirt Pfatischer hatte auf das leibliche Wohl auch bestens gesorgt, so daß niemand an Hunger und Durst leiden brauchte. Gegen Abend zog man dann in die Veranda wo es erstrecht lustig zuging bis in die späten Abendstunden.

Heimat- und Begrüßungsabend
Anläßlich der Ausstellung, fand am 23. Juli 1932 im Gasthof zur Überfahrt ein Heimat- und Begrüßungsabend statt. Die Kapelle Maier (Guggn Sepp) leitete den Abend mit dem schneidigen Wallberger Marsch ein. Nach noch einigen Musikstücken betrat die kleine Schar der Kienast Anny die Bühne und brachten ihre bescheidenen Lieder sehr schön zum Vortrag. Es ist eine wahre Freude, wenn man sieht, wie sich das junge Volk von Buben und Mädchen sich schon am Volkslied interessiert und es unter ihrer Zielbewußten Lehrerin zu Gehör bringt. Besonders gefielen der kleine Pötzinger und der junge Wunsch Lenz, letzterer uns einige Zitherländler sehr schön zum Vortrag brachte.
Hierauf begrüßte der I. Vorstand Peter Schiffmann das anwesende Publikum und wies auf die Ausstellung "Alt-Tegernsee im Bild" hin. Mit guten Worten konnte er den eigentlichen Sinn und Zweck der Ausstellung darbringen. Regierungsbaurat Badberger verbreitete sich über den Baucharakter des Bauernhauses in Altbayern, über die Form des Einsiedlerhauses bis zur geschlossenen Ortschaft und zeigte eine Reihe von Luftbildern, an denen der Aufbau des bayrischen Bauernhofes in jeglicher Gestaltung in Erscheinung trat. Badberger konnte mit Recht darauf hinwiesen, daß die meisten Besitzer von Bauernhäuser, alten Stils, gar nicht wissen, welche Schmuckstücke sie besitzen und daß sie sich nur allzu leicht beraten und von falschen Einflüsterern dazu hinreißen lassen, die Geschlossenheit ihres historischen Hauses durch neumodische und stilwidrige Änderungen zu verschlechtern. Reicher Beifall dankte dem Redner, dessen Ausführungen von wirklicher Heimatliebe getragen wurde.
Die Gebrüder Maier gaben hierauf wieder einige ihrer Lieder zum Besten, welche mit Beifall aufgenommen wurden, so auch die Wallberger-Sängerinnen Höß - Auer - Gruber. Leider war das Publikum nicht sehr zahlreich erschienen, zum größten Teil fehlten sogar diejenigen, welche eine solche Veranstaltung heimatlichen Sinnes in erster Linie angeht, nämlich die ortsansäßigen Hausbesitzer selbst, die vielleicht das schlechte, regnerische Wetter zurückgehalten hatte.

Eröffnung der Ausstellung
Nachdem alle Vorbereitungen getroffen und alles sauber hergerichtet war konnte die Ausstellung am Sonntag den 24. Juli 1932 geöffnet werden. Es fanden sich schon am ersten Tag eine schöne Anzahl Besucher ein, die mit größtem Interesse die Gegenstände betrachteten und ein befriedigendes Lob aussprachen. Hoffen wir daß noch sehr viele Besucher, den niedrigen Eintrittspreis von 30 Pfennig nicht scheuen, und unsere Ausstellung besichtigen werden.

4. Ausschuss-Sitzung
Wieder versammelte sich der Ausschuß im Vereinslokal. Es wurde das Programm der beiden voraus stehenden Festlichkeiten, der 40 jährigen Entstehungsfeier des Wallbergkreuzes verbunden mit dem Wallbergerfest in Enterrottach genau besprochen. Neuerdings mußt man die beiden Feste wegen dem 300 jährigen Schützenjubiläum in Lenggries, auf den 7. August verlegen. Hoffen wir daß bis dorthin das Wetter etwas besser wird, daß man nicht nochmals an eine Verschiebung denken muß.

Ausstellungsschluß
Da es allmählich dem Ferienende zugeht und die Schulsäle wieder andere Dienste leisten müssen, mußten wir am Sonntag den 21. August die Ausstellung beschließen. Der Besuch derselben war kein guter. Kaum 1100 Personen hatten die Ausstellung trotz seiner 4 wöchigen Eröffnungszeit besucht, und das waren zum größten Teil Sommergäste - Sehr traurig für die einheimische Bevölkerung, wenn man sehen muß, daß für derartige Abhaltungen gar kein Interesse mehr gezeigt wird, zumal der Eintrittspreis schon sehr niedrig gehalten wurde, daß es sich jeder hätte leisten können. Kein Wunder wenn ein Verein solche Veranstaltungen überhaupt nicht mehr unternimmt, die eigentlich nur wieder der heimischen Bevölkerung zugute kommt. Wurde doch die heimische Bauweise stilecht in Bildern, Modellen und Detailstücken gezeigt. Hier sei das von den Brüdern Mannhardt angefertigte Modell eines Bauernhauses erwähnt, das auch von den Besuchern große Beachtung fand.

Ausschuss-Sitzung
Sonntag den 27. August versammelte sich der Ausschuß im Gasthof Enterrottach, betreffs Abrechnung vom Ehrenabend bei Kefer, Wallbergerfest in Enterrottach und der Ausstellung. Trotz der vielen Ausgaben, die ja bei solchen Veranstaltungen nie ausbleiben, konnte man noch einen kleinen Überschuß buchen. Anders gings bei der Abrechnung der Ausstellung. Hier mußte man leider ein Defizit feststellen. Nach noch kleineren Besprechungen nahm die Sitzung eine Ende.

Ausschuß-Sitzung
Betreffs wichtiger Besprechungen fand sich der Ausschuß am 1. Dezember im Vereinslokal ein. Zur Frage der Neujahrskarten kam man auf den Entschluß nur wieder an außerordentliche sowie Ehrenmitglieder Neujahrskarten in ganz einfacher Ausführung zu senden. Hugo Brandl hatte hiezu wieder ein sehr schönes Verslein gedichtet.
Ein Ersuchen der Segelflugvereinigung des Tegernseer Tales an den 1. Vorstand Schiffmann um Beitritt des Wallbergervereins zur oben genannten Vereinigung wurde vom Ausschuß vorläufig auf ein Jahr genehmigt. Weitere Besprechungen hiezu wurden bis zur Generalversammlung zurückgelegt. Ferner wurde der Ankauf einer Marschtrommel vom Ausschuß genehmigt.

Schriftführer: Berghammer Stefan