Gebirgstrachten Erhaltungsverein "die Wallberger"

Die Chronik des Vereins - das Protokollbuch

1960

Am 7. Mai fanden sich die Ausschußmitglieder in einer Sitzung im Gasthof Seerose, es wurde beschlossen, am Himmelfahrtstage wieder einen Jahrtag mit Kirchenzug zu halten und am Nachmittag die Versammlung abzuhalten.
Die Toten des Jahre - Verstorbene Vereinsmitglieder 1959-60
Johann Reschauer Wiessee, Johann Sinzinger Wiessee, Karl Postner Tegernsee, Johann Erlacher Trinis, Michael Stoib Kreuth, Dr. Weinzierl Tegernsee, Franz Kapeller Moosrain, Josef Maier Rottach
Brandstatt, den 25. Mai 1960 Lenz Kandlinger 1. Schriftführer

71. Hauptversammlung - Jahresbericht 1960-61
Am Vormittag formierte sich der Kirchenzug zum Jahrtags-Gottesdienst um der gefallenen und verstorbenen Mitglieder zu gedenken. Vorstand Bauer legte zum Zeichen der Verbundenheit einen Kranz nieder. Hernach marschierte der Zug mit Trommler und schneidiger Musik zum Stammlokal Seerose.
Am Nachmittag um 2 Uhr eröffnete Vorstand Bauer Hans die 71. Hauptversammlung und begrüßte 63 erschienene Mitglieder. Nach verlesen des Jahres- und Kassenberichts, erfolgte die Ehrung durch ein Diplom für 50 jährige treue Mitgliedschaft an folgende Herren: Popp Anderl, Rauh Karl, Stäblein Karl, Grieblinger Georg, Kienast Quirin und Ulbricht Hermann. Da Hans Bauer das Amt des 1. Vorstandes niederlegte, mußte eine Neuwahl stattfinden.
Nach längerer Debatte erklärte sich endlich Stadler bereit, die Vorstandschaft anzunehmen. 2. Vorstand blieb Peter Höß, Kandlinger Lenz, Schriftführer, Bürgermeister Sepp Wundshammer 2. Schriftführer. 1. Kassier Sepp Pichler an Stelle von Hatzl Hans, 2. Kassier Maier Sepp, 1. Fahnenjunker Höß Georg, 2. Fahnenjunker Bauer Hans, 1. Vorplattler Frank Stefan, 2. Vorplattler Bachmair Sepp, 1. Zeugwart Strillinger Quirin, 2. Zeugwart Mannhard Sepp, Tanzmeister Kröll Alois, Trachtenwart Maier Georg, Beisitzer: Kröll Schorsch, Hagn Leonhard, Kandlinger Leonhard, und Schätz Friedl.
Nach dem letzten Punk Wünsche und Anträge wurde die Versammlung geschlossen.

Ausschußsitzung am 9. Juni 1960 im Gasthof Kalkofen
Da der neugewählte Kassier Pichler Sepp den Posten als 1. Kassier entschieden ablehnte, übernahm nach langen hin und her, Maier Sepp das Amt des 1. Kassiers bis zur nächsten Generalversammlung. 2. Kassier wurde Höß Georg. 1. Fahnenjunker Bauer Hans, 2. Fahnenjunker Hagn Hardl, als Beisitzer wurde Hatzl Egid dazu gewählt.

Ausschußsitzung am 20. Juli 1960 im Cafe Kreuz
Hauptpunkt der Besprechung war die Vorbereitung zum Wallbergerfest. Die Nachbarvereine, die Hirschbergler und Leonhardstoana und auch die Tegernseer Plattlergruppe wurden eingeladen.

Seefest am 25. Juli 1960
Beim Seefest war auch eine Gruppe junger Wallberger vertreten. Sie plattelten und tanzten, daß es eine Freude war. Beim Scheinwerferlicht und den aufsteigenden Raketen in den sternenklaren Nachthimmel, bot sich dem Beschauer ein Bild echten heimatlichen Brauchtums.

Ausschußsitzung am 7. September 1960 in Enterrottach
1. Kassier Sepp Maier gab einen kurzen Überblick über die Abrechnung beim Wallbergerfest und man konnte in finanzieller Hinsicht trotz des unfreundlichen Wetters zufrieden sein.

Tegernseer Tal-Ball
Am 1. Oktober fand der Ball der Trachtenvereine des Tegernseer Tales statt. Veranstalter waren die Neureuther. Der Ball wurde beim Köck am Gasteig abgehalten. Die Wallberger waren mit 45 Personen vertreten.

Ausschußsitzung im Gasthof Lindl am 18. Dezember 1960
An alle Mitglieder werden Neujahrsgrüße verschickt verbunden mit einer Einladung zum Hoagart am 7. Januar im Gasthof Lindl.

Schriftführer: Kandlinger Lenz


1961
     
Ausschußsitzung am 18. Februar 1961 in Enterrottach
Frau Groll stellte den Wallbergern die Veranda zum Abbruch unentgeltlich zur Verfügung. Außerdem noch einen Platz für eine Vereinshütte. Es wurde beschlossen, am Samstag den 25. Februar die Veranda auf gemeinschaftlichen Weg abzubrechen und um 8 Uhr abends des gleichen Tages eine außerordentliche Generalversammlung abzuhalten. Als zweiten Punkt kam noch ein Antrag eines verdienten Mitgliedes zur Sprache. Alle Vereinsmitglieder, welche das Glück haben, den 70. - 75. oder 80. Geburtstag usw. oder eine silberne oder goldene Hochzeit feiern können, sollen vom Verein beglückwünscht werden.
Beim Abbruch der Veranda in Enterrottach am 25. Mai waren 29 Mitglieder beteiligt.

Ausschußsitzung am 30. April 1961 im Gasthof Seerose
Am Himmelfahrtstag findet wie alljährlich ein Jahresgottesdienst statt und am Nachmittag die Jahreshauptversammlung.
Verstorbene Mitglieder
Leider haben uns wieder 15 Mitglieder für immer verlassen müssen.
Miller Ludwig, Degano Alois, Bömmel Adlbert, Sanktjohanser Leonhard, Sareiter Sebald,, Probst Englbert, Mahler Alois, Buchberger Georg, Baron Richard von Michel, Bögl Georg, Stäblein Karl, Ehrenmitglied Hahn Josef, Dr. Leibig, Holler Richard, Ehrenmitglied Aigner Johann.
Zum Zeichen der Verbundenheit wurde am offenen Grab ein Kranz niedergelegt und die Fahne neigte sich dreimal zum letzten Gruß.
Vereinsstärke
der Verein zählt 388 Mitglieder: 1 Ehrenvorstand 10 Ehrenmitglieder 34 Mitglieder mit 50 jähr. Mitgliedschaft 16 Ausschußmitglieder 3 Hilfskassiere 269 ordentliche Mitglieder 55 außerordentliche Mitglieder
Rottach-Brandstatt, den 1. Mai 1961 Lorenz Kandlinger

72. Hauptversammlung - Jahresbericht 1961-62
Am Vormittag marschierten die Wallberger bei schneidiger Musik und Schneetreiben vom Vereinslokal zur Kirche, um beim Vereinsjahrtag der verstorbenen Mitglieder zu gedenken. Vorstand Stadler legte am Kriegerdenkmal zum Zeichen der Verbundenheit einen Kranz nieder und gedachte in bewegten Worten der gefallenen und verstorbenen Mitglieder.
Am Nachmittag eröffnete Vorstand die 72 Hauptversammlung und verlieh in seinen Begrüßungsworten seine Freude Ausdruck über den ausgezeichneten Besuch. Nach der Verlesung des Jahresberichtes und den Ausführungen des Kassiers konnte Vorstand Stadler an 7 Jubilare für 50 jährige Mitgliedschaft die Ehrenurkunden überreichen. Geehrt wurden die Mitglieder: Ehrenvorstand Peter Schiffmann, Nikolaus Auracher, Anton Faschinger, Josef Hagn, Josef Höß, Richard Kirchberger, Johann Bichler. Die Ehrung des allseits bekannten Schlemmvaters Franz Hagn übernahm Ehrenvorstand Peter Schiffmann, welcher versicherte, daß ihn die Tatsache, die Ehrung des alten Schlemmvaters vornehmen zu dürfen, ebenso freue, wie die eigene Ehrung und so war der Händedruck der beiden alten Wallberger von kräftigem Beifall begleitet.
Die notwendige Nachwahl des 1. Kassiers wurde schnell unter Dach und Fach gebracht. Aus der Zettelwahl ging Sepp Winkler nahezu einstimmig als neuer Kassier hervor.
Eine lange Aussprache entstand um die geplante Errichtung einer Vereinshütte, für die Aufstellung der Hütte könnten zwei Plätze in Betracht kommen. Das gemeindeeigene Arial im Kalkofener Steinbruch, oder ein den Unterwallbergern gehörendes Grundstück in Enterrottach, das auf 99 Jahre gegen Dringlichkeitseintrag greifbar wäre. Neben nicht unerheblichen Sach- und Arbeitsleistungen, wäre noch schätzungsweise mit einem Baraufwand von 10000 Mark zu rechnen. Nachdem von der Versammlung noch ein Bauausschuß gewählt wurde, schloß Vorstand Stadler die vorbildlich verlaufenen Versammlung.

