Hafnerstein

1919

Enthüllung des Bildstöckl´s für die gefallenen Wallberger und 2. Monatszusammenkunft.
Ein denkwürdiger Tag der Vereinsgeschichte wird der 27. Juli 1919 bleiben:
fraglich schien die Witterung, aber dennoch zogen viele Wallberger schon früh morgens hinauf zum Wallberg um dort ihren tapferen Heldenwallbergern ein dauerndes Andenken zu setzen.
Schon am 19. Juli 1919 hatten sich die Herren Andreas Popp und Josef Wackersberger auf den Weg zum Wallberg gemacht, um am "Hafnerstein" ein schönes Platzl zu suchen, das auch bald übereinstimmend gefunden war. Die Herren legten sodann in den Sockel die Erbauungsurkunde und nun konnte unser Mitglied Herr Steinmetz Wackersberger den Aufbau des herrlichen alten Wahrzeichens der Not beginnen. Nach 8 Tagen war nun das Werk soweit vollendet um die Enthüllung feiern zu können.
Ein schönes Wahrzeichen zeigte sich dann auch den Beschauern in Form eines altdeutschen Bildstöckls, das im Innern die Namen der gefallenen Vereinsbrüder birgt und noch Jahrhunderte die Bergfreunde an die einstmalige Not des deutschen Volkes erinnern wird. Für die solide so wie schöne Ausführung sei auch an dieser Stelle unseren Mitgliedern Jos. Wackersberger, Jos. Popp und Andreas Popp gedankt.
Herr I. Vorstand gedachte in schlichten Worten der Braven, ebenso widmete Herr Bertsch von unseren lieben Vitruven, die uns auch diesmal zahlreich besuchten, den Tapferen einen fühlenden Nachruf. Ein stilles Vaterunser schloß die Feier und wohl manchem ist die Größe Gottes inmitten der hehren Alpenwelt erst recht zum Bewußtsein gekommen. Kränze wurden gestiftet von den Wallbergern und Vitruven.
Das Bildstöckl besteht aus Tuftstein, hat 1 Meter tiefe Fundamentierung direkt auf Fels und kostete zusammen 1460 Mark. Der Betrag soll durch freiwillige Spenden aufgebracht werden.
Anschließend an die Enthüllung folgte die 2. Monatszusammenkunft, bald bot sich auf den gesund heimgekehrten Kriegern die langentbehrte Freude ihrem Schuplattler zu huldigen. Um 5 Uhr abends begann der Abmarsch zum Gasthof Glasl um dort den schönen Tag zu beenden.

1929
Am Samstag den 14. September 1929 wurde dann im Anschluß an die Almmesse ein Kranz am Bildstöckl für die gefallenen Vereinskameraden welche dort verewigt sind, nieder gelegt.
Ehre Ihrem Andenken

1962
Demontage
Am 29. Dezember 1962 fuhren der Birk Sepp, der Adlbert Simon und der Kröll Schorsch beim tiefen Schnee mit der Bahn auf den Wallberg und mit dem Lift hinunter zum Hafnerstein. Zum Glück ragte der Gedenkstein noch etwas aus dem Schnee heraus. Das schwere Eisengitter mit der Inschriftstafel war schnell abmontiert.
Aba da Transport wa a bißl fada, da Lori Simä hots Taferl trogn und da Sepp s´Gada und weils hoit so leichta is ganga, hot jeda sei Drum aufn Buckl gnumma. Aba aufn Lift wars Gada hint z´grouß, drum hot´s da Sepp gnumma aufn Schouß. Durch dös schauckln von dem Lift und durch dös Gwicht, is dös Gada nach hintn kippt und an Sepp mittn ins Gsicht, scho glei beim erstn Schreck, hiat da Sepp gmoant, sei Nasn is weg, eahm is vürkemma daß a Drum davo ist, jeatz hot a schnell hinglangt obs no dro is, denn do hiat a sie nit lang bsunna und wa glei vom Lift obi gsprunga. Vielleicht hiat a sei Nosn wieda gfuna. Dö Gschicht is dann ganz guat ganga soweit, denn a da Zandl dem hot nix mehr gfeit.

2014
Gedenkgottesdienst am Hafnerstoa im Jubiläumsjahr
Am Sonntag den 15.Juni 2014 fand bei sehr schönem Wetter der Gedenkgottesdienst für die gefallenen Mitglieder der Wallberger und Vitruven am renovierten Bildstöckl am Hafnerstein (Wallberghaus) statt. Durch die gute Arbeit von Elisabeth Reiser und das neue Dach von Toni Wackersberger erstrahlt es im neuen Glanz. Die Messe las Pfarrer Seubert, die Ministranten waren Wallbergerkinder. Quirin Berghammer, Vorstand der Wallberger und Helmut Kahl für die Vitruven haben die Reden gehalten. Viele Mitglieder nahmen erfreulicherweise daran teil. Beim anschließenden Almkirta im Wallberghaus mit der Oberland Blos und den Rottacher Goaßlschnalzern ging es lustig zu und erst spät abends machten sich die Letzten auf den Weg ins Tal.