Ausschußsitzung im Cafe Kreuz am 19. Juli 1961
Es betrifft die Vorbereitungen zu treffen für das Wallbergerfest. Es wird wieder mit Daxwagen gefahren und auch die Nachbarvereine eingeladen. Der Termin wurde auf den 13. August festgelegt.

Ausschußsitzung am 13. Dezember 1961
Tagesordnung: Entwurf der Neujahrskarten und Festlegung des Hoagarts auf den 7. Januar.

Schriftführer: Kandlinger Lenz


1962
        
Ausschußsitzung
Zur Aussprache kam die Vorbereitung zum Sängerabend in der Überfahrt. Vorstand Stadler hat bereits mit den besten Sänger- und Musikantengruppen Fühlung aufgenommen und sie haben auch ihr Kommen zugesagt.

Ausschußsitzung am 9. April 1962
im Cafe KreuzLeider waren nur die Hälfte der Ausschußmitglieder anwesend. Das Programm für die Jahresversammlung wurde festgelegt und die Neuwahl besprochen. Gleichzeitig fand auch die erste Plattlerprobe statt.
Verstorbene Mitglieder: Ulbricht Hermann, Maier Kaspar, Kandlinger Korb. Frick Adlbert, Lindmayr Quirin, Grauvogl August, Kammerer Josef, Längst Georg, Schiffmann Bartl, Schmied Leonhard, Schober Lorenz, Prof. Thomas Baumgartner.
Brandstatt, den 10. Mai 1962 Lenz Kandlinger 1. Schriftführer

73. Hauptversammlung
Mit Kirchenzug und Jahrtagsgottesdienst gedachten die Wallberger der gefallenen und verstorbenen Mitglieder.
Am Nachmittag eröffnete Vorstand Stadler die 73. Hauptversammlung und konnte wieder einen erfreulich starken Besuch feststellen. Seine besonderen Grüße galten Ehrenvorsitzenden Schiffmann, dem Kommandant der Feuerwehr Karl Weckerlein und den Burschenvereinsvorstand Franz Sollacher.
Mit einem Dankeschön für die dem Verein gehaltene Treue, gedachte der Vorsitzende der im abgelaufenen Jahr verstorbenen Mitglieder. Nach der Verlesung des Jahresberichtes erfolgte die alle 2 Jahre stattfindende Neuwahl, welche eine Reihe persönlicher Veränderungen mit sich brachte. Vorstand Stadler gelang es nicht, von seinem Vorsitz entbunden zu werden. Das weitere Ergebnis sah folgendermaßen aus:
2. Vorstand Sepp Birk, 1. Schriftführer Lenz Kandlinger, 2. Schriftführer Sepp Wundshammer, 1. Kassier Sepp Winkler, 2. Kassier Sepp Maier,, 1. Fahnenjunker Simon Adlbert, 2. Fahnenjunker Georg Höß, 1. Vorplattler Georg Maier jun., 2. Vorplattler Georg Maier jun. Ellmau, 1. Zeugwart Quirin Strillinger, 2. Zeugwart Sepp Mannhard, Tanzmeister Lois Kröll, Trachtenwart Georg Maier sen.
Beisitzer: Georg Kröll, Friedl Schätz, Egid Hatzl, Peter Höß und Sepp Bachmair.
Folgenden Mitgliedern wurde die Ehrenurkunde für 50 jährige Mitgliedschaft überreicht: Johann Hagn Kühzagl, Sebastian Hagn Hauserdörfl, Josef Staudacher Tegernsee, Sepp Unterberger Rottach und Michael Unterberger Hagrain.
Nach dem letzten Punkt Wünsche und Anträge schloß Vorstand Stadler die Versammlung

Ausschußsitzung
Zweck der Zusammenkunft war in erster Linie die Vorbereitungen zu treffen, für das im August stattfindende Wallbergerfest.

Tirolfahrt
Wenn auch in Rottach der Bichlmeier-Bus lange auf seine Mitfahrer warten mußte bie alle beisammen waren, so wurde auf der Grenze in Stuben noch mehr kostbare Zeit versäumt, denn leider waren drei dabei, die weder Paß noch Kennkarte hatten. Nach Hinterlegung eines Geldbetrages, konnte man endlich die Grenze passieren. In Innsbruck wurde zu Mittag gegessen. Das Interessanteste war die im Bau befindende Europabrücke am Brenner. Auf dem Rückweg wurde nach Parsberg zum Sontheim gefahren, um ein Versprechen einzulösen.

Ausschußsitzung
In Vertretung des 1. Vorstandes eröffnete der 2. Vorstand Sepp Birk die Ausschußsitzung und führte aus, daß er und Adlbert Simon mit den Vitruven auf dem Wallberg waren, um den Zustand der Gedenktafel am Hafnerstein zu besichtigen. Da die Vitruven ihr 100 jähriges Bestehen der Studentenvereinigung dort feiern möchten, soll die Gedenktafel renoviert werden. Für die Kosten kommen die Vitruven auf

Schriftführer: Kandlinger Lenz


1963
        
Ausschußsitzung am 21. April im Gasthof Seerose
Der Vereinsjahrtag und die Jahresversammlung wurden auf den Himmelfahrtstag, den 13. Mai festgelegt. Auf Anregung wurde noch beschlossen, Geschenke zu geben an 80 jährige Mitglieder und zur Goldenen Hochzeit, je nach dem, wie sie sich im Verein verdient gemacht haben. Auch richtete der Vorstand an die Jungen den Apel, wieder mit den Plattlerproben zu beginnen und einen Figurentanz einzuüben, für das 100 jährige Gründungsfest der Vitruven.
Die Toten des Jahres: Anton Bartl Feicht, Dr. Karl Knörzer, Georg Berghammer, Anna Popp, Georg Schulz
Zum Zeichen der Verbundenheit wurde jedem ein Kranz auf das Grab gelegt und die Fahne senkte sich dreimal zum letzten Gruß.
Der Verein zählt 435 Mitglieder
Rottach-Egern, den 23. Mai 1963 Lenz Kandlinger 1. Schriftführer

74. Hauptversammlung - Jahresbericht 1963-64
Die 74. Generalversammlung im großen Verandasaal des Gasthofes Seerose, wies einen noch stärkeren Besuch als im Vorjahr auf. Die Mitglieder Georg Gerg und Josef Gilg erhielten die Ehrenurkunde für 50 jährige Mitgliedschaft. Sepp Stadler begrüßte die Versammlung und gab seiner Freude Ausdruck, neben Ehrenvorstand Schiffmann und einer großen Zahl von Ehrenmitgliedern, auch den Vorstand der Veteranen und Kriegervereins Tegernsee Herrn Karl Rauh, den Kommandanten der freiw. Feuerwehr Herrn Karl Weckerlein und dem Vorstand des Burschenvereins Herrn Sepp Weger willkommen heißen zu können. Mit Bedauern und darin wurde ihm auch in der Versammlung beigepflichtet, mußte er auch anderseits zur Kenntnis nehmen, daß kein Vertreter der Gemeinde anwesend war.
Nach einem kurzen Gedenken an die im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder erteilte Vorstand Stadler zu den Geschäftsberichten das Wort. Nach dem Verlesen des Jahresberichtes, der ein sehr reges Vereinsjahr widerspiegelte, wies der Kassier neben einigen Spenden und einem Ansteigen der Beitragsleistungen, eine auch sonst zufrieden stellende Kassenlage auf. Die von Revisoren erbatene Entlastung wurde einstimmig erteilt. Zu den Berichten ergriff Vorstand Stadler das Wort, wobei er zunächst der finanziellen Seite das Augenmerk schenkte. Der bevorstehende Vitruvenball anläßlich des hundertjährigen Bestehen des Corps wurde mit dem Empfang im Bräustüberl und dem Fest im Sommerkeller seine Probleme haben.
Auch der Ball der Tegernseer Trachtenvereine wird heuer wieder von den Wallbergern durchgeführt. An den Sängerabenden wolle man festhalten, aber nur mehr mit Kartenvorverkauf.
In der Aussprache fand die in der Bürgerversammlung angeregte Beleuchtung des Wallbergkreuzes zu Ehren der Gefallenen des Tegernseer Tales starkes Interesse. Nach langer Debatte kam man zu dem Entschluß von einer Dauer- oder Saisonzeitbeleuchtung des Wallbergkreuzes Abstand zu nehmen und es soll nur wie bisher bei festlichen Anlässen als christliches Zeichen wie ein Stern vom Himmel leuchten.
In der weiteren Aussprache wurde noch mit Bedauern festgestellt, daß bei den Plattlerproben das weibliche Element stark in den Hintergrund getreten sei und überhaupt für die Zukunft der Nachwuchs das schwierigste Problem für den Verein darstellt.
Nach reger Aussprache schloß der Vorstand die Versammlung.

Ausschuss-Sitzung, 20. Juli in Enterrottach
Hauptpunkt war die Vorbereitung zum Wallbergerfest. Es wurde der Termin auf den 11. August festgelegt. So wie alle Jahre wird wieder mit den Daxwagen gefahren.

Ausschuss-Sitzung am 24. August in Enterrottach
1. Kassier Kandlinger gab einen kurzen Bericht über die Abrechnung beim Fest und man konnte mit dem Ergebnis zufrieden sein.
8 Tage darauf trafen sich alle Mitwirkenden zu einem gemütlichen Beisammensein.
Am 30. September 1963 versammelten sich die Vorstandschaften der fünf Trachtenvereine des Tegernseer Tales im Gasthof Überfahrt um die Vorbereitungen zu treffen für den Ball. Die Ausführenden sind in diesem Jahr die Wallberger.

Ball der Trachtenvereine des Tegernseer Tales
Zum Ball am 12. Oktober 1963 in der Überfahrt waren alle Vereine sehr gut vertreten. Es spielte die Rottacher Musikkapelle.

Ausschuss-Sitzung im Gasthof Lindl
An alle Mitglieder werden wieder Neujahrskarten verschickt und zugleich eine Einladung zum Hoagart am 4. Januar. Ferner kam auch die Renovierung der Gedenktafel am Hafnerstein zur Sprache. Wenn sich die Vitruven auch bereit erklären, die Kosten zu übernehmen, so wollen doch die Wallberger auch etwas beisteuern.
Da der Wallbergerverein 1964 seinen 75. Geburtstag hat, sollen bereits Vorkehrungen getroffen werden. Es wurde geplant, einen Festabend im Überfahrtssaal abzuhalten. Es sollen Ehrenkarten verschickt werden an verdiente Mitglieder und prominente Persönlichkeiten. Auch eine Festschrift wurde in Erwägung gezogen, wozu Herr Noschner und Herr Winkler sich bereit erklärten, mit den Vorbereitungen zu beginnen.

Schriftführer: Kandlinger Lenz


       

1964
     
Ausschuss-Sitzung am 26. Januar in der Seerose
Vorstand Stadler eröffnete die Ausschußsitzung und konnte gleich die freudige Mitteilung machen, daß die alte Vereinsfahne der Wallberger wieder zum Vorschein gekommen ist und zwar wurde sie auch dem Speicher des Gasthofes Seerose gefunden. Der Festabend kann am Ostermontag nicht stattfinden, da der Saal in der Überfahrt anderweitig beansprucht wird. Der Festabend wird nun am 4. April abgehalten. Es werden mehrere verdiente Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannt. Für den musikalischen Teil war man einstimmig für die Rottacher Musikkapelle. Die Begrüßungsansprache hält Ehrenvorstand Schiffmann und die Festrede Vorstand Stadler. Moschner erklärte sich als Ansager bereit. Es sollen drei bis vier Sängergruppen auftreten und wenn die Zeit reicht, soll auch der Einakter das "Wallberger Miadä" gespielt werden. Auch sollen die jungen Wallberger mit Schuhplattler und eventuell auch mit einem Figurentanz auftreten. Von einer Festschrift wird abgesehen.

Am 2. März 1964 war eine Ausschußsitzung beim Haunker, verbunden mit einer Feier zum 70. Geburtstag unseres Kassiers Sepp Winkler, wozu die Wallberger von ihm besonders eingeladen wurden. Und dazu noch einige Musakanten bestellt. In der Ausschußsitzung kam wieder die Vorbereitung zum Festabend zur Sprache. Für diesen Anlaß fand noch eine weitere Ausschußsitzung am 22. März im Gasthof Kefer statt.

Wia´s war vor 75 Jahr / Am Tegernsee, von dö Berg umrahmt,
liegt a Ort, im ganzen Land bekannt, leider bebaut von vorn bis hinten
Rottach-Egern, die Kirch in der Mitten. / Was war da früaha für himmlische Ruah
in der Zeit vor 75 Johr. / In d´Sommafrisch san kema nur wenige Gäst
koa Auspuff hot die Luft verpest. / Da Postillion hot ins Horn nei blost,
dö Küah, de ham am Ufa grost. / Beim Bartlmä in Egern is da Goadan gwen
und da Küahbua hot d´Füaß an See neighengt. / Damit dö schöne Tracht erhoitn bleibt,
dö guatn Sittn, dö oitn Bräuch / ham sie Rottacher Bürger, ehrbare Leit
sie ruahn scho lang in der Ewigkeit, / beim Kirchawirt zum Bartlmä troffn
und ham den Trachtenverein ins Lebn gruafa. / Dene Gründer gebührt unser Dank
daß ma no trong dös boarisch Gwand. / Da Woiberg hint, Ihr wißt es schon
er is dem Verein sei Namenspatron. / Die Woiberger ham sie gar viel bemühat
Daß a schöns Bergkreuz den Gipfe ziert. / Es war nit leicht in derselben Zeit,
Denns. letzte Wort gred´t hot die Obrigkeit. / Gsuacha hams gmacht und hin und her gschriem is worn;
aba die Woiberger ham den Muat nit verlorn / bis endli, es war schier nit zum Dalem,
da Prinzregent hot sei Jawort gem. / Seitdem stehts Bergkreuz im stählernem Gwand
und grüaßt hinaus ins boarische Land. / Der Verein is grouß worn und stark
wenn a die Zeitn manchmoi warn hart. / Es hot oiwei wieda Idealisten gebn,
dene da Woibergerverein am Herzen is glegn, / möge er no recht lang bestehn
und da Hergott dazua seinen Segn gebn. / Lenz Kandlinger

75. Gründungsjahr
Schon in den Vortagen wurde in der Tegernseer Zeitung auf das Stiftungsfest hingewiesen. Durch eine Artikelserie von der Gründung des Vereins und die Begebenheiten bis zum heutigen Tag. In musterhafter Weise geschrieben vom Moschner Gustl
Nach einleitenden Darbietungen der Rottacher Blasmusik, hielt Ehrenvorstand Schiffmann die Begrüßungsansprache. Neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern konnte er viele Ehrengäste willkommen heißen. Unter ihnen Hochw. Pfarrer Kronast, M.d.B. Franz Gleißner mit Gattin, M.d.L. Anton Staudacher mit Gattin, Landrat Dr. Walter Königsdorfer mit Gattin, die Bürgermeister Johann Hagn von Kreuth und Sepp Wundshammer von Rottach-Egern, die Gemeinderäte aus beiden Gemeinden und die Vertreter des Corps Vitruvia.
Vorstand Sepp Stadler erinnerte in seiner Festansprache an die 36 Männer, die vor 75 Jahren den Trachtenverein "Die Wallberger" gegründet haben und gab einen kurzen Überblick über das Vereinsgeschehen seit der Gründung. Das Stiftungsfest soll der Öffentlichkeit zeigen, daß die Wallberger mit 420 Mitglieder nach wie vor bereit sind, für heimische Tracht, Sitte und Brauchtum einzutreten.
Der 1 Vorsitzende der Vitruven, Generalstaatsanwalt Machhof wies auf die guten Beziehungen der beiden Vereinigungen hin und beglückwünschte die Wallberger zum 75 jährigen Stiftungsfest und überreichte als Zeichen treuer Verbundenheit ein wertvolles Erinnerungsband für die Vereinsfahne.
Auch der 1. Bürgermeister Sepp Wundshammer ergriff das Wort und übermittelte die herzlichsten Glückwünsche der Gemeinde und stiftete ebenfalls ein Fahnenband, das leider noch nicht eingetroffen ist. Auch Hochw. Pfarrer Kronast sprach seine Glückwünsche aus.
Gustl Moschner als Ansager konnte Glückwünsche, Telegramme von Dr. Gustl Ganghofer, Bürgermeister Völkner von Bad Wiessee, Landtagsabgeordneten Anton Weilmeier. M.d.B. Josef Ertl, sowie vom Bundeskanzler Ludwig Erhard bekannt geben.
Im weiteren Verlauf des Abends galt es, aus dem Kreis der vielen Idealisten, die den Verein in besonderer Weise vertreten und gefördert hatten, durch die Ernennung zu Ehrenmitgliedern auszuzeichnen. Zu diesen gehörten Frau Anna Kefer als Herbergsmutter, Frl. Annamirl Wunschl, von der befreundeten Corps Vitruvia die Herren Dr. Karl Förderreither und Karl Friedrich, ferner die weiteren Mitglieder Georg Karg, Sepp Maier, Georg Maier, Hans Hatzl, Egid Hatzl, Unterberger Hans, Georg Kröll, Michl Sonnleitner und Lenz Kandlinger. Sie konnten aus der Hand des Vorstandes die eingerahmten Urkunden in Empfang nehmen.
Eine besondere Note brachten noch die Sängergruppen, und zwar die Roana Dirndln, die Geschwister Röpfl und die Waakirchner Sänger, die in letzter Minute noch für die Haunshofner Buam eingesprungen sind. Die jungen Wallberger warteten mit Schuhplattlern auf und die zwei Dirndln vom Derndl-Unterwallberg und Friedl Wiessee spielten auf Hackbrett und Zither, der 14 jähr. Lukas Hansl trug ein Gedicht vor, wias war vor 75 Jahr.
Zum Schluß kam noch der Einakter "s´Woiberger Miadä". Auch der Beifall für diese Spieler war ehrlich verdient.
Und damit hat wieder eine Feier der Wallberger seinen Abschluß gefunden.
Am nächsten Tag, am Sonntag trafen sich die Wallberger und Vitruven bei Schnee und Nebel auf dem Wallberg zum Gedenkgottesdienst im Wallbergkircherl. Pfarrer Kronast wandte sich in einer Ansprache auch hier an die Teilnehmer und würdigte noch einmal die Bedeutung der Pflege des heimatlichen Erbes.

Ausschußsitzung am 11. April 1964 im Gasthof Seerose
Vorstand Sepp Stadler streifte noch einmal den Festabend und stellte fest, daß man damit sehr zufrieden sein kann, gemessen an den Darbietungen und auch in finanzieller Hinsicht. Die Generalversammlung und der Jahrtagsgottesdienst finden am Himmelfahrtstag, den 7. Mai statt, wozu die Mitglieder mit Karten geladen werden.
Die Toten des JahresIm vergangenen Vereinsjahr verstorbene Mitglieder:
Sepp Schiffmann, Lenz Triesberger, Jakob Bäumler, Michael Hagn, Bertl Schultes, Georg Frei, Franz Laule, Professor Rau.
Allen Verstorbenen wurde ein Kranz gewidmet und dreimal senkte sich die Fahne ins offene Grab, der sie bis zum Tode die Treue hielten.
Der Verein zählt insgesamt 420 Mitglieder
Brandstatt, den 7. Mai 1964 Lenz Kandlinger 1. Schriftführer.

75. Hauptversammlung  -  Jahresbericht 1964-65
Am Vormittag marschierten die Wallberger mit Musik und Trommler zum Jahrtag, um der gefallenen und verstorbenen Mitglieder zu gedenken. Am Kriegerdenkmal legte Vorstand Stadler nach kurzen Worten des Gedenken einen Kranz nieder. Mit drei Böllerschüssen und dem Lied des guten Kameraden wurde die Feier beendet.
Am Nachmittag fand die 75. Hauptversammlung im Hotel zur Seerose statt und wies einen starken Besuch auf. Vorstand Stadler entbot seinen Willkommensgruß und vergaß dabei nicht, die Bürgermeister Wundshammer und Strohschneider zu begrüßen. Ferner den Ehrenvorstand Peter Schiffmann, den Vertreter der Vitruven Dr. Forderreither, die Vorstände der Veteranenvereine Tegernsee und Egern-Kreuth, der Feuerwehr, des Burschenvereins, des Arbeiter Unterstützungsvereins und die große Zahl der Ehrenmitglieder.
Nach Verlesung des Jahresberichtes und der Bekanntmachung des Kassenberichtes, welcher eine sehr befriedigende Kassenlage aufzuweisen hatte, überreichte Vorstand Stadler den Mitgliedern Georg Bauer, Karl Echter, Lenz Erlacher und Michael Sumberger die Ehrenurkunde für 50 jährige Mitgliedschaft. Zum Beifall umrauschten Höhepunkt der Versammlung wurde sodann die Verlesung der Ehrenmitgliedschaft von Frau Anna Kefer. Stadler widmete der gefeierten Herbergsmutter des Vereins ehrende Worte und dankte ihr dafür, daß die Wallberger in ihrem Haus schon ganz guat aufgenommen seien und man immer mit ihr rechnen kann. Die vom Vorstand an das neue Ehrenmitglied gerichtete Bitte, bleib wie du bist, ging im Beifall unter.
Auch Bürgermeister Wundshammer meldete sich noch zu Wort und überreichte dem Verein, das von der Gemeinde zum 75. Jubiläum gestiftete Fahnenband.
Die Neuwahl des Ausschusses brachte einige Umbenennungen mit sich und brachte folgendes Wahlergebnis.:
1. Vorstand Sepp Stadler; 2. Vorstand Egid Hatzl;
1. Schriftführer Lenz Kandlinger; 2. Schriftführer Sepp Kroiß;
1. Kassier Sepp Winkler; 2. Kassier Sepp Maier;
Vorplattler Georg Maier (Derndl) und Georg Maier (Festl);
1. Fahnenjunker Simon Adlbert; 2. Fahnenjunker Toni Kefer;
Zeugwart Sepp Mannhard und Michl Sonnleitner;
Tanzmeister Sepp Bachmaier und Stefan Frank:
Beisitzer: Peter Höß, Lois Kröll, Georg Kröll und Sepp Birk
In der überaus lebhaften Aussprache sei besonders der Antrag des Veteranenvereins erwähnt und zwar eine Errichtung von Kriegsopfer Ehrentafeln im Rathaus im gewünschten Sinne zu unterstützen. Die Versammlung entschied sich dahin, daß die in der Pfarrkirche seit langem bestehende Kriegergedächtnisstätte als das richtige Kriegerdenkmal am richtigen Platze sei.

Fahrt nach Diksmuide
Am 12. Oktober fuhren zwei Vereinsmitglieder mit einer Abordnung der Gemeinde nach Diksmuide, wo sie herzlich empfangen wurden. Der Zweck war die Anknüpfung einer Patenschaft zwischen beiden Gemeinden.

Ausschußsitzung am 7. Juli 1964 in Enterrottach
Es galt wieder, die Vorbereitungen zum Wallbergerfest zu treffen. Es wird wieder mit Daxwagen gefahren. Birk Sepp und Kröll Schorsch übernehmen den Schießstand, Hatzl Egid und Maier Schorsch den Glückshafen, Sonnleitner Michl übernimmt die Aufstellung der Tanzbühne. Es werden 2000 Eintrittszeichen bestellt. Zum Fest spielt wieder die Rottacher Musikkapelle. Der Antrag des Vorstandes, eine Würstlbraterei zu errichten wurde vom Ausschuß einstimmig befürwortet, löste aber mit der Wirtschaftsführung eine heftige Debatte aus, da sie sich auch einen Anteil sichern wollte. Diese Auseinandersetzung erregte die friedliebenden Gemüter der Ausschußmitglieder und konnte aber dann schnell zu Gunsten des Vereins erledigt werden. Der Termin des Festes wurde auf den 9. August festgelegt.
Am 3. August trafen sich der Schiclub mit einigen Ausschußmitgliedern von den Wallbergern. Da es das Waldfest am 2. August verregnete, nahmen die Wallberger vom Fest am 9. August Abstand und verlegten es auf den 15. August.

Ausschußsitzung am 8. September in der Seerose
Vorstand Stadler gab seiner Zufriedenheit über den Verlauf des Wallbergerfestes Ausdruck und dankte allen Mitwirkenden aufs herzlichste. Sehr erfreulich war auch der Bericht vom Kassier Winkler in finanzieller Hinsicht. Es wurde beschlossen, bei Neuaufnahmen junger Mitglieder einen Zuschuß für die Tracht zugeben.

Besprechung der Vorstandschaften der Tegernseertal-Vereine am 9. September im Gasthof Lindl
Ausführender Verein sind die Hirschbergler. Der Ball wird im Gasthof Lindl abgehalten, da in der Überfahrt die Halbe Bier 1,30 Mark kostet und im Gasthof Baur ab 1. Oktober keine Veranstaltungen mehr stattfinden.

Zusammenkunft
Am 26. September erfolgte die Zusammenkunft aller mitwirkenden Mitglieder vom Wallbergerfest bei flotter Musik. Die jungen Musikanten spielten unentgeltlich. Bei Bier und Brotzeit waren bald alle in fröhlicher Stimmung.

Ausschußsitzung am 8. Dezember 1964 Gasthof Tuften
An alle Mitglieder werden wieder Neujahrskarten geschickt und zugleich eine Einladung zum Hoagart am 9. Januar beim Gasthof Baur in Rottach.

Schriftführer: Kandlinger Lenz


1965

 a guat´s neu´s Jahr 1965

Ausschußsitzung am 10. April 1965 im Gasthof Seerose
Nach der Begrüßung der Anwesenden durch Vorstand Stadler wurde beschlossen, die Jahreshauptversammlung am 27. Mai in der Seerose abzuhalten. An alle Mitglieder wurden Einladungskarten geschickt. Ferner ersuchte Stadler den 2. Vorstand Hatzl, ihn als 1. Vorstand bis zur Hauptversammlung zu vertreten, da er nun kurz vor der Hochzeit mit der Arbeit überhäuft ist und da und dort seinen Mann zu stellen hat.
Da ein Hechenberger Trachtenverein, dessen Fahnenbraut die Hochzeiterin war, ist es ein alter Brauch, daß die Fahne beim Hochzeitszug mitgetragen wird. Darum betrachten es die Wallberger als eine Selbstverständlichkeit, auch ihren mehrjährigen, bewährten Vorstand, mit der Fahne zu begleiten. Ferner soll ihm eine Glocke mit gesticktem Riemen überreicht werden.

Ausschuß-Sitzung am 8. Mai 1965 im Gasthof Kalkofen
Nach der Begrüßung durch den 2. Vorstand Hatzl wurde beschlossen, die Kosten für das Hochzeitsgeschenk vom Verein und dem Ausschuß gemeinsam zu tragen. Am folgenden Sonntag beteiligten sich die Wallberger beim Kirchenzug, anläßlich der Patenschaft der Gemeinde Rottach-Egern und Dixmuide in Belgien.

Ausschuß-Sitzung am 2. Mai 1965 beim Webermo
Auf Wunsch des 1. Vorstandes wurde bei ihm, beim Webermo eine Ausschußsitzung abgehalten. In erster Linie bedankte sich Stadler beim Ausschuß für das Hochzeitsgeschenk, das ihm eine überaus große Freude bereitete. Ferner auch für die Fahnenbegleitung beim Hochzeitszug.
Es wurde in Erwägung gezogen, im Sommer 2 Heimatabende abzuhalten.
Sie haben uns für immer verlassen: Quirin Schwarzenböck, Kathi Pollmann, Anton Kiechl, Leonhard Herrle, Georg Baur, Sepp Unterberger, Dr. Ludwig Sergl
Der Verein zählt 440 Mitglieder
Rottach-Brandstatt, den 27. Mai 1965 Lenz Kandlinger

76. Generalversammlung  -  Jahresbericht 1965-66
Am Vormittag des 27. Mai fand der Jahrtagsgottesdienst der Wallberger für gefallene und verstorbene Mitglieder statt. Besonders gedachte man der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder.
Am Nachmittag wurde die Versammlung durch 5 jungendliche Musikanten: der Unterwallberger Stubnmusi und der Geschwister Wackersberger eröffnet.
Vorstand Stadler hob in seiner Begrüßungsansprache die Anwesenheit des Ehrenvorstandes Peter Schiffmann, des Vorsitzenden des Altertumsgauverein Heiligmann, der Gemeinderäte Wittmann und Engelsberger, sowie die Vorsitzenden der Veteranen und Kriegervereine Tegernsee und Egern-Kreuth. Karl Rauh und Egid Hatzl widmeten den im abgelaufenen Vereinsjahr verstorbenen Mitgliedern Worte des Gedenkens.
Nach Verlesung des Jahresberichts und der Bekanntgabe des Kassenberichtes, nahm Vorstand Stadler zu den Berichten kurz Stellung und bedankte sich bei seinem rühmenswerten Ausschuß für die freudig geleistete Arbeit. Er stellte zwei Heimatabende in Aussicht, deren Ertrag zur Förderung des musizierenden Nachwuchses verwendet werden soll. Ein besonderer Dank sei der Tuftenwirtin dafür abzustatten, das die Wallberger wegen eines Lokales zur Abhaltung der Platterl- und Musikproben keine Sorgen mehr hätten.
Vor Eintritt in die recht lebhaft gewordene Aussprache dankte Kurreferent Engelsberger den Wallbergern für die Mitwirkung bei den Patenschaftsterminen. Ganz allgemein sollte, so Engelsberger, der Kontakt zu den Vereinen mehr gefördert werden.. Ihm und Gemeinderat Wittmann, der auch der Kurkapelle Anerkennung zollte, galt der Beifall der Versammlung. In der allgemeinen Aussprache wurde stark kritisiert, daß beim Totengedenken nach der Jahresmesse trotz rechtzeitiger Anmeldung des Ehrensalut und der Trommelwirbel fehlten.
Nach Erörterung noch verschiedener Punkte, konnte Vorstand Stadler die Versammlung schließen.

Ausschußsitzung am 21. August 1965 in der Seerose
Nach der Begrüßung aller Anwesenden kam Vorstand Stadler in erster Linie auf das Wallbergerfest zu sprechen. Es gab seiner Freude Ausdruck, daß es so reibungslos verlaufen ist und dankte allen Mitwirkenden. Sein ganz besonderer Dank galt Denjenigen, welche für die verschiedenen Funktionen die Verantwortung trugen und er sich auf jeden Einzelnen verlassen konnte.
Als zweiter Punkt kam der Ausflug der jungen Wallberger in Frage. Es wurde der 25. und 26. September für eine Tirolfahrt bestimmt. Für die Mitwirkenden beim Wallbergerfest wurde für den 25. September eine Zusammenkunft in der Seerose vereinbart.
Vom Trachten- und Heimatverein D´Holzer in Fischen im Allgäu wurden die Wallberger ersucht, bei ihrem Vereinsausflug mit dem Hauptziel Rottach-Egern gemeinsam einen gemütlichen Abend mit einigen Darbietungen abzuhalten. Der Ausschuß begrüßte diesen Vorschlag

Bei einer Plattlerprobe in der Tuften am 24.8.1965, gab Vorstand Stadler bekannt, daß den Mitfahrern nach Tirol vom Verein ein Zuschuß gewährt wird, wenn sie die Tracht anziehen. Ferner wurde vereinbart, daß alle 14 Tage eine Plattlerprobe stattfindet.
Am 25. September fuhren die jungen Wallberger (auch ein paar Ältere waren dabei) ins heilige Land Tirol. Leider hatte sich die Abfahrt verzögert, da ein Mitfahrer erst aus dem Bett geholt werden mußte.. Es wurde zum Großglockner gefahren und in Heilig Blut übernachtet. Am nächsten Tag ging die Fahrt auf der Autobahn über Salzburg der Heimat zu.
Am 25. September trafen sich auch die Mitwirkenden und Mitarbeiter vom Wallbergerfest im Gasthof Seerose. Bei gutem Schmaus und einigen Maß Bier herrschte rege Unterhaltung. Nur schade, daß keine Musik anwesend war.

Schriftführer: Kandlinger Lenz


1966
        
Ausschußsitzung am 8. Januar im Gasthof Lindl
Zur Aussprache kam eine Sängerabend in der Überfahrt. An alle Mitglieder wurden Neujahrsgrüße verschickt und zugleich eine Einladung zum Hoagart am 18. Januar.
Die Gemeinde wird ersucht von einer Vergnügungssteuer der letzten Heimatabende abzusehen.

Ausschußsitzung am 6. April im Gasthof Seerose
Für Vorstand Stadler war es eine Freude, neben den Ausschußmitgliedern auch Gustl Moschner begrüßen zu dürfen und ihm neben einem kleinen Geschenk die herzlichsten Glückwünsche zum 70. Geburtstag auszusprechen.
Die Renovierung des Wallbergkreuzes muß so schnell wie möglich in Angriff genommen werden, da sich etwas in der Verankerung gelöst hat.
Zur Generalversammlung werden alle Mitglieder mit Karten geladen.

Weiteres Vereinsgeschehen
Am 13. Mai 1966 beteiligten sich die jungen Wallberger mit Plattlereinlagen beim Empfangsabend der Gäste der Patengemeinde Diksmuide.
Am 14. Mai 1966 anläßlich einer Tagung standen die jungen Wallberger wieder auf der Bühne.
Am Sonntag den 15. Mai 1966 beteiligte sich eine Fahnenabordnung beim Kirchenzug der beiden Patengemeinden Diksmuide und Rottach-Egern.
Mitgliederstand
Der Verein hat eine Stärke von 455 Mitgliedern
Die verstorbenen Mitglieder des Jahres: Lenz Erlacher 31.71965; Franz Reiffenstuel 15.8.1965; Michael Unterberger 25.6.1965; Rauh Norbert 29.9.1965; August Hatzl 4.11.1965; Otto Adlbert 5.12.1965; Josef Ried 9.1.1966; Ehrenvorstand Peter Schiffmann 16.1.1966; Karl Witt 21.1.1966; Johann Moderegger 24.1.1966; Benedikt Nieder 11.2.1966; Johann Heigl 19.3.1966.
Alle Verstorbenen wurde ein Kranz gewidmet und dreimal senkte sich die Vereinsfahne ins offene Grab, der sie bis zum Tode die Treue hielten.
Rottach-Brandstatt den 19. Mai 1966 Lenz Kandlinger 1. Schriftführer

77. Hauptversammlung  -  Jahresbericht 1966-67
Wie alle Jahre bewegte sich der Zug vom Stammlokal zur Kirche. nach dem Jahrtagsgottesdienst gedachte Vorstand Stadler in bewegten Worten am Kriegerdenkmal der gefallenen und verstorbenen Mitglieder.
Am Nachmittag eröffnete Vorstand Stadler die 77. Hauptversammlung und freute sich über den guten Besuch. Besonders begrüßte er die Vertreter der Gebirgsschützenkompanie, der Veteranen und Kriegervereine Tegernsee und Egern-Kreuth, des Altertumsgauvereins, der freiwilligen Feuerwehr, den Burschenvereins und einige Gemeinderäte. Stadler gedachte auch in der Versammlung nochmals der im vergangenen Vereinsjahr verstorbenen 13 Mitglieder unter ihnen Ehrenvorstand Peter Schiffmann.
Nach dem Bericht des Schriftführers und des Kassiers erteilten die Revisoren Manhard und Höß dem Kassier die Entlastung. Die Neuwahl machte dank der allseitigen Bereitschaft zur Mitarbeit keine Schwierigkeiten und so konnte der mit der Durchführung beauftragte Wahlausschuß, bestehend aus den Herren Moschner-Weckerlein und Berghammer, rasch folgendes Ergebnis bekannte geben.
1. Vorstand Sepp Stadler, 2. Vorstand Egid Hatzl, 1. Schriftführer Lenz Kandlinger, 2. Schriftführer Sepp Kroiß, 1. Kassier Sepp Maier, 2. Kassier Kajetan Liedschreiber, 1. Fahnenjunker Peter Höß, 2. Fahnenjunker Anton Kefer. 1. Tanzwart Sepp Bachmaier, 2. Tanzwart Stefan Frank, 1. Zeugwart Sepp Manhard, 2. Zeugwart Michl Sonnleitner, 1. Vorplattler Georg Maier jun., 2. Vorplattler Sepp Maier jun.
Beisitzer: Alois und Georg Kröll, Sepp Birk, Peter Höß. Trachtenwart Georg Maier.
Nach einer außerordentlich lebhaften Aussprache über die Tracht, platteln und tanzen, trug Vorstand Stadler noch eine Dankesschuld ab und erwähnte die hervorragende Mitarbeit der Ausschußmitglieder, die echte eifrige Jugend, die Eltern des musizierenden Nachwuchses, die Rottacher Blaskapelle, die Plattler mit ihrem Motor Sonnleitner und die Tuftenfany.
In der Versammlung wurde auch die Renovierung des Wallbergkreuzes besprochen. Die Seile haben sich gelockert und das Kreuz steht schief. Albert Maier erklärte sich bereit, für die Wiederinstandsetzung Sorge zu tragen.

Ausschußsitzung am 16. Juni 1966 im Vereinslokal
Vorstand Stadler konnte den vollen Ausschuß, außer einer Entschuldigung, begrüßen. Anwesend auch noch die Mitglieder Maier Albert und Karg Schorsch geladen. Die gaben Auskunft über die Arbeit am Wallbergkreuz. An drei Stellen müssen die Seile neu verankert werden. Es müssen Löcher gebohrt, die Seile verlängert und einbetoniert werden. Auch die Sitzbank soll wieder instand gesetzt werden. Für die Arbeit erklärte sich Sonnleitner Michl bereit. Es wurde noch vereinbart, am kommenden Samstag, den 2. Juli auf dem Wallberg die Verankerung des Kreuzes in angriff zu nehmen.
Das Wallbergerfest wird wieder wie üblich aufgezogen, mit Daxwagen, Glückshafen, Schießstand, Würstlbraterei und so weiter.

Ausschußsitzung am 13. Juli 1966 in Enterrottach
Nach der Begrüßung dankte Vorstand Stadler denjenigen Mitgliedern, welche bei der Verankerung des Kreuzes mitgeholfen haben. Sein besonderer Dank galt dem Mitglied Albert Maier, welcher die Leitung der ganzen Arbeit übernommen hatte.
Nachdem noch einiges über das kommende Wallbergerfest besprochen wurde, überraschte das Mitglied Hans Uder den Ausschuß mit einem Lichtbildervortrag. Er zeigte den Flug nach Amerika und die Fahrt per Schiff wieder nach Europa.

Ausschußsitzung am 27. August in Enterrottach
Vorstand Stadler dankte allen Mitgliedern, welche zum Erfolg des Wallbergerfestes beigetragen haben. Es wurde vereinbart für alle Mitwirkenden eine kleine Nachfeier in der Seerose abzuhalten. Ende September sind mehrere Wallberger nach Diksmuide eingeladen. Kassier Sepp Maier gab einen kurzen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben beim Fest und man kann voll zufrieden sein.

Ausschußsitzung am 8. Dezember 1966 beim Lindl
An alle Mitglieder werden wieder Neujahrskarten versandt, mit einer Einladung zum Hoagart am 7. Januar
Ferner wurde der Beschluß gefaßt, daß alle Mitglieder über 70 Jahre alle 5 Jahre geehrt werden, da es auch bei anderen Vereinen so üblich ist.

Schriftführer: Kandlinger Lenz


1967

Ausschußsitzung am 9. April im Gasthof Seerose
Zur Hauptversammlung werden alle Mitglieder geladen. Da auch das 75 jährige Bestehen des Wallbergkreuzes vor der Tür steht, soll ein Heimatabend stattfinden und ein Bergfeuer abgebrannt werden.
Zum Schluß sei noch zu bemerken, daß sich der Verein bei den Prozessionen und sonstigen Anlässen beteiligte und die jungen Wallberger tanzten und plattelten bei verschiedenen Veranstaltungen und Tagungen der Gemeinde.
Die Toten des Jahres: Hans Hatzl, Franz Höß, Otto Mayer, Hans Kiening, Sepp Weger
Rottach, den 4. Mai 1967 Lenz Kandlinger

78. Hauptversammlung am 4.5.1967 - Jahresbericht 1967-68
Am Vormittag marschierten die Wallberger mit Musik und Trommelwirbel zur Kirche, um den Jahresgottesdienst für die Gefallenen und verstorbenen Mitgliedern beizuwohnen. Am Kriegerdenkmal legte Vorstand Stadler mit bewegten Worten und zum Zeichen der Verbundenheit einen Kranz nieder. Hernach formierte sich der Zug wieder zurück zum Vereinslokal.
Am Nachmittag eröffnete Vorstand Stadler die 78. Hauptversammlung und begrüßte alle Anwesenden aufs herzlichste. Anschließend gab er einen kurzen Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Nach der Vorlesung des Jahresberichtes und der Bekanntgabe des Kassenberichtes welcher zur Zufriedenheit Aller ausfiel, überreichte Vorstand Stadler an drei verdiente Mitglieder die Ehrenurkunde. Maier Albert, Kreuz Josef und Kröll Alois. Peter Höß wuede zum Ehrenvorstand ernannt.
Nach dem letzten Punkt Wünsche und Anträge konnte Vorstand Stadler die harmonisch verlaufene Versammlung schließen.


Ausschußsitzung am 15. Juli 1967 in Kalkofen
Es ist nun schon zur Tradition geworden, daß mit den Daxwagen zum Wallbergerfest nach Enterrottach gefahren wird. Der Glückshafen, der Schießstand und die Würstlbraterei werden zum Fest beitragen. Auch das Fisch- und Lanzenstechen dürfen nicht fehlen. Die Hirschberger. die Leonhardstoana, sowie die Vitruven werden eingeladen.

Seefest am 16. Juli 1967
Beim Seefest waren die Wallberger mit 15 Mann und 10 Weiberleut vertreten. Hernach gab es noch in der Seerose eine kleine Nachfeier.

Ausschußsitzung am 9. September 1967
Vorstand Stadler dankte allen Mitarbeitern beim Wallbergerfest und hob immer wieder die gute Zusammenarbeit hervor. Sepp Maier gab einen kurzen Überblick über Einnahmen und Ausgaben beim Fest. Mein einigte sich zu einer kleinen Nachfeier.

Ausschußsitzung am 3. Dezember 1967 beim Lindl
An alle Mitglieder werden wieder Glückwunschkarten zum Neuen Jahr geschickt und zugleich eine Einladung zum Hoagart am 7. Januar 1968. Auch die Tegernseer Talvereine und der Fischener Trachtenverein erhalten einen Neujahrsgruß.

Schriftführer: Kandlinger Lenz


1968
     
Ausschußsitzung am 4. April 1968 im Vereinslokal Seerose
Sepp Stadler begrüßte die Ausschußmitglieder, die bis auf zwei Entschuldigungen alle gekommen sind. In erster Linie gilt es, alle Mitglieder mit Karten zur Hauptversammlung einzuladen. Am Vormittag findet ein Jahrtagsgottesdienst mit Kirchenzug statt.
Die größte Sorge ist, wo ist ein Platz für die Plattlerproben. Da man in der Tuften nicht mehr erwünscht ist, sind die Plattlerproben nun regelmäßig jeden Dienstag in Enterrottach. Mit der Beteiligung kann man sehr zufrieden sein und hoffen wir, daß es auch in Zukunft so bleibt.
Am 20. Mai war der gesamte Ausschuß vom Bräumeister in Tegernsee zu einer Brauereibesichtigung eingeladen. Nur schade, daß einige nicht kommen konnten.

Weiteres Vereinsgeschehen
Zum Schluß möchte ich noch erwähnen, daß die jungen Wallberger bei verschiedenen Tagungen mit Plattlereinlagen vertreten waren. Ferner beteiligte sich der Verein bei den Prozessionen und beim Kirchenzug der Patenvereine Rottach-Diksmuide.
Verstorbene Mitglieder 1967-68: Kögl Bartl, Stadler Alois, Reiser Max, Auracher Nikolaus, Hagn Franz - Schlemm, Wöß Xaver, Schätz Xaver, Strohschneider Hans, Hagn Hans, Hagn Leonhard, Kiening Franz, Desing Max, Baur Hans.
Brandstatt, den 23. Mai 1968 Lenz Strohschneider

79. Generalversammlung  -  Jahresbericht 1968-69
Mit Marschmusik und Trommelschlag bewegte sich am 23. Mai 1968 der Kirchenzug zum Jahrtagsgottesdienst zur Kirche, um der gefallenen und verstorbenen Mitglieder zu gedenken.
Die 79. Generalversammlung, die am Nachmittag im Stammlokal Seerose abgehalten wurde, nahm bei gutem Besuch einen lebhaften doch sehr disziplinierten Verlauf.
Vorstand Stadler der auf eine flotte Abwicklung der Tagesordnung eingestellt war, begrüßte die Erschienenen, vorweg Ehrenvorstand Peter Höß und die Vorstände anderer Vereine und gedachte der im letzten Vereinsjahr verstorbenen 13 Mitglieder.
Nach der Verlesung des Jahres- und Kassenberichtes und ehe der Wahlausschuß in Funktion trat, dankte Vorstand Stadler den Ausschußmitgliedern, den Helfern beim Wallbergerfest und den Hilfskassieren für ihre Mitarbeit. Nach Aufnahme von 11 neuen Mitgliedern - der Verein hat nunmehr 432 Mitglieder - waltete der Wahlausschuß seines Amtes.
Der neue Ausschuß setzt sich nun wie folgt zusammen:
1. Vorstand Sepp Stadler, 2. Vorstand Egid Hatzl,
1. Schriftführer Lenz Kandlinger, 2. Schriftführer Sepp Kroiß,
1. Kassier Kajetan Liedschreiber, 2. Kassier Lenz Erlacher,
1. Fahnenjunker Peter Höß, 2. Fahnenjunker Sepp Weger,
1. Tanzwart Sepp Bachmaier, 2. Tanzwart Stefan Frank,
1. Zeugwart Sepp Manhard, 2. Zeugwart Michl Sonnleitner,
Trachtenwart Schorsch Maier,
1. Vorplattler Franz Kröll, 2. Vorplattler Hans Kandlinger,
Beisitzer: Lois Kröll, Georg Kröll, Sepp Birk und Annamirl Wunschl
Nach einer recht lebhaften Aussprache über viele Anregungen und Vorschläge schloß Vorstand Stadler die Versammlung.

Ausschußsitzung am 7. September 1968 in Enterrottach
Nach Begrüßung durch Vorstand Stadler, gab Kassier Liedschreiber einen kurzen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben beim Wallbergerfest. Es wurde vereinbart für alle Mitarbeiter und Helfer beim Fest, eine kleine Nachfeier zu halten und zwar am 19. Oktober in Enterrottach.

Ausschußsitzung am 8. Dezember 1968 im Cafe Angermeier
Allen Mitgliedern wird wieder ein Neujahrsgruß und zugleich eine Einladung zum Hoagart am 11. Januar zugesandt. Auch die Tegernseer Talvereine und der Fischener Trachtenverein erhalten einen Neujahrsgruß.
Vorstand Stadler machte auf das 80 jährige Gründungsfest im kommenden Jahr aufmerksam und veranlaßte dadurch eine rege Aussprache.

Schriftführer: Kandlinger Lenz


1969
     
Ausschußsitzung im Gasthof Kalkofen
In diesem Jahr 1969 begeht der Wallbergerverein seinen 80. Geburtstag. Es gibt Vorbereitungen zu treffen für das Gründungsfest. Es wurde beschlossen, einen Festabend in der Überfahrt zu veranstalten. Vorstand Stadler erkundigt sich, ob der Saal zur gegebenen Zeit zu bekommen ist. Zum Festsonntag werden die Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine, sowie die Trachtenvereine des Tegernseer Tales eingeladen.

Ausschußsitzung am 29. Januar 1969 im Gasthof Glasl
Gleich nach der Begrüßung gab Vorstand Stadler bekannt, daß er bei der Anfrage, den Überfahrtssaal für den Festabend bzw. Heimatabend zu bekommen, von Frau Hurler eine glatte Absage einstecken mußte. Warum? Beim Baur und beim Lindl den Festabend abhalten ist eine zerrissene Angelegenheit und ob der Speisesaal beim Lindl um die fragliche Zeit überhaupt frei ist. Der Sommerkeller in Tegernsee scheint nicht geeignet für einen Festabend. Nach langer Debatte entschied man sich für den Postsaal in Wiessee. Hatzl Egid und Maier Albert erkundigten sich telefonisch im Posthotel und es wurde ihnen die kostenlose Überlassung des Postsaales zugesagt.
Die Gründungsfeier soll am 17. und 18. Mai stattfinden.
Die Hauptversammlung mit Ehrung am Himmelfahrtstag. Beginn am Nachmittag um 13.30 Uhr. Die Plakate werden an den Plakattafeln angebracht. Maier Schorsch, Maier Albert und Wunschl Annamirl werden sich mit Edelmann in Verbindung setzen, um das Programm für den Festabend zu besprechen. Es finden noch 3 weitere Ausschußsitzungen statt.
Die Hauptversammlung wird umrahmt von der Unterwallberger Stubnmusi und den Geschwister Wackersberger. Die Ehrennadeln für die Ehrenmitglieder und Mitglieder über 50 Jahre besorgt Kassier Liedschreiber.
Für die Kasse am Heimatabend wurden 6 Mann bestimmt. Die Zugordnung zur und von der Kirche übernimmt Albert Maier. Für die Unterbringung des Vereins wird im Gasthof Seerose Sorge getragen.
Verstorbene Vereinsmitglieder 1968-69: Ganghofer August, Engelsberger Josef, Fenerer Georg, Steinbacher Josef, Grieblinger Georg, Wundshammer Josef, Rixner Josef, Winkler Margarete, Rauchenecker Therese Fahnenmutter.
Brandstatt, den 15. Mai 1969 Lenz Kandlinger
     
80. Hauptversammlung  -  Jahresbericht 1969-70
Am Himmelfahrtstag den 15. Mai 1969 hielten die Wallberger noch vor dem 80. Stiftungsfest, die 80. Hauptversammlung.
Nach der Begrüßung gedachte Vorstand Stadler der im letzten Vereinsjahr verstorbenen Mitglieder:
Ganghofer August, Engelsberger Josef, Feuerer Georg, Kirchberger Richard, Winkler Josef, Steinbacher Josef, Grieblinger Georg, Wundshammer Josef,, Hagn Josef, Winkler Margarete, Rauchenecker Therese, Fahnenmutter. Zum stillen Gedenken erhoben sich die Anwesenden von den Sitzen. Nachdem die Berichte des Vorstandes, des Schriftführers und des Kassiers in gewohnter Weise erstattet wurden.
Galt das Interesse der erfreulich gut besuchten Versammlung, doch vorwiegend der Ausrichtung des Gründungsfestes, wozu Vorstand Stadler wiederum mit Vorrang die Ehrung verdienter Mitglieder und Jubilare zählte. Für diese Ehrung wurden eigene Ehrennadeln geschaffen, solche für Ehrenmitglieder und solche für 50 jährige Mitgliedschaft.
Die Ehrennadeln für Ehrenmitglieder erhielten Ehrenvorstand Peter Höß, Lenz Kandlinger, und Georg Maier sen. (diese drei waren zusammen 120 Jahre in der Vorstandschaft), ferner Anna Kefer, Annamirl Wünschl, Simon Adlbert sen., Stefan Berghammer sen., Georg Höß sen., Johann Jennerwein, Gustl Moschner, Karl Friedrich, Georg Kröll, Josef Maier sen., Michl Sonnleitner, Josef Kreuz, Alois Kröll und Albert Maier. Die Ehrennadeln für über 50 jährige Mitgliedschaft erhielten Thomas Pötzinger (siebzig Jahre Mitglied), Josef Kögl (67), Rudi Sonnleitner (66), Josef Erlacher und Lenz Erlacher (62), Ludwig Küner, Karl Echter, Anton Übelhauser, Franz Reiffenstuel, Anton Erlacher und Michael Finsterer (60), Andreas Popp, Karl Rauh und Quirin Kienast (59), Johann Bichler, Hana Unterberger, Josef Hagn, Anton Faschinger und Josef Höß (58). Sebastian Hagn, Johann Hagn und Josef Staudacher (57), Georg Gerg und Josef Gilg (56) und Michael Sinnberger (55). Weitere 18 Mitglieder erhielten die Nadel für 50 jährige Mitgliedschaft. Wegen außerordentliche Verdienste um die Beschriftung der Urkunden konnte Stefan Berghammer sen. einen bayrischen Wappengruß in Empfang nehmen.
Nach reger Aussprache, vor allem über das bevorstehende 80. Gründungsfest, schloß Vorstand Stadler die Versammlung.

Großer Heimatabend
Am Vorabend des Festes war ein großer Heimatabend auf der Post in Bad Wiessee. Nach der Begrüßung gab Vorstand Stadler bei vollbesetztem Saal einen Überblick über die reichhaltige Chronik des Vereins. In alter Verbundenheit überreichte ein Vertreter des Corps Vitruvia dem Vorstand der Wallberger einen Steinkrug. Auch Bürgermeister Engelsberger, Schirmherr des Festes, gratulierte sehr herzlich und auch Vertreter der Patenschaft Diksmuide überbrachten ihre Glückwünsche. Reichhaltig und eindrucksvoll war das Aufgebot der Mitwirkenden. Es sangen die Boierndirndln, die Geschwister Röpfl, die Darchinger und Schlierseer Sänger und der Tegernseer Zweigesang. Es spielten die Unterwallberger Saitenmusi, die Geschwister Wackersberger und die Rottacher Blasmusik.
Großen Applaus erntete der Einakter "Krach am Angerhof". Gespielt von Annamirl Wunschl, Hanni Jäger, Kathi Bauer, Hans Kandlinger, Niedermeier Maria und Franz Kröll.
Ernst Moschner trug ein Gedicht vor, über manches Vereinsgeschehen. Die jungen Wallberger tanzten und plattelten, daß es eine Freude war. Als Ansager fungierte Albert Maier jun.

80. Gründungsfest - Festsonntag
Am Sonntag den 18. Mai 1969 waren der Gottesdienst und der Festzug der Höhepunkt des 80 jährigen Jubiläums. Leider war das Wetter wenig erfreulich und kalt, das Interesse der vielen Zuschauer aber erfreulich lebhaft, als sich die Wallberger und die Gastvereine an der Seerose zum Kirchgang rüsteten. Die Zahl der etwa ein Dutzend Fahnen und für Rottach-Egern selten große Beteiligung von Schalkfrauen und Dirndln im Miedergwand gaben dem Kirchenzug ein wahrhaft festliches Gepräge. Beim Festgottesdienst in der Egerner Pfarrkirche, die die Teilnehmer bei weitem nicht fassen konnte, legte Geistlicher Rat Josef Kronast seinen Betrachtungen den Wahlspruch, "treu dem guten alten Brauch" zu Grunde.
Mit der Anheftung der Fahnenerinnerungs-Bänder und der Totenehrung fand der Gottesdienst, der musikalisch von der Rottacher Musikkapelle vorzüglich getragen war, einen würdigen Abschluß.
Der Festzug, der durch die See- und Hauptstraße führte, war gerade das Richtige für die vielen Gäste, die nicht genug der schönen und außerordentlich farbenprächtigen Bilder in ihre Kameras hineinbringen konnten. Leider fiel der Nachmittag, zu dem mit einer Tanzbühne und mit Sitzgelegenheit gerüstet war, bös ins Wasser.
Lenz Kandlinger schrieb einen bayrischen Gruß zum 80. Stiftungsfest.

                          

Ausschußsitzung am 15. Juli 1969 in Enterrottach
Am 12. Juli war eine Ausschußsitzung in Enterrottach. Es galt wieder Vorbereitungen zu treffen für das Wallbergerfest. Es wurde auf den 10. August festgelegt.

Stiftungsfest der NeureutherBeim Stiftungsfest der Neureuther in Gmund am 3. August beteiligten sich die Wallberger, 50 Mann stark, Schalkfrauen mit inbegriffen.

Ausschußssitzung
Am 23. August 1969 traf sich der gesamte Ausschuß in Enterrottach. Kassier Lidschreiber gab einen kurzen Überblick über Einnahmen und Ausgaben beim Fest und man einigte sich zu einer kleinen Nachfeier für alle Mitwirkenden.

Ausschußsitzung am 8. Dezember 1969 im Gasthof Weißach
An alle Mitglieder wird ein Neujahrsgruß geschickt. Der Hoagart wurde auf den 5. Januar 1970 beim Kefer festgelegt. Heftige Aussprache erfolgte über die Beteiligung der Wallberger bei der Leonhardifahrt in Kreuth und Fischhausen, betreffs mitnehmen der Vereinsfahne.
Am Kathreintag hielten die Wallberger, Hirschbergler und Leonhardstoana gemeinsam ein Kranzl beim Lehmann in Kreuth.

Schriftführer: Kandlinger Lenz